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    Gersfeld

    Gersfeld: Faszination Druckgrafik

    Christina Tuma-Schillinger und Eva Repp-Poppe zeigen in der Gersfelder Galerie ihre neuesten Werke. Foto: Marion Eckert

    In der Galerie der Stadthalle in Gersfeld zeigen Eva Repp-Poppe und Christina Tuma-Schillinger ihre neuesten Werke. Beide Frauen sind von der Druckgrafik fasziniert. So besteht diese erste gemeinschaftliche Ausstellung vorwiegend aus Werken, die ihre unterschiedliche Herangehensweise an diese Kunsttechnik verdeutlichen.

    Eva Repp-Poppe ist Bischofsheimerin. 1992 begann ihre künstlerische Laufbahn mit dem Besuch eines Portraitzeichenkurses. Im Laufe der Jahre setzte sie sich mit verschiedenen Kunstrichtungen und -techniken auseinander, dabei entdeckte sie ihre Liebe zur Druckgrafik. Seit 2018 besucht sie in Augsburg die freie Kunstakademie und traf dort auf Christina Tuma-Schillinger.

    Christina Tuma-Schillinger kommt aus Landsberg. 1997 begann sie, mit einen Kurs in Malerei und Druckgrafik sich künstlerisch zu betätigen. Inzwischen ist sie Heilpraktikerin für Psychotherapie und hat parallel viele Kurse besucht, die ihr halfen, sich künstlerisch weiter zu entwickeln.

    "Von draußen ist es weit her"

    Die Ausstellungseröffnung wurde musikalisch von Matthias Poppe mit der Gitarre begleitet. Die Laudatio hielt Elke Burkard (Großbardorf).  Sie nahm den Titel der Ausstellung "Von draußen ist es weit her", zum Anlass, über den Zugang zu Kunst zu sprechen. Weit her? In die Ausstellung nach Gersfeld? Zum Augenblick des Begreifens? Zum Sichten der Möglichkeiten? "Der weiteste Weg ist wohl der zu sich selbst", brachte sie es auf den Punkt.

    Die Kunst der beiden Ausstellerinnen habe viel mit Handwerk zu tun, mit Erdung durch die ausgesuchten Materialien und natürlich auch mit dem umverstellten Blick auf das Verborgene. Wiewohl  Christina Tuma-Schillinger das Innen transparent nach außen trage und den Betrachtenden die Möglichkeit gebe, es zu erahnen, zu erkennen und schlussendlich zu sehen, zeige Eva Repp-Poppe, wie der Alltag mit Rissen, Brüchen und Verwerfungen sich zeige und welche Schönheit im Morbiden zu erspüren sei.

    Das freie Spiel mit Form und Farbe

    Beiden sei in ihrer künstlerische Arbeit das freie Spiel mit Form und Farbe im Dialog sehr wichtig. Burkard zollte den Damen ihren Respekt, die in der Ausstellung ein Stück ihrerselbst auf den Weg schicken. "Einlassen auf sich selbst, dazu gehört eine große Portion Mut, Kraft und Können und wenn wir es als Betrachter schaffen, das zu sehen und einzutauchen in ihrer Werke, haben wir selbst einen großen Schritt gemacht." Diese Ausstellung ermögliche, das Unsichtbare zu erfassen,  das Sichtbare aufzunehmen und das Bleibende zu spüren.

    Die Ausstellung ist bis 12. Januar von Freitag bis Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr zu besichtigen. Auch an Feiertagen ist geöffnet. Galerie Stadthalle, Schlossplatz 9, Gersfeld.

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