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    Stockheim

    Kreisstraße zwischen Stockheim und Willmars ist wieder offen

    Im Zuge des Ausbaus der NES 31 wurde auch der Einmündungsbereich zur Ortsverbindungsstraße nach Ostheim großzügiger und übersichtlicher gestaltet. Foto: Eva Wienröder

    Am Montagnachmittag wurde die neu ausgebaute Kreisstraße NES 31 zwischen Stockheim und Willmars mit der Segnung durch die beiden Pfarrer Andreas Hutzler und Oliver Englert ihrer Bestimmung übergeben. Damit kann der Verkehr wieder auf einer wichtigen Verkehrsader des Landkreises Rhön-Grabfeld rollen, die obendrein eine überörtliche Bedeutung für die Verbindung ins benachbarte Thüringen darstellt.

    Eindeutigere Verkehrsführung

    Der stellvertretende Landrat Josef Demar erläuterte die Baumaßnahme: Die Kreisstraße NES 31 wurde ausgebaut auf einer Länge von 1,767 Kilometern auf dem Teilstück zwischen der B 285 bei Stockheim und der Einmündung der Kreisstraße NES 33 (Völkershausen). In den Ausbaubereich fällt auch der Umbau der Einmündung der von Ostheim kommenden Gemeindeverbindungsstraße auf Höhe des Reiterhofs. Bei der hier bestehenden Anbindung der Ortsverbindungsstraße wurde die frühere Y-Gabelung zurückgebaut und durch eine Einmündung mit eindeutiger Verkehrsführung ersetzt. Im Zuge des Ausbaus wurde auch etwas zum Artenschutz unternommen. Am Bauende wurden im Bereich der Linz die vorhandenen Durchlässe der Bachquerung zurückgebaut und durch einen Amphibiendurchlass ersetzt.

    Durchschnitten das symbolische Band zur Freigabe der NES 31 im Beisein von Vertretern der Gemeinde Stockheim und der Stadt Ostheim (ab 2.v.l.): René van Eckert (Kreisrat), Thomas Dietz (Zweiter Bürgermeister Mellrichstadt), Pfarrer Andreas Hutzler, Felix Rahm, Timo Becker (beide Glöckle-Bau), Marion Ledermann (Landschaftsarchitektin), Christian Schlereth (Tiefbauamt Landratsamt), Josef Demar (stellvertretender Landrat), Klara May (Bezirksrätin), Martin Link (Bürgermeister Stockheim), Ulrich Waldsachs (Bürgermeister Ostheim), Klaus Reder (Ingenieurbüro Intergeo), Karina Werner (Stadträtin Ostheim), Pfarrer Oliver Englert und Kreisrat Fridolin Link. Foto: Eva Wienröder

    Zustand war zu schlecht

    Wie Demar anführte, wurde der Ausbau aufgrund des schlechten Zustandes der alten Straße erforderlich. So hatten die Baugrunduntersuchungen ergeben, dass der Fahrbahnaufbau unzureichend war und somit eine wirtschaftliche Sanierung nicht mehr möglich war. Der Ausbau erfolgte bestandsorientiert. Anpassungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Sichtverhältnisse wurden jedoch vorgenommen. So hat man die Fahrbahn um einen halben Meter auf nunmehr sechs Meter verbreitert und den Bankettenbereich von 0,75 auf 1,50 Meter. Der neue Aufbau hat eine Gesamtstärke von 70 Zentimetern.

    Die Gesamtkosten belaufen sich auf  2,25 Millionen Euro. Über das Bayerische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gab es eine staatliche Finanzspritze von 1,44 Millionen Euro.

    „Mit der heutigen Eröffnung des Teilstücks der NES 31 wird eine wichtige Lebensader für die Erschließung der Region wieder in den öffentlichen Dienst gestellt“, sagte Demar.  Er dankte der Regierung von Unterfranken als Zuschussgeber, der Firma Glöckle Hoch- und Tiefbau, namentlich Prokurist Timo Becker, Projektleiter Stefan Haun, Bauleiter Felix Rahm und Polier Andreas Wirsing, dem Ingenieurbüro Arcadis, dem Landschaftsplanungsbüro Ledermann, dem Ingenieurbüro Intergeo, und stellvertretend für die Abteilung Tiefbau am Landratsamt Ulrich Dolze, Christian Schlereth und Karsten Schilling. Dank ging ebenfalls an die Gemeinde Stockheim für die Unterstützung und nicht zuletzt an die Grundstückseigentümer, die für den Ausbau Land abgetreten haben.

    Größere Verkehrssicherheit

    Die Grundstücksverhandlungen hatten sich mitunter schwierig gestaltet, erinnerte sich Stockheims Bürgermeister Martin Link. Umso dankbarer äußerte er sich über die Umsetzung des großen Bauprojektes. „Die Gemeinde Stockheim ist sehr froh darüber“, sagte das Ortsoberhaupt. Er betonte die überörtliche Bedeutsamkeit der Straße und begrüßte insbesondere die Veränderung der Trassenführung, mit der man die Verkehrssicherheit deutlich erhöht habe.

    Link führte an, wie wichtig eine gute Erschließung für die ökonomische Entwicklung einer Region sei und verwies darüber hinaus auf die Bedeutung der Verkehrswege insbesondere im ländlichen Raum, wo die Menschen angesichts der in unserer heutigen Zeit geforderten Mobilität meist auf ihr Auto angewiesen seien.

    Der Bauabschnitt liege zwar auf Stockheimer Gemarkung, die Straße sei aber auch für Ostheim von Bedeutung, wie Ulrich Waldsachs, der Bürgermeister des Rhönstädtchens, mit Blick auf die Anbindung der Ortsverbindungsstraße bemerkte. Dass die Éinmündung in die Baumaßnahme einbezogen wurde und nun eine eindeutigere Verkehrsführung gegeben ist, begrüßte er sehr. Wie seine Vorredner freute er sich über den reibungslosen Bauverlauf, sprach den Verantwortlichen Dank aus und wünschte den Verkehrsteilnehmern allzeit unfallfreie Fahrt. Besonders freute er sich auch darüber, dass zum neuen Schuljahr die Busse dann wieder wie gewohnt zwischen Ostheim und Willmars verkehren können und keine Umwege mehr gefahren werden müssen.

    Bau ging zügig voran

    Froh über den zügigen Baufortschritt äußerte sich auch Timo Becker, Prokurist der Firma Glöckle, der dem Landkreis für die gute Zusammenarbeit Dankeschön sagte. Viele Mitarbeiter des Unternehmens stammen aus Rhön-Grabfeld und so habe man eine besondere Verbundenheit und persönliches Anliegen, etwas zur Verbesserung der Infrastruktur beizutragen, bekundete Becker.

    Nachdem Stockheims Ortsgeistlicher Pfarrer Andreas Hutzler und sein evangelischer Amtskollege Pfarrer Oliver Englert die Segnung der Straße vorgenommen hatten, durchschnitt Josef Demar mit Gesandten der beteiligten Firmen und kommunalen Vertretern das symbolische Band, um den Streckenabschnitt ganz offiziell für den Verkehr freizugeben. Nach dem kleinen Festakt schloss sich noch ein gemütliches Beisammensein im Sportheim an, wo der TSV für das leibliche Wohl sorgte.

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