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    Hendungen

    Hendungen: Bahra an den Freistaat übergeben

    Nach der Übergabe der Bahra an das Wasserwirtschaftsamt ist der Weg zur Umgestaltung des Gewässers in Hendungen nun frei. Foto: Eckhard Heise

    Eines der in der jüngsten Vergangenheit wohl umstrittensten Vorhaben in Hendungen ist im Mai schon entschieden worden, wurde jetzt bei der Gemeinderatssitzung bekannt. Im  nichtöffentlichen Teil der damaligen Zusammenkunft war der Übergabe der Bahra an das Wasserwirtschaftsamt zugestimmt worden, informierte Bürgermeister Florian Liening-Ewert bei der Sitzung am Dienstag. Damit ist der Weg zur Umgestaltung des derzeit versiegten Gewässers im Bereich Gänsweid und Kirmesgarten nun frei.

    Nach jahrelangen Auseinandersetzungen um das Vorhaben kann durch dieses Übereinkommen die Renaturierung und Umgestaltung des Baches in Angriff genommen werden. Es ist aber nach wie vor umstritten, da die Abstimmung mit acht gegen vier Stimmen geendet hatte. Mit der Übertragung ist aber noch nicht eine unmittelbare Aufnahme der Arbeiten verbunden. Vielmehr soll die Öffentlichkeit bei der geplanten Umgestaltung einbezogen werden, bevor es an die Umsetzung gehe, ergänzte der Bürgermeister.

    Dorfgrabenweg wird als Abkürzung zur Biogasanlage benutzt

    Im weiteren Verlauf der Sitzung zeigten nach der Sommerpause die Gemeinderäte von Hendungen ausgeprägte Dialogbereitschaft. Ausführlich wurde zum Beispiel ein Antrag zu einem Straßenschild diskutiert. German Schüler stört sich danach an den schweren Fahrzeugen auf dem Dorfgrabenweg. Gerade zur Erntezeit werde die Strecke gern als Abkürzung zur Biogasanlage in Mellrichstadt benutzt, erklärte Schüler. Wie könne das verhindert werden, zumal ein Verkehrsschild mit Tonnagebeschränkung offensichtlich nicht beachtet werde, eröffnete der Mandatsträger die Diskussion. Seine Kollegen fragten sich jedoch, wie zwischen unerwünschtem und erwünschtem Verkehr unterschieden werden könne.

    Liening-Ewert machte darauf aufmerksam, dass demnächst bauliche Veränderungen im Einmündungsbereich zur Bahrastraße vorgenommen werden würden, was unter Umständen für eine Minderung des Verkehrs sorgen könnte. Letztendlich verständigte sich das Gremium darauf, dass Ausnahmegenehmigungen für Fahrzeuge erteilt werden sollen, die die Straße benutzen dürfen.

    Förderprogramm zur Entwicklung des Innenraums diskutiert

    Ebenso ausführlich widmete sich das Gremium einem Förderprogramm zur Entwicklung und vor allem der Belebung des Innenraums. Ein Arbeitskreis hatte zwar einen Satzungsentwurf erarbeitet, der aber manchem Mandatsträger zu allgemein gehalten war. Groß war vor allem die Sorge, dass die Unterstützung nicht die gewünschten Adressaten erreiche. Matthias Seifert machte sich außerdem intensiv Gedanken darüber, wie die Gebäude definiert werden sollten, die für eine Förderung in Frage kämen. Schließlich fand das Gremium die entsprechenden Formulierungen und beschloss die Aufstellung einer Satzung.

    Im weiteren Verlauf stimmte der Gemeinderat einer Vereinbarung zur Übernahme öffentlicher Wege und Anlagen der Teilnehmergemeinschaft zu. Dabei geht es um die künftige Unterhaltspflicht, die mit der Vereinbarung an die Gemeinde übergeht. Dafür erhält die Gemeinde vom Amt für ländliche Entwicklung eine Förderung von knapp 160 000 Euro. Ferner gab das Oberhaupt bekannt, wie mit der geplanten Aufstellung von Informationstafeln in den beiden Ortsteilen verfahren wird. Außerdem waren Nachträge der Firma Karlein abgesegnet worden, die bei den Kanalarbeiten in drei Gassen von Hendungen angefallen sind. Kein grünes Licht erhielt ein Bauantrag zur Aufstellung von Werbeanlagen in Rappershausen.

          

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