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    Bad Neustadt

    Kaffeeduft strömt bis Berlin

    Andächtig lauschten die Genossen um die beiden Bundestagsabgeordneten Sabine Dittmar (3. von rechts) und Bernd Rützel (2. von links) den Ausführungen von Kaffee-Röster Jochen Mölter (rechts). Foto: Eckhard Heise

    Dem Kaffeeduft, den die Rösterei in Mühlbach verströmt, konnten auch die SPD-Spitzen der Region nicht widerstehen. Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar hatte aus einem Zeitungsbericht von dem Betrieb von Jochen Mölter erfahren und war so angetan, dass sie zu einer Kaffeerunde mit einem informellen Austausch in die Manufaktur hinter dem Gemeindehaus lud.

    Betreiber Jochen Mölter ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, um seine Besucher ausgiebig in die Geheimnisse guten Kaffees einzuweihen und die Geschäftsidee von "MEE KAFFEE" zu erklären. Zwischen vollen Jutesäcken mit fast schon künstlerischen Aufdrucken der Herkunftsländer aus aller Welt informierte er über das Röstverfahren. Neben Dittmar lauschten Bundestagsabgeordneter Bernd Rützel, Bezirksabgeordneter Bernhard Ruß, Kreisvorsitzender René van Eckert, Rita Rösch, Egon Friedel und Matthias Kihn.

    Nach einer Einführung musste Rützel mit anfassen, als Mölter den Rohkaffee in die Röstanlage schüttete. Etwa zwanzig Minuten wird der Rohkaffee schonend geröstet und danach in einem großen Sieb langsam abgekühlt, erklärte Mölter. Durch einen bei ihm längeren Röstprozess als bei herkömmlichen Produzenten entfalte der Kaffee sein Aroma viel sanfter und werde dadurch verträglicher, schwärmte der Bad Neustädter, der vor sechs Jahren mit einer Kaffeerösterei in Volkach begonnen hat und 2017 dann den Betrieb in Bad Neustadt eröffnete. Auf Grund positiver Entwicklung habe er das Sortiment ausweiten können und biete jetzt 28 Sorten an.

    Da Politiker zu den größten Kaffeetrinkern zählen sollen, war es denn kein Wunder, dass die Fragen auf Mölter einprasselten. "Was ist die ideale Trinktemperatur, was ist das beste Filterverfahren, wie lange sollte Kaffee höchstens in der Thermoskanne bleiben?" Da sich der Geschäftsbetreiber auf dem Gebiet inzwischen intensiv weitergebildet hat, hatte er auf jede Frage auch eine Antwort, aber letztendlich entscheidet der persönliche Geschmack, "wie es ihnen am besten gefällt".

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