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    Strahlungen

    Karola Back tritt nicht mehr an

    Ein "Prost" auf die verbleibenden Monate als Strahlunger Bürgermeisterin: Karola Back (links) tritt im kommenden Jahr bei der Kommunalwahl nicht mehr an. Das Bild zeigt sie bei einem vergangenen Weinfest mit der Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär, dem 2. Bürgermeister Johannes Hümpfner und der Hammelburger Weinprinzessin Annika Kuchenbrod. Foto: Regina Vossenkaul

    Auf großes Interesse stieß die diesjährige Bürgerversammlung in der Günter-Burger-Halle. Bürgermeisterin Karola Back und ihr Ratsgremium hatten zunächst jede Menge interessante Zahlen aus der Verwaltungsgemeinschaft parat und dann kam die Mitteilung, mit der wohl keiner gerechnet hatte: "Ich trete bei der nächsten Wahl nicht mehr an und lege mein Amt in jüngere Hände. Aus meiner Partei wurde nach vielen Gesprächen ein möglicher Nachfolger gefunden". Bürgermeisterin Karola Back fügte an, dass sie sich auch im letzten Jahr ihrer Amtszeit voller Tatkraft für die Belange der Gemeinde einsetzen werde. Dies nahm man so in der bestens gefüllten Halle zur Kenntnis.

    In den vergangenen drei Jahren wuchs die Bevölkerung der Kommune stetig. Aktuell zählt Strahlungen 988 Einwohner. Back fügte dazu an, dass das Dorf langsam wachse, "zu schnell wäre auch nicht gut". Ein Viertel der "Strahlunger" sei über 65 Jahre alt und so dürfe man neben der Jugend auch die Bedürfnisse von Senioren nicht aus den Augen verlieren. Wichtig ist die Schaffung von entsprechendem Wohnraum. Einen Appell richtet sie aber auch an alle "Häusle-Besitzer", die prüfen sollen, ob nicht so manche leerstehende Wohnung vermietet werden könnte.

    Beim Feuerwehrhaus geht es endlich voran

    Aktuell sind 47 Gewerbebetriebe gemeldet und in Strahlungen wird gerne gefeiert, was 19 Schankerlaubnisse unterstreichen. 53 Kinder ab dem ersten Lebensjahr besuchen den Kindergarten St. Nikolaus. Dank der großen Eigenleistung der Dorfjugend und einer Finanzspritze in Höhe von rund 40 000 Euro ist der Jugendtreff fast fertiggestellt, so die Bürgermeisterin, die für den Strahlunger Nachwuchs nur lobende Worte fand. Zum Thema Feuerwehrhaus wurde berichtet, dass es nun endlich voran gehe. Das alte Florian-Domizil wird saniert und ein neues Sozialgebäude kommt. Die Gemeindechefin sowie der erste Vorsitzende des Feuerwehrvereins Erich Heinrich rührten kräftig die Werbetrommel für engagierte freiwillige Helfer. Die Sirene kommt nicht auf den Kirchturm, denn das Bistum gab dazu kein grünes Licht. Jetzt soll sie auf dem neuen Feuerwehrhaus alarmieren.

    Mit 1,2 Millionen Euro Fördermittel rechnet man bei der Sanierung des Bürgerzentrum Günter-Burger-Halle. Barrierefreiheit und Brandschutz stehen neben der zu modernisierenden Haustechnik im Fokus. Zum neuen Premium-Wanderweg bemerkte Back, dass der neue Flyer fertig sei und durch eine Parkplatz-Beschilderung soll dem "Wildparken" entgegengewirkt werden. In diesem Jahr werden die letzten Lampen auf LED umgestellt.

    Noch ein paar Grundstücke im Baugebiet "Zehnt III"

    Insgesamt zählten die Räte 15 zu behandelnde Bauanträge. Einige davon betrafen das neue Baugebiet "Zehnt III", wo noch ein paar Grundstücke zu haben sind. Wegen der großen Nachfrage soll ein Maschinenhallengelände am östlichen Ortsrand entstehen. 2018 wurden Investitionen von 1 781 000 Millionen Euro getätigt. Obwohl keine neuen Kredite aufgenommen wurden, konnte der Schuldenstand um 60 000 Euro reduziert werden. Mit knapp 790 000 Euro steht man in der Kreide. Die allgemeinen Rücklagen aus dem vergangenen Jahr liegen bei 123 000 Euro.

    In Strahlungen bewegt sich trotz Sparkurses und engem Finanzgürtel viel. Die Bürgermeisterin lobte das florierende Vereinsleben und die lebendige Gemeinschaft im Dorf. Durch Eigenleistung könne so mancher Euro eingespart werden. Neben dem Abschluss des ISEK-Programms stehen beim Blick in die Zukunft die Waldflurbereinigung, die Verlegung des Grünabfallplatzes, so manche Erschließungsmaßnahme, die Weiterführung der Gestaltung der Fläche oberhalb des Rathauses oder die Weiterführung der Innenentwicklungsmaßnahmen auf dem Plan. Diesbezüglich berichtete die Bürgermeisterin vom Wettbewerb "Gütesiegel Heimatdorf", bei dem man bereits unter den letzten vier Gemeinden ist.

    Kritik an verschmutzter Fahrbahn Richtung Salz

    Bettina Nöth hinterfragte weiße Markierungen im Wald. Inwieweit diese etwas mit der vieldiskutierten und ungeliebten SuedLink-Trasse zu tun haben, konnte keiner beantworten. Sie wünschte sich einen Informationsabend in Strahlungen zu diesem Thema. Feuerwehrvereinsvorsitzender Erich Heinrich rührte die Werbetrommel für freiwillige Helfer für die Sanierungs- und Baumaßnahmen am Feuerwehrhaus und Dieter Nöth kritisierte die oft verschmutzte Fahrbahn in Richtung Salz. Vor allem auf der Höhe der Werksausfahrt. Back fügte an, dass es sich bei der Straße um eine Kreisstraße handle und die Kommune da nichts machen könne. Harald Geis bemerkte, dass man in Rheinfeldshof der Steinzeit entgegen gehe. Zumindest beim Blick auf die Straßen. Das Problem auf der Strecke zwischen Maria Bildhausen und Rödelmaier sei bekannt, so Back. Im Rahmen der nächsten Ratssitzung am 20. Mai möchten sich die Mandatsträger selbst ein Bild vor Ort machen.

    Die Günter-Burger-Halle soll im nächsten Jahr saniert und behindertengerecht umgebaut werden. Die Kommune plant mit einer 1,2 Millionen schwere Finanzspritze. Die Haustechnik soll zudem auf den neuesten Stand gebracht werden und der Brandschutz steht besonders im Fokus. Foto: Andreas Sietz

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