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    Bad Königshofen

    Keine Mehrheit für Wohnblöcke am Hohen Markstein

    Die größere der beiden Imbisshütten am Marktplatz soll modernisiert und mit einigen Sitzplätzen sowie Begrünung ausgestattet werden. Dem stimmte der Bauausschuss jetzt zu. Foto: Regina Vossenkaul

    Mehrere Bauanträge, Bauvoranfragen und Auftragsvergaben standen auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bauwesen, Umwelt und Verkehr. Über fast alle Anträge wurde einvernehmlich schnell entschieden. Länger diskutiert wurde über zwei Anträge auf Vorbescheid, bei denen die Argumente ausgetauscht wurden.

    Ein Bauherr plant nördlich der Straße Hoher Markstein den Bau von drei Wohnblöcken mit je fünf Wohnungen sowie den Bau von acht Reihenhäusern mit kleinen Gärten, insgesamt würden also 23 Wohneinheiten entstehen. Die Bedenken der Verwaltung, die deshalb empfohlen hat, das gemeindliche Einvernehmen nicht herzustellen, trug Bürgermeister Thomas Helbling vor. Von den drei Mehrfamilienhäuser würden zwei im Mischgebiet und eines schon im offiziellen Gewerbegebiet liegen. In einem Gewerbegebiet ist Wohnbebauung nur gestattet, wenn Wohnraum für Aufsichts- und Bereitschaftspersonal, Betriebsinhaber oder Betriebsleiter eines dort ansässigen Gewerbebetriebs geschaffen wird.

    Behinderung von Gewerbe

    Neben den drei Wohnblöcken gibt es bereits den Plan, eine Waschstraße entstehen zu lassen, informierte Helbling. Auch das Mischgebiet habe dort bereits den Charakter eines Gewerbegebiets mit dem Hohen Markstein als einer Art Trennlinie zur Wohnbebauung mit einigen Einzelhandelsgeschäften auf der anderen Seite. Die Argumente, Wohnungen werden dringend gebraucht und man könne froh sein, dass sich ein Investor gefunden habe, standen den Bedenken, eine positive Entscheidung würde die gewerbliche Entwicklung der Stadt behindern, gegenüber. Außerdem gäbe es innerorts Möglichkeiten Wohnungen zu bauen, führte ein Stadtrat an. Ganz knapp, mit sieben gegen sechs Stimmen wurde dem Beschlussvorschlag der Verwaltung - also der Ablehnung - zugestimmt.  

    Mit nur einer Gegenstimme waren sich die Stadträte beim zweiten Antrag auf Vorbescheid einig. "Da ist Ärger vorprogrammiert", hieß es auch bei der Betrachtung der Pläne für die acht Reihenhäuser, denn in der Nähe gibt es einen Aussiedlerhof mit dem entsprechenden Emissionsschutzradius und den üblichen Belästigungen durch einen viehhaltenden Bauernhof. Keine Straße, sondern ein Betonweg führt dorthin und wird auch von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Obwohl im Mischgebiet liegend, in dem Wohnbebauung zugelassen werden kann, waren sich die Stadträte einig, auch diese Anfrage abzulehnen.

    Erweiterung für Tedi

    Keine Einwände gab es zum Bauantrag für ein Einfamilienwohnhaus mit Garagen in der Straße "Lange Bünd", zum Neubau einer Lagerhalle im Bereich des Bebauungsplans "Am Gottesacker" und zur Erweiterung der Außenverkaufsfläche für Pflanzen bei einem Gewerbebetrieb am "Hohen Markstein". Beim letztgenannten Antrag gab es eine Gegenstimme. Mit zwei Gegenstimmen wurde dem Bauantrag auf Erweiterung des ehemaligen Norma-Marktes und der Nutzung durch TEDI zugestimmt. Einem Antrag auf Vorbescheid hatte die Stadt bereits zugestimmt, das Landratsamt jedoch noch nicht. Die größere Marktplatz-Hütte soll modernisiert und mit einem beweglichen Außen-Sitzbereich ausgestattet werden, hierzu war die denkmalschutzrechtliche Erlaubnis notwendig, die auch erteilt wurde. Der Mieter wird jedoch auf die Umgestaltung des Marktplatzes in einigen Jahren hingewiesen.

    Auftragsvergaben gab es für die Sanierung und Erweiterung der Therapieabteilung der FrankenTherme: Die Heizungsarbeiten erledigt die Firma Ress, Bad Königshofen für 122000 Euro, die Elektroarbeiten die Firma Geuppert in Hofheim für knapp 460 000 Euro und die Trockenbau-, Putz- und Malerarbeiten die Firma Römhilder Werkstätten Maler GmbH für 228 000 Euro. Der Auftrag für den Gerüstbau ging an die Firma Marcus Schmidt in Oberstreu für 14 062 Euro, die Fliesen- und Plattenarbeiten an die Firma Frank Pittner, Leinach, für 120 000 Euro. Bei der Vergabe der Sanitärarbeiten muss noch einmal Rücksprache gehalten werden, weil der günstigste Angebotspreis weit über den erwarteten Kosten liegt.

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