• aktualisiert:

    Bad Neustadt

    Kinderschutz braucht Netzwerke

    Erstmals fand ein regionales Fortbildungsangebot zum Thema Schutz des Kindeswohls im Landratsamt Rhön-Grabfeld statt. Foto: Markus Till

    20 Fachkräfte aus verschiedenen Berufsfeldern des Sozial- und Gesundheitswesens nahmen an einer zweiteiligen Fortbildung zum Thema Kinderschutz teil, die erstmals in dieser Form im Landratsamt Rhön-Grabfeld durchgeführt wurde. Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft Kinderschutz, ein Zusammenschluss von Fachkräften aus dem Amt für Jugend und Familie, der Eltern-, Jugendlichen- und Erziehungsberatung der Caritas, dem Netzwerk für soziale Dienste und der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi).

    Praxisnah wurden zentrale Fragestellungen der Thematik beleuchtet: Wie erkenne ich Gefährdungen oder was bedeutet Kindeswohl? Neben dem Kennenlernen von Handlungsabläufen im Verdachtsfall und Aspekten der Gesprächsführung, konnten schwierige Situationen im Rollenspiel an Hand eines fiktiven Gefährdungsfalles geübt werden.

    Die Referenten Michael Reinhart (Amt für Jugend und Familie), Anja Heide (Netzwerk für soziale Dienste), Martin Forster (gfi) und Markus Till (Erziehungsberatung) konzipierten das Angebot und führten den Workshop durch. Die Familienrichter Joachim Hein und Kathrin Hofmann zeigten die juristischen Aspekte der Thematik auf.

    Der unkomplizierte Austausch, das persönliche Kennenlernen der Netzwerkpartner und die konkreten Umsetzungsideen wurden von den Teilnehmerinnen als überaus positiv bewertet. Nachdem weit mehr Fachkräfte und Institutionen Interesse bekundeten, als teilnehmen konnten, denkt die Arbeitsgemeinschaft über eine Wiederholung des Fortbildungsangebots nach.

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!