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    Bad Neustadt

    Glosse: Wie der MaZi den Corona-Tag verbringt

    Blumen-Gießen - ein ebenso wichtiges wie willkommenes Unterfangen in den Corona-Zeiten.
    Blumen-Gießen - ein ebenso wichtiges wie willkommenes Unterfangen in den Corona-Zeiten.
    Foto: Hauke-Christian Dittrich

    Corona do on Corona dort. Üweroll wu mer hieguckd on hiezappd in däre Zeit. Corona! Seit vier Woche trau ich mich scho nix mer äusm Haus. Für e poor Dooch hoo ich zu mei Gertrud gsochd: „Mir fällt langsam die Deck offn Kopf“: Antwort: „Bei en Holzkopf, kee Problem“. Rumms.

    Mei Toochesablauf is tatsächlich ziemlich überschaubor worn. Frühstück, Zeitung. Zeitung? Sowos kenn ich vo früher als Lektüre für die Zeit bis zum Middochesse. Jetz? In wenicher als fuffzeäh Minutte is alles durch. Gott sei Dank, dass wenichstens noch des Kreuzworträtsel für e bisle Abwechslung sorchd, sünst wär dr Fürmiddoch gor net zu ertrooche.

    Wenig schöpferische Pausen

    Wenichstes weiß ich jetz dass bei „Die Anden betreffend“ mit fönnef Buchstobe „Andin“ raüskömmd, dass e Handbuch e Manual on dass die norwegische Popgruppe mit drei Buchstobe „Aha“ heißt. Aha. Immerhie mach ich zwöschedurch dann noch e schöpfersiche Pause, wäll mich mei Gertrud für zuständich erklärt hat, alle Blomme ömms Haus römm zu versorche.

    Momentan kämpfe die ower aach scho ömms Üwerlawe, wällse vo dem ville Gisswasser scho langsam am Obsaufe sinn. On des bei däre Trockenheit. Aach fürs Middochesse hoo ich mich eigeteilt. Seit Oestersonndich schmeiß ich o jeden zwedde Tooch den Grill o mid dem Ergebnis, dass mir langsam die Broatwürscht zum Haals räushänge.

    Alles normal bei Dahoam is dahoam

    Nochmiddochs e Spaziergang, dann Bares für Rares, vielleicht noch die Rosenheim-Cops. Feierowend. Von wechen. Ein ZDF-Spezial on ein Corona-Extra joche sich gecheseitich durch des Fernsehprogramm bis, Gott seis gepföffe on gedrommdelt, bei „Dahoam is dahoam“ dr ganz normale Alldooch widdr eikehrt. Corona? Wos is dos dann? Doch net bei uns in Lansing. Do is die Welt in Ordnung. Do gidds kee Kontaktsperre, weder bei dr Moni noch bei dr Vroni, dr Bambercher is zegor mid dem Fohrrod därzeit nooch China önnerwaachs on dr Gerstl kömmerd sich höchstpersönlich für die Streüner ömm e „Katzeklo“. Der Tooch is geredd.

    On während ich des alles so zu Papier breng. Ein Hilfeschrei aüs der Küche: „ Manfred kommm schnell!“ „Wos is?“ E Stinkwanze!“. Wu?“ „Im Wintergadde am Fenster“. „ Ich komm“.

    Herrlich. Widdr e lohnend Aufgabe, där ich jetz mid aller Gewissenhoftichkeit nochgeäh.

    Ned auszudenke!

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    Kommentare (1)

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