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    Sulzfeld

    Junge Leute machen Druck und fordern Baugebiet in Leinach

    Still ruht der See und mit ihm der Campingplatz. In der jüngsten Sitzung beschloss der Sulzfelder Gemeinderat Tariferhöhungen.  Foto: Michael Petzold

    Dieser Antrag erreichte die Gemeindeverwaltung nicht rechtzeitig, um noch auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung aufgenommen zu werden. Dennoch wird dem Wunsch von 26 Personen aus Leinach höchste Priorität zugemessen, wie nicht nur Bürgermeister Jürgen Heusinger deutlich machte. Die jungen Leute fordern in dem Schreiben die Gemeinde dazu auf, die Erschließung des zweiten Teils des Baugebietes Gartenäcker umgehend in die Wege zu leiten, weil in Leinach, bis auf ein gemeindliches Grundstück , keine Flächen zur Wohnbebauung zur Verfügung stünden. Finde man die in Leinach nicht, drohe die Abwanderung in andere Orte.

    Gemeinde will Ackerland kaufen

    Acht Bauplätze könnten in dem Gebiet entstehen. Bei zwei der Bauplätze müsste allerdings erst eine Freileitung in die Erde verlegt werden. Das soll aber erst geschehen, wenn sonst alles klar ist. Dazu gehört erst einmal der Bodenerwerb. Möglichst bald soll mit den Eigentümern Kontakt aufgenommen werden. Grundsätzlich erklärte dazu Heusinger: "Die Gemeinde würde gerne Ackerland kaufen, um Baugebiete ausweisen zu können, die dann von heimischen Familien genutzt werden könnten." Schon in der nächsten Gemeinderatssitzung will man sich wieder mit dem Thema beschäftigen.

    Tarife fürs Camping am Badesee werden angehoben  

    Die Zeit bringt es mit sich, dass vieles teurer wird. Das gilt auch auch für den Campingplatz am Sulzfelder Badesee. Jetzt, nach Ende der Saison, beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag um Tariferhöhungen, die aber in den meisten Fällen moderat ausfielen, um die Campingfreunde nicht zu verschrecken. Den kräftigsten Zuschlag beschlossen die Gemeinderäte für die Mietwohnwagen. Hier steigt die Tagesrate  von 30 auf 40 Euro. Für Kinder werden künftig zwei Euro statt bisher 1,50 Euro und für Campingplatznutzer ab 15 Jahren ab der neuen Saison sechs statt bisher fünf Euro fällig. Erhöht wurden auch die Tagesgebühren für  ein Reisemobil oder einen Caravan von acht auf zehn Euro.       

    Dauercamper zahlen künftig für drei Monate 450 statt bisher 350 Euro, für vier Monate werden 550 statt wie bis jetzt 450 Euro berechnet. Dafür muss dann keine Personenpauschale mehr entrichtet werden. Eine Handvoll Dauercamper nutzen den Platz auch als Erstwohnsitz, wie Bürgermeister Jürgen Heusinger erklärte. Das soll in Zukunft nicht mehr möglich sein. Eine entsprechende Satzung sei in Arbeit. Im Falle einer Obdachlosigkeit müsste sich die Gemeinde nämlich um die Personen kümmern, was man vermeiden möchte. Zudem widerspreche der Erstwohnsitz auch dem Charakter eines Campingplatzes, bei dem es sich um eine Freizeiteinrichtung handele, so Heusinger weiter.      

    Hundeklos im Probelauf

    Für Diskussion sorgte die Frage, ob es sinnvoll ist, auf dem Campinggelände Behälter mit Tüten für Hundekot aufzustellen.Schließlich einigte man sich darauf, zunächst probeweise je einen Behälter mit verrottbaren Beuteln beim Spielplatz und vor dem Campingbereich aufzustellen. Zudem sollen noch zahlreiche Hinweisschilder darauf aufmerksam machen, dass Hunde weder auf dem Sandstrand noch im Wasser etwas zu suchen haben. Beschlossen wurde zudem, dass pro Tag und Hund auf dem Campingplatz künftig zwei Euro zu entrichten sind, Dauercamper bezahlen fünf Euro im Monat. Die Gemeinde will damit deutlich machen, dass die Beseitigung der Hinterlassenschaften der Vierbeiner mit einem erheblichen Aufwand verbunden ist.

    Dazu passt auch eine Verordnung über das freie Umherlaufen von Hunden, die  nicht nur für den Campingplatz, sondern für die ganze Gemeinde gilt. Demnach müssen große Hunde, das sind laut Verordnung Tiere mit einer Schulterhöhe von mindestens 50 Zentimetern, und Kampfhunde in öffentlichen Anlagen sowie auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen  immer an der Leine  geführt werden.

    Zum Wahlleiter für die Kommunalwahl am 15. März 2020 wurde Andreas Räth berufen, zur seiner Stellvertreterin Waltraud Kleinert. Schließlich erteilte der Gemeinderat noch das gemeindliche Einvernehmen  für ein Zweifamilienwohnhaus mit Stellplätzen in Kleinbardorf, einem Umbau mit Balkonanbau in Sulzfeld und einem Vorbescheid zur Errichtung eines 1,5-geschossigen Einfamilienhaus es in Leinach.  

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