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    Bad Königshofen

    Kreisheimatpfleger Reinhold Albert erinnert sich an die Zeit der Teilung

    Mit "Die Geschichte der Innerdeutschen Grenze" ist ein Vortrag am Montag, 7. Oktober, um 19 Uhr im Gewölbekeller des Museums Schranne in Bad Königshofen betitelt. Referent ist Kreisheimat- und Archivpfleger Reinhold Albert. An diesem Abend werden auch zahlreiche Bilddokumente der einstigen deutsch-deutschen Grenze die Erinnerung an die menschenverachtenden Grenzanlagen wach rufen. Foto: Hanns Friedrich

    Kreisheimat- und Archivpfleger Reinhold Albert (Sternberg) gehört zu denjenigen, die über Jahrzehnte hinweg, von Kindheit an,  die Teilung Deutschlands und die Öffnung der Grenze hautnah miterlebt haben. Grund genug, ihm im Rahmen der Vortragsreihe des Vereins für Heimatgeschichte im Grabfeld einmal Rückblick halten zu lassen.

    Am Montag, 7. Oktober, um 19 Uhr referiert er im Gewölbekeller des Museums Schranne Bad Königshofen. Sein Thema lautet "Die Geschichte der innerdeutschen Grenze." Dabei wird er zahlreiche historische Aufnahmen aus seiner umfangreichen Bildersammlung zeigen. Der Kreisheimat- und Archivpfleger wuchs nicht nur im Grenzdorf Sternberg im Grabfeld unmittelbar an der innerdeutschen Grenze auf, sondern war bis zu ihrer Auflösung auch Angehöriger der Bayerischen Grenzpolizei, bei der er zahlreiche Besuchergruppen an der innerdeutschen Grenze führte.

    Reinhold Albert kennt das Leben an der ehemalige Grenze sehr gut

    Er hat nach 1990 an zahlreichen Büchern über die Grenzgeschichte mitgewirkt und besitzt eine umfangreiche Text- und vor allem Bildersammlung über die Geschichte der innerdeutschen Grenze. Der ehemalige Bezirksheimatpfleger Dr. Reinhard Worschech schrieb 1992 in einem Geleitwort zu einem von Reinhold Alberts Büchern: „Reinhold Albert kennt das Leben an der ehemaligen Grenze. Mit Sorgfalt und Gründlichkeit hat er dieses Grenzland erforscht und in Wort und Bild festgehalten. Er wird einmal mit zu den wenigen Zeitzeugen zählen, die den krassen, nicht wiederholbaren Wandel aus heimatgeschichtlicher, volkskundlicher Sicht dokumentiert haben.“

    Immer wieder erwähnt Albert in Gesprächen die Grenzöffnung am 9./10. November 1989, die er nach wie vor als ein unvergessliches Erlebnis bezeichnet. Nicht nur demjenigen, der, wie der Referent, an dieser unmenschlichen Grenze lebte, kam dieses Ereignis wie ein Wunder vor. Das Jubiläum bietet Reinhold Albert willkommenen Anlass, einmal seine Erlebnisse mit dieser Grenze zu schildern.

    Vortragsreihe und Ausstellung zur Teilung und Grenzöffnung

    Viele Bilder und Informationen gibt es dazu am Montag, 7. Oktober, wenn Kreisheimatpfleger Reinhold Albert auf  Einladung der Vereins für Heimatgeschichte im Grabfeld und im Rahmen der von der Kulturagentur des Landkreises Rhön-Grabfeld organisierten Veranstaltungsreihe „30 Jahre Grenzöffnung 1989 – 2019“ in der Schranne in Bad Königshofen einen Vortrag über die Geschichte der innerdeutschen Grenze hält.

    Es ist dies der Beginn einer Vortragsreihe des Vereins für Heimatgeschichte im Grabfeld e.V. Weitere Termine, die man sich jetzt bereits vormerken sollte: Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr: Reinhold Albert über "Die verschwundenen Dörfer im ehemaligen Sperrgebiet der DDR" und Montag, 28. Oktober, 19 Uhr: Kreiskulturreferent Hanns Friedrich über "Historische Filme zur DDR der einstigen Grenzinformationsstellen". Am Freitag, 8. November, um 13 Uhr eröffnen dann Innenstaatssekretär Gerhard Eck und Landrat Thomas Habermann die Ausstellung "Es war einmal die DDR". Weitere Vortragsabende folgen im November und Dezember.

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