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    Mellrichstadt

    Harte Auseinandersetzungen um den Hartplatz

    Am Hartplatzspielfeld am Sportplatz wird es künftig geregelte Benutzungszeiten geben Foto: Brigitte Gbureck

    Der Hartplatzspielplatz am Malbach wird tagsüber und am Abend von verschiedene Gruppen unterschiedlicher Altersstufen genutzt. Nachdem es in den vergangenen vier Wochen mehrfach Streitigkeiten über die Nutzung gab und sogar die Polizei einschreiten musste, hat der Stadtrat beschlossen, die Spielfläche für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre täglich von 13 bis 17 Uhr und für Jugendliche ab 16 Jahre und Erwachsene ab 18 Uhr freizugeben. Eine Tafel mit Erläuterungen in verschiedenen Sprachen und Piktogrammen wird angebracht.

    Breiten Raum nahm bei der Stadtratssitzung das Bauvorhaben von Sabine Hartmann in der Bauerngasse 49 ein. Das Gebäude soll rückgebaut und ein Wohn- und Geschäftshaus neu errichtet werden. Das Vorhaben ist als Ordnungsmaßnahme im Städtebauförderungsprogramm Stadtumbau West vorgesehen. Der Haustyp entspricht nicht den Festsetzungen der Gestaltungssatzung, wird jedoch als städtebaulich verträglich eingeordnet, hieß es im Rat. 15 Stellplätze sind notwendig, nachgewiesen werden aber nur vier. Problematisch könnte es mit der Fotovoltaikanlage werden, es ist nicht bekannt, wie der Denkmalschutz zu einer solchen Anlage steht. Der Stadtrat hatte gegen das Vorhaben keine Einwendungen, vorbehaltlich einer positiven Zustimmung durch die Regierung von Unterfranken. Ebenso müsse das Thema Fotovoltaik noch geklärt werden. 

    Eine Frage der Gleichbehandlung

    Nachdem die Städtebauförderung lediglich den Rückbau von Gebäuden fördert und das Förderprogramm der Stadt Mellrichstadt für Neubauten nicht anwendbar ist, sollte am Beispiel Bauerngasse 36 in Mellrichstadt darüber beraten werden, ob Neubauten in der Innenstadt im Rahmen des Förderprogramms Innenentwicklung förderfähig sind. Die Städtebauförderung möchte sich auf den Bestand alter Gebäude konzentrieren. Bei Wiederaufbau eines neuen Gebäudes entfällt die Förderung mit 30 Prozent (maximal 20 000 Euro). Bürgermeister Streit will, dass, wenn ein Haus abgebrochen wird und ein neues entsteht, die Stadt im Zuge der Gleichbehandlung wie in den Baugebieten draußen die Förderung im vollen Umfang übernehmen soll. Um die Innenstadt nicht zu benachteiligen, muss im Rahmen eines neuen Beschlusses eine Förderung zu 100 Prozent von Stadtseite vereinbart werden. Gegen zwei Stimmen wurde folgender Beschluss gefasst: „Nachdem die Regierung von Unterfranken festgelegt hat, dass Maßnahmen dritter nach Satzung nur noch für den Erhalt bestehender Gebäude im Sanierungsgebiet mit 60 Prozent bezuschusst werden, wird die Stadt in den Fällen, in denen nach Abbruch eines Altgebäudes ein Neubau errichtet wird, der den Regeln der geltenden Satzung entspricht, die 30-prozentige Förderung im Sinne der Gleichbehandlung von Kernstadt und Stadtteilen zu 100 Prozent übernehmen.“

    Dieses Häuschen in der Bauerngasse in Mellrichstadt soll abgerissen werden. Entstehen soll ein Wohn- und Geschäftshaus. Foto: Brigitte Gbureck

    Die SPD-Stadtratsfraktion hat den Antrag auf Einrichtung verschiedener Akzeptanzstellen für die Bayerische Ehrenamtskarte im Wirkungsbereich der Stadt Mellrichstadt gestellt. Der Stadtrat nahm den Antrag zur Kenntnis. Er wird zur Beratung an die Fraktionen weitergeleitet und in der nächsten Sitzung Thema sein.

    Aufträge vergeben

    Folgende Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung wurden bekanntgegeben. Für die Sanierung der Außenfassade und des Kirchturms/Dach der katholischen Kirche Eußenhausen soll eine weitere städtische Zuschussrate von 36000 Euro ausgezahlt werden. Für die Modernisierung des Wohnhauses Kapellengasse 3 wurde der Auftrag für die Estricharbeiten an die Firma Ortloff, Hohenroth, für 20824 Euro und für die Putz- und Malerarbeiten an die Firma Werner Beck aus Mellrichstadt zum Angebotspreis von 143998 Euro vergeben. Weiter wurde beschlossen, dass künftig alle Grundstücke im Bereich der Wasser- bzw. Kanalleitung den Anspruch haben, im öffentlichen Bereich auf Kosten der Allgemeinheit an das Leitungsnetz angebunden zu werden.

    Bearbeitet von Brigitte Gbureck

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