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    Salz

    Keine freien Plätze im Sälzer Kindergarten

    Der Schein trügt. Der Sälzer Kindergarten platzt auch wegen frühen Buchungen aus allen Nähten. Für die nächsten zwei Jahre geht nichts mehr, so die Aussage aus der jüngsten Ratssitzung. Nun begibt sich der Rat auf die Suche in Nachbargemeinden nach freien Kindertagesplätzen. Foto: Andreas Sietz

    Salz ist ein beliebter Wohnort und die Bauanfragen beschäftigen immer wieder die Räte um Bürgermeister Martin Schmitt. Vor allem junge Familien zieht es in das Lindendorf. Nun stehen die Mandatsträger vor einem Problem. Der neue Kindergarten, welcher der größte im ganzen Kreis sei, verfügt über keine freien Plätze mehr und es können für die nächsten zwei Jahre keine Kinder mehr aufgenommen werden. Ein Grund hierfür sind unter anderem die Reservierungen und die Kommune steht vor einer echten Aufgabe.

    Aktuell besuchen neun Kinder aus anderen Gemeinden den Kindergarten in der Gemeinde. Dem stehen 13 Kinder aus Salz gegenüber, die ein Kinderdomizil außerhalb der Kommune besuchen. Anbauen geht nicht und ein Container oder ein Waldkindergarten wurden zwar angesprochen, aber wären nicht zielführend. Flexiblere Arbeitszeiten des Personals würden auch nicht unbedingt zur Lösung führen. Nun geht die Kommune als Sofortmaßnahme "Klinken putzen" in benachbarten Gemeinden, ob deren Kindergärten noch freie Kapazitäten aufweisen können.

    Geschichtsluft live schnuppern 

    Im August gehen die Forschungsarbeiten im kaiserlichen Pfalzgebiet der Friedrich-Schiller-Universität Jena in die nächste Runde. Diesmal nicht auf dem Veitsberg, sondern in der Saaleaue in Richtung Niederlauer. Dort wollen zehn Studenten unter fachlicher Anleitung ein Grubenhaus systematisch ausgraben und auf geschichtliche Spurensuche gehen. Am 15. August ist ein öffentlicher "Grabungstag" geplant. Dann kann man "live" bei der Ausgrabung Geschichtsluft schnuppern. Die Kosten für die nächsten drei Jahre teilen sich wieder Bad Neustadt, Hohenroth und Salz im "60-20-20 Modus". Das Lindendorf berappt in diesem Zeitraum 18 000 Euro für die kaiserliche Schatzsuche.

    Ein Bauwilliger stellte zum Neubau eines Wohnhauses mit Walmdach neben seiner Vierfachgarage "Am Frohnhof" eine formlose Bauvoranfrage. Gegen diese gab es keine Einwände. Grünes Licht gab es auch für die Errichtung eines Wintergartens am bestehenden Wohnhaus im Siedlerweg. Da der Bauantrag für eine Fertigungs- und Lagerhalle in Leichtbauweise mit Bürotrakt "Am Kebigsgraben" den Festsetzungen des Bebauungsplanes entspricht, nahmen die Räte diesen nur zur Kenntnis.

    Auftragsvergaben in Salz

    Abschließend teilte Gemeindechef Schmitt aus nichtöffentlichen Sitzungen mit, dass die Metallbauarbeiten (Toranlage) am neuen Feuerwehrhaus für knapp 60 000 Euro an die Firma Georg Walz aus Heidenheim ging, die Auftragsvergabe für Mobiliar (Küche) ging mit 8300 Euro an die Firma Angermüller aus Salz und der mittlerweile fünfte Nachtrag für Erd-, Mauer- und Betonarbeiten am neuen Feuerwehrdomizil ging für rund 1100 Euro an die Firma Scheuplein aus Bad Neustadt.