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    RHÖN-GRABFELD

    Kreispolitik für die Hühner

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    Dass der Landkreis ein besonders innovativer ist, das bekommt der Rhönkauz fast jede Woche zu spüren. Nun kam aus dem Umweltausschuss eine ganz besondere Idee. Nach dem Vorbild der französischen Stadt Colmar könnte der Landkreis pro Haushalt zwei Hühner verschenken, die dann den Biomüll pickenderweise dezimieren. Und somit den Haushalt entlasten.

    Der Rhönkauz hofft, dass die Rhön-Grabfelder Hühnerbarone nicht rebellieren, wenn der Landkreis indirekt die Frühstückseier seiner Bürger subventioniert. Die erhöhten Cholesterinwerte können dann durch das medizinische Fachpersonal im Landkreis behandelt werden, ein Arztsitz in der Provinz würde auf jeden Fall attraktiver.

    Die Idee des Ostheimer Kreisrats Werner Ortloff mit den Hühnern kann freilich nur der Anfang sein. Über Tiere als Kostenbremsen kann man im Landratsamt noch viel intensiver nachdenken. Natürlich ist viel von Elektromobilität die Rede. Aber wer sagt denn, dass nicht auch ein gutes, altes Pferdegespann den Öffentlichen Personennahverkehr sozusagen beflügeln könnte. Wenigstens die Strecke nach Fladungen mit seinem Freilandmuseum könnte auf den kostengünstigen Fuhrwerksbetrieb umgerüstet werden.

    Der Rhönkauz stellt sich schon den kleinen Taubenschlag in Thomas Habermanns Büro vor, von dem aus zukünftig die Glückwunschpost für die Jubilare zwischen Ginolfs und Großbardorf verschickt wird.

    Noch wird es etwas dauern, bis die Biber-Dressur am Landratsamt so weit gediehen ist, dass die possierlichen Tiere für leichtere Baumfäll-Arbeiten entlang der Kreisstraßen durch Waldgebiete selbstständig losgeschickt werden können.

    Alles schön und gut also, solange die Aufstockung der Zahl der Amtsschimmel kein Thema ist!

    Bearbeitet von Gerhard Fischer

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