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    Hendungen

    Kleintierzüchter Hendungen: Kaninchen, Geflügel, Geselligkeit

    Ein Prachtkerl bei der Hendunger Jungtierwerbeschau: der Farbenzwerg havannafarbig Foto: Brigitte Gbureck

    Der Run auf die Jungtierwerbeschau der Kleintierzüchter in Hendungen ist ungebrochen, wie sich am Wochenende zeigte. „Alle Jahre wieder“, so Vereinsvorstand Alfred Kaiser, werde im Prinzip seit Bestehen des Vereins am letzten Sonntag im August die Jungtierschau als Sommerfest abgehalten. Früher fand das Fest an der Gänsweide statt, damals aber noch ohne Mittagessen. Eustach Gonnert drehte seinerzeit das Glücksrad mit den Worten „rierarubbeldiekatz“.

    Mit der Fertigstellung des Vereinsheim, des früheren Kindergartens, hat sich das seit 2008 Schritt für Schritt geändert. Das Mittagessen hat sich etabliert, um Einnahmen für das Haus zu generieren. Neben der Ortsbevölkerung kommen viele Gäste. Das Wetter spielte am Sonntag bestens mit, obwohl, so war von einer Besucherin zu hören, sie bei jedem Wetter kommen würde. Für die Kleintierzüchter ist es ein kleines Volksfest.

    Gut bestückt

    Rassetechnisch sei die Schau gut bestückt, stellte Horst Tiggemann fest, der mit seinen über 80 Jahren nach wie vor aktiv dabei ist. Der Verein habe einen Stamm von 90 Mitgliedern, in diesem Jahr seien erfreulicherweise junge Leute dazu gekommen. 20 Kaninchenrassen waren ausgestellt und ebenso viele Geflügelarten, ergänzte Patrick Elting, Ausstellungsleiter Geflügel, darunter neun  Taubenrassen, sechs Zwerghuhnrassen, drei Hühnerrassen, zwei Gänse und drei Enten.

    Neulinge bei der Ausstellung in diesem Jahr waren die Vorwerkhühner von Gerhard Mauer Foto: Brigitte Gbureck

    Einen vergleichbaren Verein in dieser Größe gebe es im Kreisverband nicht, zeigte sich Horst Tiggemann stolz. Der Hendunger Verein sei herausragend im Landkreis und von der Mitgliederzahl der stärkste Verein. Auf Kreisverbandsebene sei der Verein absolute Spitze, was die Jungtierwerbeschau oder die Ausstellung betrifft, obwohl auch hier die Mitglieder und die Züchter weniger würden. Es sei halt wie bei allen Vereinen: was oben wegbricht, würde unten nicht ersetzt, stellte Alfred Kaiser fest. Erfand es umso schöner, dass sich auch Jugendliche sich für die Kleintierzucht interessieren. Etwas enttäuscht war er von der Resonanz auf den Melkwettbewerb im vergangenen. Von den Ortsvereinen habe sich lediglich ein Verein gemeldet. Aus diesem Grund hat Kaiser in diesem Jahr auf den Wettbewerb verzichtet. Auch einen Streichelzoo für die Kinder habe man in diesem Jahr nicht vorgesehen, damit würden die Tiere zu sehr gestresst. Dafür gab es eine Hüpfburg. auf der sich die Kleinen austoben konnten. 

    Besonders den Kindern hatten es die Kaninchen in ihren Boxen angetan Foto: Brigitte Gbureck

    Rarität: Augsburger Huhn 

    Mit den Kaninchen sei man besser aufgestellt als mit dem Geflügel, ertklärte Horst Tiggemann, obwohl beim Geflügel in diesem Jahr vier neue Rassen dabei waren. Zum ersten Mal gab es Vorwerkhühner, deutsches Reichshuhn und deutsche Sperber von Gerhard Mauer. Das Augsburger Huhn (auf der roten Liste) wird im Kreisverband nur von Jürgen Heusinger gezüchtet und soll künftig auch in Hendungen gezüchtet werden. Zum ersten Mal seien auch Streicherenten und Höckergänse dabei gewesen.

    Großes Lob hatte der Vorsitzende für seine Leute, die bei der Vorbereitung des Festes alle ihr Bestes gegeben haben. Es herrschte große Harmonie, mit einem Wort: "Es passt". Er verstehe es, die nötige Truppe zusammenzubringen, bestätigte Horst Tiggemann und erwähnte noch mal die Denkmalschutzmedaille, mit der der Verein vor Jahren ausgezeichnet wurde. Auch Alfred Kaiser ist stolz auf das, was geschaffen wurde und fühlt sich verpflichtet, alles zu erhalten. Er sei nun im 31. Jahr Vorsitzender und würde gerne in die zweite Reihe zurücktreten. Insgesamt ziehen die Verantwortlichen wieder – wie jedes Jahr – ein positives Resümee.

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