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    TRAPPSTADT

    Helau mit Trappschter Narrenbräu

    Das gibt es nur in der Faschingssession: Das eindrucksvolle Taj Mahal zu Gast in Trappscht. Foto: Regina Vossenkaul

    In bester Stimmung und teilweise verkleidet warteten viele Gäste aus nah und fern an der Hauptstraße Trappstadts auf den Faschingszug, der sich schließlich mit lauten Sambatrommeln ankündigte. Was haben sich die Gruppen des TCV (Trappstädter Carnevals-Verein) und dessen Gäste diesmal ausgedacht? Der Zug, bei dem laute Musikwagen unerwünscht sind, hat seinen eigenen Charme und begeistert durch pfiffige Einfälle, beeindruckende Kostüme und Wagenbaukunst.

    Musikapellen aus der Umgebung bereicherten den Zug und motivierten die Zuschauer zum Mitsingen. Die Motive der Fußgruppen kamen aus allen Bereichen: Man konnte Indianer bestaunen, kleine Dinosaurier wie bei „Jurassic Park“, einen Bonbon-Verkaufsstand und viele „Schoko-Bons“ von der Kindergartengruppe, farbenprächtige Blumenfrauen und Jugendliche, die sich Gedanken zur Arbeitswelt gemacht haben („Hopp oder top – ich brauch einen Job“).

    Auch Daniel Düsentrieb und die Panzerknacker waren dabei

    Eine „Mäuseplage“ war unterwegs, es gab Drinks von einer Bahama-Bar und der Wilde Westen ließ grüßen. Eindrucksvolle bunte Schmetterlinge flatterten durch die Straßen und ganze Suppentöpfe, in denen von Gemüse bis Salzkartoffeln und Spaghetti vieles kochte, wurden mitgetragen.

    Die liebevoll angefertigten Wagen wurden jeweils von Fußgruppen ergänzt. An „70 Jahre Dagobert Duck“ erinnerte ein Gefährt, das von „Daniel Düsentrieb“ und den „Panzerknackern“ begleitet wurde. Einen riesigen Braukessel, ergänzt von mehreren „Biersorten“ des „Trappschter Narrenbräu“, fuhr eine Gruppe durch den Ort unter dem Motto „Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen.“

    Auf einem großen Narrenschiff hatte das Prinzenpaar Larissa I. und Sebastian I. alle Hände voll zu tun, die Süßigkeiten zu verteilen. Eine Gruppe hatte das Thema Doping aufgegriffen: Mit einer riesigen Spritze wurde russischen Radfahrern bei Olympia 2020 zum Sieg verholfen. Mit vielen Herzchen dekoriert erinnerte ein Wagen an den Valentinstag. Ganz in Weiß zeigte sich das „Taj Mahal“, das die Wagenbaugruppe nach Trappscht gebracht hat, begleitet von indisch gekleideten Faschingsfreunden.

    Begeisterung auch beim zweiten Durchgang

    Das Gefängnis steht leer, die Insassen laufen frei herum – eine Jugendgruppe hatte den „Knast“ samt Freilauf nachgebaut. Die Welt der Babys samt großem Bett hat eine andere Jugendgruppe aufgegriffen. „Las Vegas“ mit seinen Spielmöglichkeiten nahm die letzte Zug-Gruppe gekonnt aufs Korn.

    „Unglaublich, wie viel Mühe ihr euch gemacht habt“, sagte eine Zuschauerin, die sich darüber freute, dass es beim Zug in Trappstadt immer möglich ist, ein paar Worte mit den Darstellern zu wechseln, Bonbons aufzusammeln und beim zweiten Durchgang die Wägen und Fußgruppen von der anderen Seite zu betrachten. Am Dienstag ist bereits Faschingsbeerdigung und damit ist die kurze, aber heftige Faschingssession schon wieder vorbei.

    Trappstätter Narrenbräu: Ein überdimensionaler Braukessel fuhr durch den Ort. Foto: Regina Vossenkaul
    Wer kocht denn da?: Die vielen Kochsendungen mit und ohne Hilfsmittel wurden aufs Korn genommen. Foto: Regina Vossenkaul
    Trappstadt Helau: Viele fantasievolle Kostüme konnte man auch in diesem Jahr bewundern. Foto: Regina Vossenkaul

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