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    Bad Neustadt

    Hochkarätiges Musikerlebnis in der Karmelitenkirche

    Unter der Leitung von Tristan Meister gestaltete der Männerchor Vocapella gemeinsam mit den Damen von LaCappella in der Karmelitenkirche ein fantastisches Herbstkonzert.
    Unter der Leitung von Tristan Meister gestaltete der Männerchor Vocapella gemeinsam mit den Damen von LaCappella in der Karmelitenkirche ein fantastisches Herbstkonzert. Foto: Karin Nerche-Wolf

    (new) Die menschliche Stimme als das vollkommenste Instrument erleben durften die tief beeindruckten Besucher eines ganz besonderen Konzerts in der Karmelitenkirche. Zwei hierzulande wenig bekannte Vokalensembles traten mit ihrem meisterhaften Gesang vor gefüllten Bankreihen auf - dank eines glücklichen Umstandes.

    Michael Geier, Leiter der Bayerischen Verwaltungsstelle des Unesco-Biosphärenreservats Rhön, feierte am 9. November seinen 60. Geburtstag. Aus diesem Anlass beschenkte er sich selber und engagierte Sängerinnen und Sänger, deren Repertoire und musikalische Extra-Klasse ihn begeistern: das Ensemble LaCappella Burgholzhausen und das Ensemble Vocapella Limburg mit seinem Leiter Tristan Meister. Die Freude an ihrem himmlischen Gesang wollte Geier teilen, mit seinen Gästen und mit Zuhörern, die der offiziellen Einladung der evangelischen Kirchengemeinde gefolgt waren. Denn als Sänger der Evangelischen Kantorei teilte sich Michael Geier die Organisation mit dem Kantorenehepaar Karin und Thomas Riegler.

    Die beiden dürften die erhebende Stunde ebenso genossen haben wie alle anderen Besucher, darüber hinaus zeigten sie sich dankbar und erfreut, dass der wunderbare Gesang unter dem Benefizgedanken erklang. So darf sich der Freundeskreis Musica Sacra die Spenden mit der Bildungspartnerschaft Rhön-Grabfeld teilen.

    Schon der differenzierte Titel des Konzerts "Herbst - nicht nur romantische Chormusik gerahmt von J.S. Bach" ließ ahnen, dass sich der Zuhörer nicht bequem zurücklehnen konnte, sondern von den geistlichen und weltlichen Werken aus verschiedenen Epochen in seiner Aufnahmebereitschaft auch gefordert wurde. Aber diese Aufgabe machten die Interpreten zum Vergnügen.

    Sie widmeten sich mit äußerster Konzentration, Hingabe und musikalischer Brillanz den Bachschen Chorälen ebenso wie der Gregorianik Hildegard von Bingens und der litauischen Motette der Gegenwart, Max Regers Lobpreis auf die Schönheit der Erde ging ebenso zu Herzen wie Schumanns Nachtlied der Bleicherin. In genialer Weise ergänzten sich die fünf reinen Frauenstimmen von LaCappella zu einem harmonischen Klangkörper, der so fein nuanciert aufeinander abgestimmt war, dass man sich in himmlischen Sphären wähnte und gar nicht anders konnte, als ergriffen mit Mendelssohn die Augen zu den Bergen aufzuheben.

    Mit absoluter Präsenz und dynamischer Perfektion bestachen die Männer von Vocapella, einem preisgekrönten Ensemble, dem man nach diesem Erlebnis in der Karmelitenkirche häufiger lauschen möchte. Davon zeugten die stehenden Ovationen, die natürlich auch den Damen galten.

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