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    Wechterswinkel

    Generalprobe fürs Abi mehr als gelungen

    Glückliche Gesichter nach einem gelungenen Konzert als Generalprobe auf die Abitur-Prüfungen in Musik. Im Kloster Wechterswinkel bedankten sich (von links) Musiklehrer Urs John, Schulleiter Robert Jäger und Musiklehrer Heinz Pallor bei Paula Zeeb, Johanna Keil, Andreas Hiby, Sarah Beck, Peter Diestel, Antonia Schmitt, Nils Simon, Nico Benkert und Elisabeth Kritzer. Foto: Stefan Kritzer

    Sechs Jahre im musischen Zweig des Martin-Pollich-Gymnaisums, danach noch einmal zwei Jahre Musik in der Oberstufe. Es ist nicht verwunderlich, dass die Konzerte der Zwölftklässler auf sehr hohem Niveau stattfinden. Der aktuelle Jahrgang, genauer gesagt, neun Schüler daraus, gab beim Additum-Konzert im Festsaal von Kloster Wechterswinkel einen hochkarätigen wie vielseitigen Einblick in das musische Schaffen. Und das alles kurz vor der Abitur-Prüfung.

    Posaune, Marimba, Saxophon, Schlagzeug, Klavier und Harfe, dazu dreimal Gesang. Die neun Schüler des aktuellen Additum-Abiturjahrgangs hatten schon in Sachen Instrumentierung eine reiche Auswahl mit nach Wechterswinkel gebracht. Sie hatten vor einem sehr stattlichen Publikum die Gelegenheit, die erlernten Musikstücke im festlichen Ambiente zu präsentieren und ihnen den Feinschliff vor den anstehenden Prüfungen zu verleihen. Schulleiter Robert Jäger staunte genauso über die Leistungen der Schülerinnen und Schüler wie die Musiklehrer Heinz Pallor und Urs John, die zudem im Bedarfsfall für die gefühlvolle Klavierbegleitung sorgten.

    Hohes Niveau

    Ein hohes Niveau hatte das Konzert in allen Belangen. Nils Simon spielte am Marimbaphon mit dem Stück "Marya" von Eckhard Kopetzki den stimmungsvollen Auftakt. Nico Benkert präsentierte die Posaune in virtuoser und vielfältiger Weise mit dem Stück "Cortége" von Pierre Max Dubois und einer "Morceau Symphonique" von Alexandre Guilmant. Besonderer Beifall wurde den Gesangsdarbietungen zuteil: Johanna Keil sang "I feel pretty" aus der "West Side Story" von Bernstein kokett mit grünem Kleidchen sowie das romantische "Mädchenlied" von Johannes Brahms. Andreas Hiby überzeugte mit dem ebenfalls romantischen Lied "Die Stille" von Robert Schumann und dem flotten "Money O!" von Michael Head. Antonia Schmitt sang eindrucksvoll "Let me in" aus dem Film "Rigoletto".

    Besondere Momente zauberte Sarah Beck auf ihrem Altsaxophon herbei. Das "Hunky Funky" des italienischen Komponisten Roberto di Marino gelang schon hervorragend. Nur der spektakuläre und hervorragend gespielte "Czardas" von Vittorio Monti in Begleitung von Urs John am Klavier erhielt noch mehr Beifall des Publikums. Selten in Schulkonzerten zu hören ist die Konzertharfe, die Elisabeth Kritzer spielt. In "Watching the Wheat" von John Thomas nach einem walisischen Liebeslied stellte die Musikerin die Besonderheiten ihres Instrumentes in den Vordergrund. Im "Chanson dans la Nuit" von Carlos Salzedo waren es dann die leisen Szenen, die hervorgehoben wurden.

    Furios: Paula Zeeb am Klavier

    Paula Zeeb beeindruckte am Klavier mit ihrem virtuosen Spiel. Für die Schulabschlussprüfungen hatte sie diesmal von Edvard Grieg den 1. Satz aus der Sonate für Klavier op. 7 mitgebracht. Dem furiosen Spiel setzte sie dann mit dem Prélude aus "Voiles" von Claude Debussy einen ruhigeren Gegenpol.

    Urs John, der durch das Programm führte, bedankte sich bei allen Schülern, die Werke von Komponisten aus Amerika wie Italien, Frankreich und einigen Ländern mehr gespielt hatten. Aus Unsleben, so John, sei auch noch was dabei: Als einziger hatte Peter Diestel - in Unsleben wohnhaft - sein eigenes Stück mit dem Titel "Springen vom Beckenrand III" mitgebracht. Sein Drumset bediente Diestel zunächst ruhig mit den Händen, bevor er mit den Stöcken für reichlich Wirbel sorgte um dann sein Werk ruhig ausklingen zu lassen. Klasse!

    An diesem Donnerstag gilt es nun für alle Musiker beim Vorspiel unter den kritischen Ohren der Musiklehrer in der Schule. Dann geht es um die Noten fürs Abitur. Bei der Generalprobe im Kloster brauchte sich aber keiner der Musiker um seine Zensuren zu sorgen.

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