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    Strahlungen

    Karola Back tritt nicht mehr an

    Karola Back, Bürgermeisterin von Strahlungen, tritt bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr an. Foto: Claudia Buhl-Löwinger

    "Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr zu kandidieren, sollte sich ein Jüngerer für das Bürgermeisteramt interessieren. Dies ist der Fall, deshalb stelle ich mich im nächsten Jahr nicht mehr zur Wahl."

    Nach ihrem Bericht und vor der Diskussion in der Bürgerversammlung teilte Bürgermeisterin Karola Back den Strahlunger Bürgern ihren Rückzug aus der Kommunalpolitik mit. Sie werde sich jedoch bis zur Kommunalwahl im März 2020 mit voller Tatkraft für die Belange der Gemeinde einsetzen, erklärte sie weiter. Eigentlich fühle sie sich mit dann 62 Jahren noch fit, werde jedoch der Jugend den Vortritt lassen, sagte sie. Sie werde sich dann im nächsten Jahr ganz aus der Politik zurückziehen, ergänzte sie noch.

    SuedLink: Gegenwehr angekündigt

    In der Diskussion selbst gab es wenige Punkte, die die Bürger ansprachen. Bettina Nöth machte auf die SuedLink-Trasse aufmerksam, die möglicherweise Strahlunger Gebiet kreuzt. Hierzu wird sich Karola Back in den nächsten Tagen mit anderen betroffenen Gemeinden und dem Landratsamt zusammensetzen, um Strategien zur Gegenwehr auszuarbeiten.

    Erich Heinrich, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, freute sich, dass das Feuerwehrhaus jetzt gebaut werden darf. Er wies darauf hin, dass sehr viel Eigenleistung erforderlich ist. Die Feuerwehrler werden sich stark mit ihrer Arbeit einbringen. Jedoch bat er auch die Strahlunger Bürger, mit Rat und Tat mitzuhelfen.

    Straße ist marode

    Bettina Nöth fragte nach der Sirene im Kirchturm. Diese sei abgelehnt worden, sie komme jetzt aufs neue Feuerwehrhaus, erklärte die Bürgermeisterin. Harald Geis machte auf die marode Straße bei Rheinfeldshof aufmerksam. "Sie bröckelt sehr stark." Gemeint ist ein Teil der Verbindungsstraße von Bildhausen nach Rödelmaier. Das Problem sei erkannt, erwiderte Karola Back. Am 20. Mai wird es eine Ortsbegehung in Rheinfeldshof geben, dann wird auch die Straße angeschaut.

    Zu Beginn der Bürgerversammlung gab Bürgermeisterin Karola Back die aktuellen Zahlen zur Gemeinde bekannt. So zählt Strahlungen derzeit 988 Einwohner. 30 Zuzügen stehen 29 Wegzüge gegenüber. Neun Geburten, sieben Sterbefälle und drei Eheschließungen waren zu verzeichnen. Kurz vor der Fertigstellung befindet sich das Jugendhaus. Das Projekt wird eigenverantwortlich von den Jugendlichen des Clubs erstellt. Von der Gemeinde gab es einen Baukostenzuschuss von 35 000 Euro dazu. Backs Dank galt den jungen Leuten für die immense Eigenleistung.

    Feuerwehr: Eigenleistung gefragt

    Eines der neuen Projekte in Strahlungen: die Sanierung der Feuerwehrgerätehalle und der Bau des Feuerwehr-Sozialgebäudes daneben. Foto: Brigitte Chellouche

    Zum aktuellen Stand in Bezug auf die Feuerwehr erklärte die Bürgermeisterin, dass die bestehende Feuerwehrgerätehalle saniert wird. Daneben entstehe ein Sozialgebäude mit Umkleidekabinen, Mannschaftsräumen und Sanitärräumen. Es bräuchte jedoch viel Eigenleistung, um den Umbau finanziell stemmen zu können. Nach Fasching 2020 wird mit der Sanierung der Günter-Burger-Halle begonnen, zählte Karola Back weiter auf. Hier ginge es nicht um Verschönerung, sondern einzig und allein um Barrierefreiheit, Brandschutz und neue Technik.

    Ärgernis: Wildes Parken 

    Der Premium Wanderweg "Strahlungen" sei mittlerweile zertifiziert, sagte die Bürgermeisterin. Er erfreue sich größter Beliebtheit. Ein Ärgernis sei jedoch das wilde Parken. Als Folge davon werden die Parkplätze ausgeschildert. Das Baugebiet Zehnt III werde gut angenommen, berichtete sie weiter. Von den insgesamt 14 Bauplätzen sind bereits neun verkauft. 

    Die Rahmenplanung für den Bereich Hauptstraße/Sonnenstraße steht an, der Förderantrag für die Durchführung eines Quartiermanagements für die Seniorenarbeit muss gestellt werden und die Einweihung des Kunstrasenplatzes steht an, teilte die Bürgermeisterin mit. Ihr Dank galt allen Ehrenamtlichen für die große Hilfe. "Euer Einsatz ist unbezahlbar." Ferner dankte Karola Back allen Vereinen und für die Gemeinde engagierten Bürgern, den Gemeinderäten und speziell ihrem Stellvertreter Johannes Hümpfner für die Unterstützung.

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