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    BAD KÖNIGSHOFEN

    Spannende Lesestunde mit der Lionsclub-Präsidentin

    Großes Interesse: In der Darre organisierte die Stadtbibliothek im November vergangenen Jahres eine Autorenlesung mit Ru... Foto: Regina Vossenkaul

    Möglichst viele Kinder für das Lesen begeistern – dieses Ziel hat sich nicht nur das Team der Stadtbibliothek um Leiterin Annedore Dietz-Holzheimer gesetzt. Auch der Lionsclub Bad Königshofen weiß, wie wichtig das Heranführen des Nachwuchses an das gedruckte Buch ist und unterstützt deshalb die Bücherei schon seit Jahren bei der Ausgabe sogenannter Lesegutscheine.

    Die Bons, die alle Zweitklässler der Bad Königshöfer Grabfeldschule bekommen und ein ganzes Jahr lang zum kostenfreien Ausleihen von Büchern und anderen Medien in der Stadtbibliothek berechtigen, wurden wie immer im Rahmen einer „Lesestunde“ überreicht. Vor wenigen Tagen kam die amtierende Lionsclub-Präsidentin Renate Knaut persönlich in die Bücherei, wo sie schon ganz gespannt von den Kindern erwartet wurde. Denn sie hatte nicht nur die begehrten Gutscheine dabei, sondern auch das Buch „Herr Fuchs mag Bücher“, aus dem sie den Mädchen und Buben eine halbe Stunde vorlas.

    Spannend und kurzweilig

    Die Schüler der 2 B, die von ihrer Lehrerin Andrea Bauer in die Stadtbücherei begleitet wurden, hingen der Lions-Präsidentin förmlich an den Lippen, schließlich war die von ihr vorgelesene Geschichte ebenso spannend wie kurzweilig. Die Hauptrolle spielte ein gewisser Herr Fuchs, der Bücher zum Fressen gern hat. Immer wenn er eins fertig gelesen hat, verspeist er es mit Hochgenuss. Dass er sich sein Futter illegal beschafft, bringt ihn allerdings schnell in große Schwierigkeiten.

    Wichtiges Instrument

    Die Bibliotheks-Leiterin bedankte sich bei Renate Knaut und überreichte wie schon eine Stunde zuvor an die 2 A der Grabfeldschule die Lesegutscheine, die sie in einem Gespräch mit der Redaktion als wichtiges Instrument zur Leseförderung bezeichnete. „Kinder und Jugendliche sind bei uns die stärkste Benutzergruppe, und das soll auch noch lange so bleiben“, so Dietz-Holzheimer, die konkrete Zahlen nannte. So habe es im vergangenen Jahr 16 671 Ausleihen bei Kinder- und Jugendbüchern gegeben, was einem Anteil von 39 Prozent an den Gesamtausleihen entsprach.

    Lesefördertag des Gymnasiums

    Neben der Vorlesestunde für die Zweitklässler gibt es in der Stadtbücherei weitere Angebote für Schüler aller Altersklassen, wie zum Beispiel den Lesefördertag des Gymnasiums im November. „Dabei kommen beide fünfte Klassen sowie zwei Gruppen der elften Klassen in die Bibliothek und erfahren Wissenswertes über die Bücherei und die Möglichkeit der Fernleihe“, erklärt die Leiterin der Stadtbücherei, die zudem an die Besuche von Kindergartengruppen und die Teilnahme am städtischen Kinderferienprogramm erinnerte. Auch das Bad Königshöfer Christkind habe kurz vor Weihnachten wieder die Einrichtung besucht.

    Positive Jahresbilanz

    Natürlich kamen auch die erwachsenen Besucher der Stadtbibliothek wieder auf ihre Kosten, was sich an der Zahl der Ausleihen von „Schöner Literatur“ (12 077) und Sachbüchern (2621) festmachen lässt. Erfreulich viele Zuhörer lockte zudem eine von der Stadtbücherei organisierte Autorenlesung Ende November an, als Rudolf Full in der Darre aus seiner Romanbiografie „Tinas gestohlene Kindheit“ vorlas. Alles in allem zieht Annedore Dietz-Holzheimer eine positive Jahresbilanz. „Die Stadtbücherei wurde auch 2017 wieder sehr gut frequentiert.“

    Zahlen und Fakten aus dem Jahresbericht der Stadtbibliothek

    Die Stadtbibliothek in Bad Königshofen besuchten im vergangenen Jahr 786 aktive Leser. Dazu kamen 83 Online-Nutzer. Im Jahr 2016 waren es 781 aktive Leser und 61 Online-Nutzer. Insgesamt standen den Nutzern 15 600 Medien zur Verfügung. Eine Spende der Allianz Grabfeldgau erhöhte den Erwerbungsetat um 1000 Euro, durch aktive Werbemaßnahmen konnten weitere 760 Euro erwirtschaftet werden. Spitzenreiter unter den Buchausleihen waren im Jahr 2017 bei den Erwachsenen nach wie vor die „Frankenkrimis“ sowie Bücher der Autorin Lucinda Riley. Bei den kleinen Lesern standen „Olchi-Bücher“ hoch im Kurs. Spitzenreiter waren alle Bände der „Gregs Tagebuch Reihe“ und die Bände von Lotta-Leben. Ausleihen gab es insgesamt 43 196. 39 Prozent entfielen auf Kinder- und Jugendbücher, 28 Prozent auf „Schöne Literatur“, 6 Prozent auf Sachbücher und 27 Prozent auf Non-Book-Medien.

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