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    Fladungen

    Grundschule bekommt "Flüsterdecken"

    Die Arbeiten an Grundschule und Turnhalle schreiten voran. Der Stadtrat beriet in seiner jüngsten Sitzung über schallabsorbierende Maßnahmen in den Räumen.
    Die Arbeiten an Grundschule und Turnhalle schreiten voran. Der Stadtrat beriet in seiner jüngsten Sitzung über schallabsorbierende Maßnahmen in den Räumen. Foto: Franziska Sauer

    Ein neues Gesicht saß am Montag anlässlich der jüngsten Stadtratssitzung am Fladunger Ratstisch: Bianca Handwerker aus Oberfladungen tritt die Nachfolge von Tanja-Lisa Dittrich im Vorzimmer der Bürgermeisterin an. Sie wurde den Stadträten nun offiziell vorgestellt. Nach dem Hinweis von Rüdiger Sebold, dass im Mitteilungsblatt ein falscher Beschluss veröffentlicht wurde (es ging um das abgelehnte Geschwindigkeitsmessgerät gegen Raser), konnte in die Tagesordnung eingestiegen werden.

    Turnhalle ist schallgedämmt

    Johannes Messerschmitt und Tina Hochrein vom Architekturbüro Messerschmitt aus Bad Kissingen gingen mit den Ratsleuten die Akustik der Grundschule durch. Die Planer empfahlen Akustikdecken für alle Klassenzimmer sowie für Sekretariat und Lehrerzimmer. Die Kosten hierfür seien im Vorfeld eingeplant worden, wie der Architekt versicherte. Für die Turnhalle werde keine schallabsorbierende Decke benötigt, die vierseitige Prallwand mit Lärmschutzfunktion sei ausreichend, so Messerschmitt.

    Zur Diskussion standen nur der Flur im Untergeschoss und die künftige Schüler-Bibliothek, die auch als Klassenzimmer oder Gruppenraum genutzt werden könnte. Aufgrund dieser Tatsache entschieden sich die Räte für eine zusätzliche abgehängte Akustikdecke in der Bibliothek und nahmen die anfallenden Mehrkosten von ca. 4000 Euro in Kauf (Gesamt: 14 100 Euro). Dagegen möchte man im unteren Flurbereich auf zusätzliche Vorkehrungen zum Lärmschutz verzichten, da hier keine Klassenzimmer vorgesehen sind.

    Unregelmäßige Löcher wirken unruhig

    Passend zum Thema stellten die Planer Deckenplatten mit unterschiedlichen Lochmustern und Lochgrößen vor. Der Stadtrat favorisierte die Variante mit einer großen eckigen Lochung, obwohl Fred Goldbach darauf hingewiesen hatte, dass es noch eine weitere Variante mit unregelmäßigen Löchern gebe. Dieses Muster wirke jedoch auf kleinen Flächen unruhig und sei deshalb von den Planern gar nicht erst in Betracht gezogen worden, wie sie erklärten.

    Die Anwesenheit der Architekten nutzten die Räte, um Fragen zu stellen. Jürgen Schäfer wollte wissen, ob für die Beleuchtung der Turnhalle auch Strahler vorgesehen sind. „Bis jetzt nicht. Allerdings ginge das, wenn sie ballwurfsicher sind“, so Messerschmitt. Rüdiger Sebold erkundigte sich nach der Notwendigkeit eines Geländers von der Pausenhalle zum Flur. „Hier muss ein Geländer sein, weil es sich um zwei verschiedene Ebenen handelt“, erklärte der Architekt.

    Die Putz- und Stuckarbeiten an der Grundschule sollen im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Für die Malerarbeiten ist eine beschränkte Ausschreibung möglich. Mit Ergänzungen stimmte der Stadtrat den vom Architekturbüro vorgelegten Firmenvorschlagslisten zu.

    Feuchtigkeit im Rathauskeller

    Im Rathauskeller hat man schon längere Zeit mit aufsteigender Feuchtigkeit in den Wänden und in der Folge mit Salzausblühungen und Putzabplatzungen zu kämpfen. Deshalb hat der Stadtrat nun beschlossen, das betroffene Mauerwerk im Bereich der Tourist-Info sowie in den WCs freizulegen, sodass die Feuchtigkeit kondensieren und diffundieren kann. Für eventuelle Arbeiten, die nicht vom Bauhof durchgeführt werden können, wurde Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten beauftragt, Angebote einzuholen und zu vergeben. Die Leitung des Rhönmuseums wurde über eventuelle Maßnahmen bereits informiert, wie Heuser-Panten anfügte.

    Um die aus dem Erdreich aufsteigende Feuchtigkeit im Rathauskeller zu unterbinden, will die Stadt das Mauerwerk von unten her freilegen lassen.
    Um die aus dem Erdreich aufsteigende Feuchtigkeit im Rathauskeller zu unterbinden, will die Stadt das Mauerwerk von unten her freilegen lassen. Foto: Franziska Sauer

    Beschlossen wurde in der Sitzung auch, dass der kalkulatorische Zinssatz für die Jahre 2019 bis 2022 auf 3,77 Prozent festgesetzt wird. Der kalkulatorische Zins ist ein Zins für das Kapital, das für kommunale Maßnahmen eingesetzt wird. Er ist ein Mischzins für sowohl Eigen- als auch Fremdkapital. Er wird nach dem Kommunalabgabegesetz der Höhe nach gesetzlich nicht bestimmt, er muss jedoch angemessen sein.

    Stellungnahme an Tennet

    Aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung gab das Ortsoberhaupt bekannt, dass der Auftrag für die Instandsetzung der Grenzlandhallen-Fußböden (Abschleifen und Lackieren) an die Firma Perleth aus Leubach für rund 9550 Euro vergeben wurde. Nur zur Kenntnis nahm der Stadtrat, dass es bei der geplanten SuedLink-Trasse noch zu Veränderungen kommen kann. „Denn drei Gemeinden haben ein Veto eingelegt“, so Agathe Heuser-Panten. Eine Stellungnahme der Fladunger Verwaltung wurde bereits an Tennet geschickt.

    Die Bürgermeisterin informierte ganz aktuell über die Online-Petition gegen die Abschiebung des in Fladungen lebenden Westafrikaners Mathieu. Die Petition steht im Internet unter www.openpetition.de/!mathieu.

    Zum Abschluss wurde – auf Nachfrage von Fred Goldbach – diskutiert, warum zusätzlich zum VG-Geschäftsstellenleiter Conny Schmuck immer ein weiterer Verwaltungsmitarbeiter zu den Sitzungen anwesend sei. Schmuck habe in seiner Funktion als VG-Chef eine beratende und unterstützende Funktion, so Heuser-Panten. Für das Schreiben des Sitzungsprotokolls werde eine weitere Kraft benötigt. Warum eine aktuelle Auftragsvergabe im nichtöffentlichen Teil behandelt werden sollte, war Fred Goldbach ebenfalls unbegreiflich. Laut Conny Schmuck unterliege das der allgemeinen Regelung.

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