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    Bad Neustadt

    Glosse: Schönne Weihnochde!

    Fredi Breunig Foto: Chrstian Winterstein

    So, a boor Stonn noch, no isses endlich do. S Christkind! Endlich woss, of doss mer sich noch verläss konn! Weihnochde. S schönnst Fest im ganze Johr, owwer halt aach der Grund für Blödsinn ohne End unn a Phantasie vo die Leut, dässes a Sau graust! Do würd gedicht unn gschmarrt, däss die Schworrde gracht. Ich hobb amoll a weng gsammelt unn well euch doss kurz vuurs Fest gredenz.

    Erscht amoll gereimt: „Der Baum verbrannt, Geschenk vergessen, die Gans ist auch schon aufgefressen. Ach, was soll‘s, mit reichlich Punsch, erfüllt sich auch der größte Wunsch.“ Genau! Dann hömm natürlich aa die Kinner Wünsch, in dem Fall oon Nikolaus, unn doo gedds nedd ömmer ömm Spielzeug: „Lieber guter Nikolaus, lösche unsere Fünfen aus. Machst du lauter Einsen draus, bist du ein guter Nikolaus.“ Raffiniert! Monche Kinner hömm a richtig gröss Herz für orme junge Meedlich, denne s friert: „Liebes Christkind. Bitte schenke all den armen Frauen auf Papas Computer etwas Warmes zum Anziehen.“ Süß!!!

    Die Kinner kenne sich heutzudooch owwer oft scho nixmer mit Nikolaus, Christkind usw. aus unn wösse scho goor nix mer, wer die Gschenke brengt! „Na, mein Kind? Wer bringt an Weihnachten die Geschenke?“ „Amazon!“ „Nein, ich meine den dicken Mann mit dem langen Bart!“ „Ach so, der DHL-Fahrer!!!“ Schlimm! Wenn mer no älter iss, wääs mer erscht amol, woröm Weihnochde früher so schöö wor: „Ich weiß jetzt, warum Weihnachten zu meiner Kindheit so schön war: ich musste die Geschenke nicht bezahlen.“ Aa wohr.

    Bevur ichs vergess, zwöschedurch a wichtiger Hinweis für all die fleißige Frauen, die heut putze wie blöd: Heut künnts Christkind, nedd s Gsundheitsamt!

    Dja, woss noch? Sprüch, die uns zum Noochdenke brenge: „Warum feiern wir eigentlich Weihnachten? Es kommt doch jeden Tag vor, dass ein Mann geboren wird, der sich später für Gott hält.“ Aa woss droo! Unn boliddisch korrekt muss mer mittlerweil natürlich aach sei. Hobb ich neulich geleese: „Man sagt nicht mehr Christbaum, sondern: „Extrem beleuchtetes Nadelgehölz mit Religionshintergrund“.“

    Also gut. Dann komm ich langsam zum End unn frää mich scho jetzt widder off die Zeit zwösche die Johrrn, wenn mer sich übers Fest austauscht. „Woss hossdn zu Weihnochde gricht?“ „A Ranze!!!“ No Mahlzeit. Ich wünsch euch schönne Weihnochde unn n guten Rutsch. Kommt gut nüü! Servus, der Eustach.

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