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    GROßEIBSTADT

    Heiße Duelle bei heißen Temperaturen

    Sommer, Sonne, Sonnenschein was gibt es da schöneres, als sich mit Freunden zu treffen und in der Natur etwas zu unternehmen. Trotz des extremen Sommers und den schweißtreibenden Temperaturen trafen sich etwa 60 Kubbspieler zu einem Turnier in Großeibstadt. Aus Nah und Fern reisten Teams an, um den Siegerpokal zu erringen. Nach vielen Treffen und noch mehr knappen Fehlwürfen stand am Ende fest, der Sieg bleibt in Franken, aber leider wieder nicht beim Veranstalter dem 1. Wikingerschachclub Dunnerkeil Größneuscht.

    Bereits zum vierten Mal organisierten die wikingerschachbegeisterten Großeibstädter ihren Frankenkubb. Und auch diesmal wurde die gute Vorbereitung und familiäre Atmosphäre von den weiter angereisten Teams sehr gelobt. In diesem Jahr stellte allerdings die Witterung eine besondere Herausforderung dar. Die aufschlagenden Wurfhölzer staubten auf dem überwiegend braunen Ausweichsportplatz. Für kurzzeitige Abkühlung sorgen Sonnenschirme und Pavillons sowie Wasserwannen. Trotz der Maßnahmen schwitzten alle Mitwirkenden, ob Spieler, Helfer des TSV Großeibstadt oder die Organisatoren vom WC Dunnerkeil Größneuscht und ihren Frauen den Gewürztraminern. Sie zeigten sich am Ende aber zufrieden mit dem Turnierverlauf.

    Eine besondere Ehre für die Macher ist die Mannschaft „Klotzilla“, die seit Beginn des Turnieres aus Zwickau anreist und sich jedes Jahr wieder auf diesen Termin freut. Während sie in den ersten beiden Jahren das Turnier gewinnen konnten, mussten sie sich das zweite Jahr in Folge geschlagen geben und mit Platz 3 begnügen. Ein anderes Team mit langer Anreise waren die drei Männer von „A wenig was treff mer“ aus Ansbach. Sie traten zum zweiten Mal an und konnten prompt den zweiten Sieg verbuchen. Im Gegensatz zu Klotzilla verfügen die Mittelfranken über kaum Turniererfahrung, zeigten sich aber sehr treffsicher. Neben den weit angereisten Favoriten gab aber auch ein Team aus Heidenheim, das sportlich zwar weniger überzeugen konnte, aber den Besuch im nächsten Jahr fest eingeplant hat.

    Die restlichen 16 Mannschaften setzten sich aus Grabfelder Lokalmatadoren zusammen. Vor allem Großeibstädter zeigen sich immer begeisterter von der nordischen Sportart, die hierzulande immer mehr Anhänger findet. Es gibt auch gute Argumente für eine Partie Kubb, auch Winkingerschach genannt. Es fördert die Gemeinschaft, denn es sind zwei bis zwölf Spieler miteinander und gegeneinander im Einsatz. Die Spieler können allen Altersklassen entstammen, sodass von Enkeln bis Großeltern alle miteinander in der Natur spielen. Und wie es sich für ein Spiel gehört, ist ordentlich Spannung geboten, denn geht eine Mannschaft in Führung können wenige Fehlwürfe dafür sorgen, dass der Vorsprung plötzlich dahin ist.

    Für alle, die noch nichts von der Sportart gehört haben können sich Anleitungsvideos im Internet ansehen, ein Spielset kaufen und sich eine Wiese suchen und loslegen. Einzige Voraussetzung: Man muss ein Rundholz werfen können. Wer dann noch die Holzquader (Bauern) der gegnerischen Mannschaft trifft, ist auf einem guten Weg, Gefallen an dem Spiel zu finden. Fällt am Ende der Partie der König, so kann man sich über den Sieg freuen. Dazwischen gibt es noch ein paar Regelfeinheiten, die den Wurfabstand verkürzen und somit einer Mannschaft einen großen Vorteil verschaffen können. Diese Feinheiten geben dem Spiel Spannung und Faszination.

    Von einem Großeibstädter war zu hören: „Keiner gibt zu zu trainieren, aber wenn man bei schönem Wetter abends durch das Dorf läuft, hört man es in den Gärten klacken.“ So war auch der Teilnehmerkreis von Jugendlichen bis Rentnern bunt gemischt. Zunächst wurde in der Gruppenphase gelost und für manchen ambitionierten Hobbykubber gab es doch klare Niederlagen gegen die Halbprofis. Im weiteren Turnierverlauf wurden aber alle Platzierungen ausgespielt, sodass die Duelle immer ausgeglichener und spannender wurden. An der Spitze kristallisierten sich schnell die Vorjahressieger und „Klotzilla“ als Favoriten heraus. Die erste Mannschaft des WC Dunnerkeil konnte ebenfalls gut mithalten und einen guten vierten Platz erringen. Überraschungsfinalist war aber das Team „Die drei Sombreros“, die mit eben diesem Kopfschmuck angetreten waren und durch konstant gute Leistungen sich bis ins Finale kämpften. Dort mussten sie allerdings im ersten Satz eine Kubblehrstunde hinnehmen. Das Siegerteam von „A wenig was treff mer“ trumpfte mit einem fast perfekten Spiel auf. Die Zuschauer, die das Finale in der Finalarena verfolgten, staunten nicht schlecht, ob des hohen Niveaus der Mittelfanken. Die Sombreros mit den Großeibstädtern Lukas und Benedikt Knobling konnten sich im zweiten Satz herankämpfen, mussten sich aber schließlich klar geschlagen geben.

    Für alle, die noch nicht genug Kubb an dem Tag hatten, fand am Abend noch ein Speedkubbturnier statt. Dabei treten zwei Spieler gegeneinander an und werfen die Bauern auf Zeit um. Ein tolles und spannendes Ereignis vor allem für die Zuschauer, die kräftig anfeuerten. Trotz angenehmer Abendtemperaturen waren der Sieger Thorsten Kuzer und der Zweitplazierte Peter Fischer außer Puste aber zufrieden.

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