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    GABOLSHAUSEN

    Glasfaser kommt bis ins Haus

    Das alte Rathaus von Gabolshausen wurde mit fünf neuen Fenstern ausgestattet, eine neue Küche, vom dort probenden Musikverein vorfinanziert, soll die Ausstattung ergänzen. Am Dienstag wurde der Weihnachtsbaum aufgestellt.
    Das alte Rathaus von Gabolshausen wurde mit fünf neuen Fenstern ausgestattet, eine neue Küche, vom dort probenden Musikverein vorfinanziert, soll die Ausstattung ergänzen. Am Dienstag wurde der Weihnachtsbaum aufgestellt. Foto: Regina Vossenkaul

    215 Einwohner zählt Gabolshausen, davon acht mit Zweitwohnsitz, der Ort ist damit nach Ipthausen einer der kleinsten Stadtteile Bad Königshofens. Wie Bürgermeister Thomas Helbling in der Bürgerversammlung im Sportheim berichtete, gab es in der Stadt insgesamt in diesem Jahr bisher 31 Geburten und 70 Sterbefälle. 23 Mal wurden Eheschließungen vollzogen.

    Neue Fenster im alten Rathaus

    Viele Informationen trug der Bürgermeister vor, unter anderem lobte er die 259 ehrenamtlichen Feuerwehrleute für ihre Bereitschaft und ihre Arbeit. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen hatte nach 25-jähriger Dienstzeit auch Frank Geißler aus Gabolshausen erhalten. Eine defekte Lampe, deren Betonmast marode war, musste entfernt werden. Wegen der Lieferzeit dauert es einige Wochen, bis die neue LED-Lampe aufgestellt wird. Das ehemalige Rathaus wird unter anderem als Musikübungsraum verwendet, dort wurden fünf neue Fenster eingebaut, drei wurden überholt und ein neuer Gasofen aufgestellt. Das Streichen von drei Fensterrahmen wird nachgeholt, gleiches gilt für die Fenster am Torhaus, wo ein Fenster erneuert wurde. Die Flurbereinigungsgenossenschaft Gabolshausen II ist laut Mitteilung des Amtes für Ländliche Entwicklung jetzt rechtswirksam aufgelöst.

    Die Breitbanderschließung ist seit vielen Jahren Thema in Gabolshausen. Jetzt ist die Glasfaser-Verkabelung durch die Telekom beschlossen, teilte der Bürgermeister mit. Dank der Unterstützung durch aufmerksame Bürger und durch Gerald Kneuer, Stadtrat aus Gabolshausen, konnte nachgewiesen werden, dass die Qualität der Internetverbindung per Funk durch die bisherige Firma nicht akzeptabel ist. So konnte erreicht werden, dass Gabolshausen nicht mehr als versorgt gilt und in ein Förderprogramm für den Glasfaserausbau aufgenommen werden konnte. Jetzt erhalte Gabolshausen die beste Ausstattung – Glasfaser bis ins Haus – kündigte der Bürgermeister an. Im Sommer 2019 wird es dazu eine Bürgerversammlung geben, der Bau kann dann noch im gleichen Jahr beginnen und 2020 abgeschlossen sein.

    Reparaturen am Spielplatz

    Einen Platz für einen Mobilfunkmast sucht die Firma Vodafone zwischen Untereßfeld und Gabolshausen. Die Stadt habe keine Möglichkeit hier einzuwirken, denn die Baumaßnahme ist genehmigungsfrei, so Helbling. Zu den Arbeiten, die der Bauhof geleistet hat, gehören die Sanierung der Brücke am ehemaligen Stauwehr, Reparaturen auf dem Spielplatz und der Aufbau einer neue Schaukel und einer Seilbahn. Außerdem wurde der Sockel am Feuerwehrhaus trockengelegt.

    Gerald Kneuer berichtete, dass im Zuge der Brückenerneuerung auch die Wege in Eigenleistung verbessert wurden. Bezüglich des Rathauses konnte er mitteilen, dass der Musikverein den Einbau einer neuen Küche vorfinanziert, denn die Investition konnte im Haushalt 2018 nicht mehr berücksichtigt werden. Bezüglich des Ausbaus der Internetversorgung freute sich Kneuer über den Erfolg und regte an, wenn Gräben ausgehoben werden, gleich Kabel für den Austausch der Beleuchtung einzulegen.

    Er bedankte sich bei allen, die sich im Ort engagieren, auch beim Bauhof und der Verwaltung - es funktioniere „klasse“, so Kneuer. Gesucht wird jemand, der im Ort die Grünanlagenpflege und das Schneeräumen an der Bushaltestelle übernimmt.

    Gehsteige als Flickenteppich

    In der Diskussion wurde angeregt, die Gräben wieder einmal zu reinigen. Dazu wäre es sehr hilfreich, wenn sich die Landwirte melden würden, auf deren Grund das ausgehobene Gut verteilt werden darf, sagte der Bauhofmitarbeiter Alfons Kuhn dazu. Die Gehsteige seien ein „Flickenteppich“, monierte ein Bürger. Das können sich im Zuge der Glasfaser-Verlegung ändern, teilte der Bürgermeister mit. Müllablagerungen in der alten Lehmgrube beanstandete ein Bürger.

    Seine ablehnende Haltung gegenüber dem geplanten Mobilfunkmast machte ein Anwesender deutlich. Er sei mit der Errichtung nicht einverstanden, weil die Dauerbelastung durch die Mobilfunkstationen krank mache.

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