• aktualisiert:

    Bad Königshofen

    Königshofen: Licht begleitete durch die Nacht der offenen Kirchen

    Die Stadtpfarrkirche Bad Königshofen in einem besonderen Licht bei der Nacht der offenen Kirchen. Hier lasen Pfarrer Karl Feser und Petra Berwind Geschichten von Susanne Niemeyer. Foto: Hanns Friedrich

    "Das Licht begleitet uns in dieser Nacht," sagte Pfarrer Karl Feser am Feuer, das am Kirchplatz zu Beginn der "Nacht der offenen Kirchen" brannte. Daran entzündete sein evangelischen Amtsbruder Lutz Mertten Kerzen mit dem ökumenischen Symbol und reichte diese an die jeweils Verantwortlichen der einzelnen Stationen weiter. Dazwischen gab es Worte aus der Bibel und das Lied: "Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht..."

    Der ökumenische Gedanke stand an diesem  Abend im Mittelpunkt und so ging es in den Fürbitten zum Abschluss kurz vor 23 Uhr auch um die Wiedervereinigung der christlichen Kirchen. Vor allem Kerzen und eine farbige Beleuchtung prägten die einzelnen Angebote. Diese begann mit dem Läuten der Glocken der evangelischen und katholischen Kirche.

    Buchautorin Susanne Niemeyer stand in der Stadtpfarrkirche an diesem Abend im Mittelpunkt. Ihr Thema: "Auf Gottsuche" Dabei verstand es die Autorin, ihre Leser zu begeistern, vor allem durch besondere Textpassagen und Gedanken, die sie vortrug. Jürgen Hoffmann an der Orgel der Stadtpfarrkirche verstand es, durch entsprechende Titel der Nacht der offenen Kirchen noch eine besondere Note zu gebeten. Pfarrer Karl Feser und Gottesdienstbeauftragte Petra Berwind waren für die Gestaltung verantwortlich. Die illuminierte Kirche bot die passende Einstimmung für die besonderen Gedanken und Geschichten der Autorin. Wie auch an der Stadtpfarrkirche, lag vor der evangelischen Kirche ein roter Teppich. Dort bewunderten die Besucher die von Kindergartenkindern bemalten Lichter-Gläsern, die in den verschiedensten Farben leuchtete.

    In der evangelischen Kirche führte ein roter Teppich mit den Licht-Gläsern der Kindergartenkinder zur "Nacht der offenen Kirchen". Drei verschiedene Filme wurden gezeigt. Foto: Hanns Friedrich

    In der evangelischen Kirche standen drei Filme an diesem Abend im Mittelpunkt. Die zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregten. Dazu gehörte ein Film aus der  "Sendung mit der Maus", es folgte der Tatortreiniger und zuletzt "Wunderbare Tage". Lutz Mertten stellte eingangs die Frage: Was glauben und was wissen wir eigentlich wirklich? Glauben könne man auch an etwas, das man nie gesehen hat, so an Gott. Das aber schließe ja nicht aus, dass es das nicht doch gibt. Mertten verwies auf Jesus, der einmal gesagt habe "Wer nicht glaubt wie die Kinder, der kommt nicht ins Himmelreich." Das war dann die Überleitung zum ersten Film mit der Maus und der Frage "Woran glaubst Du?"

    Geschichten im Dunkeln gab es in der Hauskapelle des Mehrgenerationenhaus und anschließend konnten die Kinder noch basteln. "Musik und Gedichte" sowie Gedanken zum Aufatmen schlossen sich in der zweiten Stunde an, bei der Marga Deuerling und Marion Nastvogel-Schöpf verantwortlich zeichneten. Schließlich stand mit Heide Rose Bär zum Abschluss noch das "Getanzte Gebet" als Programmpunkt an. Auch im Haus St. Michael waren es die bemalten Gläser der Kindergartenkinder, die dem Raum eine besondere Stimmung gaben. Orgelmusik mit Hermann Sebald und Willi Schmalen, sowie Liedbeiträge des After eight Chor gab es in der Klosterkirche bei einer Taize Andacht. Hier hatte Pfarrvikar Paul Mutume den Abend unter das Thema "Singen-Hören-Meditieren" gestellt. Ebenfalls in farbigem Licht und vielen Kerzen präsentierte sich die Hauskapelle des Elisabethaspitals. "Anbetung-Gebete-Betrachtung" hieß es hier. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Weigand sowie Angela und Waldemar Stein führten mit Gebeten und Gedanken durch den Abend.

    Idyllisches Bild: Abschluss am Feuer vor der Stadtpfarrkirche mit dem beleuchteten Kirchturm und dem Mond dahinter. Foto: Hanns Friedrich

    "Diese Kapelle kennen wir ja überhaupt nicht", sagten viele Besucher in der Vierzehnheiligenkapelle der Stadtpfarrkirche. Immer wieder waren sie erstaunt über die biblischen Motive der Fenster des Gotteshauses. Gut angenommen wurde auch der "Raum der Begegnung" im Gewölbekeller des Juliusspitals. Auch hier immer wieder die Aussage, dass man diesen wunderschönen Keller hier überhaupt nicht vermutet hätte. Fast idyllisch dann der Abschluß am Feuer vor der Stadtpfarrkirche mit dem beleuchteten Kirchturm, dahinter der Mond. Mit Fürbitten, Gebeten und Liedbeiträgen, sowie dem Segen wurde die Nacht der offenen Kirchen hier beendet.

    Bearbeitet von Hanns Friedrich

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!