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    Bad Königshofen

    Im Einsatz für die Verkehrssicherheit

    Bei der Jahreshauptversammlung der Gebietsverkehrswacht (GVW) Bad Königshofen wurde deutlich, dass es sich nicht um einen Verein mit vielen Wettkämpfen und Einsätzen, Mannschaften und Festen ist handelt, sondern um eine Gemeinschaft von 170 Mitgliedern mit gemeinnützigen Zielen. Da keine Wahlen anstanden, war Zeit für einen Vortrag ihres Geschäftsführers, Fahrlehrer Harry Trott, in dem es insbesondere um das Thema Sicherheit im Straßenverkehr ging mit dem Schwerpunkt Begleitetes Fahren ab 17.

    Schulweghelfer

    Zunächst ließ Vorsitzender Thomas Helbling das vergangene Jahr Revue passieren. Schwerpunkt  sei wieder die Unterstützung der Schülerlotsen und Schulweghelfer gewesen, wobei das Projekt „erwachsene Schulweghelfer in Bad Königshofen“ inzwischen im 35. Jahr laufe. Vor 18 Jahren bekamen die Erwachsenen Unterstützung durch Schülerlotsen, zunächst aus der Hauptschule, später aus dem Gymnasium und seit einem Jahr aus der Realschule. Mit dem Ergebnis, dass an den  Brennpunkt-Übergängen kein einziges Kind verletzt wurde. Die GVW organisiert die Ausbildung und Einweisung durch zwei dafür zuständige Verkehrserzieher der Polizei, besorgt und bezahlt Ausrüstungsutensilien wie Westen, Jacken und Kellen, stellt den Schulen Spenden für kleine Anerkennungen für die Schüler zur Verfügung und lädt die Königshöfer, Saaler und Wülfershäuser Schulweghelfer ein Mal im Jahr zu einem gemeinsamen Essen ein. Vergleichbare Maßnahmen in Eyershausen, Irmelshausen und Sulzfeld werden bezuschusst.  

    Infos bei der Schuleinschreibung

    Ferner, so Helbling, schaffte die Verkehrswacht für die Grundschulen im Altlandkreis je ein „Velofit-Bag“ für die Verkehrserziehung in der Schule an. Ein Info-Stand anlässlich der Schuleinschreibung in der Grabfeld-Grundschule zur Aufklärung der Eltern über den Schulweghelfer-Dienst und eventuelle Mitarbeit sei dagegen kaum auf Interesse gestoßen. „Ich will mal sehen, vielleicht unternehme ich noch mal einen Versuch“, deutete der Geschäftsführer Harry Trott an. Seit der Verabschiedung von Ingrid Mocker in Waltershausen Ende vergangenen Schuljahres ist die gefahrenträchtige Bushaltestelle für die Grundschüler am Abzweig Richtung Saal beziehungsweise Wargolshausen/Wülfershausen unbesetzt. Die Gemeinde habe bisher keinen Nachfolger gefunden.

    Kassier Peter Lindemann berichtete, dass die Ausgaben schwerpunktmäßig in das Projekt Schulwegsicherheit sowie Lehr- und Lernmittel für Grundschulen und als Abgaben an die Landesverkehrswacht fließen. In dem Zusammenhang beschloss die Versammlung einen  Zuschuss für Nachmarkierungen auf dem Fahrrad-Übungsparcours an der Grundschule Untereßfeld.

    Schwerere Führerscheinprüfung

    „Ich gehe wieder einmal etwas gescheiter aus einer Versammlung der Verkehrswacht nach Hause,  als ich gekommen bin“, lobte Bürgermeister Thomas Helbling Harry Trott für seinen informativen Vortrag. In diesem ging es im ersten Teil um das begleitete Fahren ab 17. Das Mindestalter der Begleiter liegt bei 30 Jahren, so Trott. Sie müssen mindestens fünf Jahre im Besitz des Führerscheins Klasse B sein und dürfen maximal einen Punkt im Verkehrszentralregister haben. Im Fahrzeug gilt: Fahrer 0,0 Promille Blutalkoholkonzentration, Begleiter maximal 0,5 Promille. Im zweiten Teil von Harry Trotts Vortrag konnte sich die Versammlung anhand von Videoclips mit wechselnden Verkehrssituationen sowie den darauf bezogenen Prüfungsfragen auseinandersetzen. Die Testprüflinge, die oft falsch lagen, waren sich einig, dass die Führerscheinprüfung heute viel schwerer sei als früher.

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