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    Herbstadt

    In Herbstadt: Neuer Treffpunkt für den Feierabend in Planung

    Pudelwohl fühlen sich anscheinend diese beiden Vierbeiner. Herrchen oder Frauchen muss jetzt in Herbstadt allerdings etwas mehr Hundesteuer zahlen. So beschloss es der Gemeinderat. Foto: Carsten Rehder

    Zu den Gemeinden, in denen alle Gasthäuser geschlossen haben, zählt auch Herbstadt. Zwar gibt es ein Sportheim, das aber immer nur zu Trainigszeiten oder an Spieltagen geöffnet hat. Jetzt ist eine Gruppe von Erwachsenen an den Gemeinderat herangetreten mit der Bitte, die seit einigen Jahren leer stehende Räume der  ehemaligen Gefrieranlage  künftig als kulturellen Treffpunkt nutzen zu dürfen. Wie Bürgermeister Georg Rath im Gespräch mit dieser Redaktion erläuterte, soll der Treff zunächst einmal die Woche geöffnet sein. Es soll Gelegenheit bestehen, sich zu unterhalten, Karten zu spielen oder auch mal ein Bier zu trinken. Deshalb wollen sich die Initiatoren auch um eine Schankgenehmigung bemühen. Der Gemeinderat unterstützt die Initiative durch die Beschaffung von Elektroheizkörpern, die in der kalten Jahreszeit gebraucht werden.          

    Weitere Vorbereitungen sind nicht notwendig, weil die Räume vor längerer Zeit umgebaut wurden, um dort eine Bäckerei-Verkaufsstelle einzurichten. Aus dieser Zeit stammt auch die Toilette. Die Filiale ist aber schon seit einigen Jahren wieder geschlossen. Bürgermeister Rath hofft, dass es im Zuge der Dorferneuerung möglich ist, die mitten im Ort gelegenen Räume herzurichten.  

    Höhere Hundesteuer, um Kriterien für eine Stabilisierungshilfe zu erfüllen 

    Hundehalter aus dem Gemeindegebiet müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom Donnerstag beschlossen, die jährliche Steuer von bisher 16 Euro, die für den ersten und jeden weiteren Hund fällig wurden, zu erhöhen. Für den ersten Hund müssen künftig 25, für jeden weitern 30 Euro im Jahr bezahlt werden. Die 200 Euro Mehreinnahmen, die durch die 65 Hunde im Gemeindegebiet so zusammenkommen, machen sich zwar in der Gemeindekasse kaum bemerkbar, sind aber laut Rath notwendig, um Kriterien für eine Stabilisierungshilfe zu erfüllen, die die Gemeinde beantragen will.

    Gemeinden, die in den  Genuss dieser Hilfe kommen wollen, sind gehalten, in vertretbarem Rahmen an der Gebührenschraube zu drehen. Mit der bisherigen Steuer von 16 Euro lag die Gemeinde nämlich im gesamten Grabfeld deutlich am günstigsten. Nach der Anhebung liegt die Gebühr aber immer noch etwas unter dem Durchschnitt.  Zum Vergleich: Die Stadt Bad Königshofen verlangt für den ersten Hund 50 Euro.   

    Im weiteren Verlauf der Sitzung, die nur zwei offizielle Tagesordnungspunkte umfasste, war dann ausreichend Gelegenheit, über aktuelle Themen, die das Dorf betreffen, zu sprechen. Dabei ging es auch um die Zukunft der Trinkwasserversorgung im Grabfeld, die ja am vergangenen Montag in der Sitzung der ARGE Thema war.    

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