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    Bastheim

    Kommentar: "Fingerspitzengefühl" als Zauberwort

    Die Kommunalwahlen in Bayern sind Geschichte, bis auf die Stichwahl in einigen Kommunen. Die Bürger haben entschieden, es gab Gewinner und Verlierer. Das ist eben Demokratie. Zu den Verlierern gehört auch die noch amtierende Bastheimer Bürgermeisterin Anja Seufert. Sie verlor deutlich gegen ihren Herausforderer Tobias Seufert.

    Die Kommunalwahlen in Bayern sind Geschichte, bis auf die Stichwahl in einigen Kommunen. Die Bürger haben entschieden, es gab Gewinner und Verlierer. Das ist eben Demokratie. Zu den Verlierern gehört auch die noch amtierende Bastheimer Bürgermeisterin Anja Seufert. Sie verlor deutlich gegen ihren Herausforderer Tobias Seufert.

    "Demokratie finde ich stark, die Bürger haben eben so entschieden, aber ich bin weder frustriert noch deprimiert angesichts der Bürgermeisterwahl", so Anja Seufert auf Facebook nach der Wahl. Grund für diese Äußerung war die Berichterstattung in der lokalen Presse. Am liebsten würde sie ihren Schreibtisch räumen und ihren Resturlaub nehmen, war da zu lesen. Zudem habe sie eine Nacht mit wenig Schlaf gehabt und sei am Morgen sichtlich deprimiert ins Rathaus gekommen, hieß es weiter.

    Ist das jetzt richtig oder falsch, solche Äußerungen zu veröffentlichen? Eigentlich richtig, da es ja zur Aufgabe der schreibenden Zunft gehört, umfassend zu berichten und die Bürger zu informieren. Wo liegt jetzt das Problem?

    Das Zauberwort heißt "Fingerspitzengefühl". So hätte der Berichterstatter, der gleichzeitig auch Wahlleiter und geschäftsführender Beamter der Gemeinde ist, unterscheiden müssen, was geht und was nicht geht. Klar sind Pressefreiheit und freie Meinungsäußerung bei uns in Deutschland gottlob gesetzlich festgelegt, aber Internas zu veröffentlichen, welche auch immer, geht mit Blick auf seine Ämter eigentlich nicht.

    Natürlich ist es schwer zu unterscheiden, welche Informationen habe ich als Angestellter der Gemeinde und welche als Pressevertreter und was soll und darf an die Öffentlichkeit. Anja Seufert gibt ja laut Facebook zu, dass sie die Deutlichkeit des Wahlergebnisses geschockt habe. Aber der wenige Schlaf, den sie in der Nacht nach der Wahl gehabt haben soll? Muss, kann, soll… ? Und jetzt sind wir wieder beim "Fingerspitzengefühl". Weniger wäre wohl mehr gewesen.

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