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    AUBSTADT

    Im Ernstfall ein Problem: Enge Gassen und geparkte Autos

    Heulende Sirenen, Martinshorn und Blaulicht waren am späten Samstagnachmittag in Aubstadt zu hören. Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt hatte zu einer Übung mit besonderem Hintergrund in Aubstadt alarmiert. Enge Gassen, die oftmals auch noch in einem Gehöft enden, sind in kleineren Gemeinden keine Seltenheit. Wenn dann dort auch noch Autos parken, ist das im Ernstfall für die Feuerwehr ein großes Problem. Genau das war der Grund, warum die Aubstädter Feuerwehr beim Sommerfest eine Großübung startete, sagt Kommandant Julian Hochrein. Angenommen wurde ein Scheunenbrand in der Bullengasse und verletzte Personen in dem Gebäude. Alarmiert waren die Wehren aus Waltershausen, Herbstadt, Irmelshausen, Großeibstadt, Bad Königshofen und natürlich die Ortswehr Aubstadt. Damit waren an die 60 Wehrleute im Einsatz.

    Wie schwierig die Zufahrt zum Brandort war, zeigte sich bei der Anfahrt der Aubstädter Wehr, nachdem ein Auto auf der Straße geparkt war. So legte die zweite ankommende Feuerwehr denn auch die Schlauchleitung vom Eingang der Gasse bis zum Brandort. In der gegenüberliegenden Gasse hatte die Feuerwehr aus Großeibstadt die „Brandbekämpfung“ übernommen. Auch hier ging es sehr eng zu. Eine weitere Gefahr im Ernstfall, dass die Gebäude miteinander verbunden sind.

    So retteten die Floriansjünger eine vermisste Person aus dem Gebäude, die sich in einem Verbindungsgang befand, währen die Wehrleute aus Aubstadt den Innenangriff übernommen hatten. Von oben waren die Wehrleute aus Bad Königshofen mit der Drehleiter im Einsatz. Von den Fahrzeugen, den Hydranten und einer Zisterne wurde die entsprechenden Schlauchleitungen gelegt.

    Vor Ort war auch Bürgermeister Burkhard Wachenbrönner, um sich ein Bild von der Übung zu machen, außerdem zahlreiche Aubstädter, die die Übung mit verfolgten. Einsatzleiter Julian Hochrein, Kommandant der Aubstädter Feuerwehr, war es bei der Übung auch wichtig, dass Feuerwehrleute, die von auswärts kommen, wissen, wo in Aubstadt die Straßen und Gassen sind und wo sie die Anschlüsse für die Schlauchleitungen oder die Zisterne finden. Er verwies im Gespräch mit dieser Redaktion darauf, dass es immer wieder vorkommt, dass Autos achtlos an der Straße abgestellt werden, ohne darauf zu achten, dass sie vielleicht auf einem Unterflurhydrant stehen. „Im Ernstfall haben wir dann ein Problem und müssen den Fahrer ausfindig machen oder das Fahrzeug weg heben,“ sagte Julian Hochrein.

    Als Gast und Beobachter war Kreisbrandmeister Christoph Wohlfart aus Alsleben bei der Übung und mit dem Ablauf insgesamt zufrieden. Er achtete unter anderem auf das Vorgehen der Einsatzkräfte und darauf, dass die Schläuche keine Behinderung darstellen. Das könne im Ernstfall zu einem Problem werden, wusste er aus Erfahrung.

    „Wasser halt!“ hieß es nach kurzer Zeit und die Wehrleute konnten zum gemütlichen Teil des Nachmittags am Feuerwehrgerätehaus übergehen. Hier gab es natürlich die übliche Nachbesprechung, um künftig Fehler zu vermeiden.

    Bürgermeister Burkhard Wachenbrönner und auch ein Geburtstagskind aus Aubstadt, das an diesem Tag das 60. Lebensjahr vollendete, durften mit der Drehleiter nach oben fahren und ihren Ort aus der Vogelperspektive sehen. Aus rund 30 Metern Höhe hatte man einen weiten Blick auf Aubstadt, das Grabfeld, die Gleichberge, Ottelmannshausen, Herbstadt, Bad Königshofen und Merkershausen.

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