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    Unterelsbach

    Kreuz und Korpus pünktlich zu den Kartagen restauriert

    In neuem Glanz: Stolz zeigten sich der gebürtige Unterelsbacher Uli Klemm (links) und sein Freund Werner Büttner über ihr Gemeinschaftswerk. Die beiden haben ihr Ziel erreicht und das Heilige Kreuz und die Christusfigur pünktlich zu den Kartagen fertiggestellt.
    In neuem Glanz: Stolz zeigten sich der gebürtige Unterelsbacher Uli Klemm (links) und sein Freund Werner Büttner über ihr Gemeinschaftswerk. Die beiden haben ihr Ziel erreicht und das Heilige Kreuz und die Christusfigur pünktlich zu den Kartagen fertiggestellt. Foto: Margot Büttner

    Pünktlich zur Karwoche erstrahlt seit wenigen Tagen am Ortsausgang von Unterelsbach in Richtung Oberelsbach frisch gestrichen und vollständig restauriert das Heilige Kreuz mit einem wunderschönen Jesus Christus-Korpus.

    Nachdem Sonne und Regen kräftig ihre Spuren hinterlassen hatten, war es an der Zeit gewesen, den Christuskörper und das Kreuz neu herzurichten. Werner Büttner und sein Freund Uli Klemm, Holzbildhauermeister aus Bischofsheim, ein geborener Unterelsbacher, zeigen sich nun sichtlich stolz über ihr Gemeinschaftswerk, das sie über den Winter hinweg pünktlich zu den Ostertagen fertig gestellt haben und gaben Einblick in die Geschichte des Heiligen Kreuzes am Unterelsbacher Ortsausgang mit seinem aus wertvollem Lindenholz geschnitzten Christuskörper.

    Kann entsorgt werden

    Das Kreuz an dieser Stelle stammt aus dem Jahr 1885 und wurde vor 135 Jahren von Franz Bardorf errichtet und an Nachkommen weitergeben. In den 1980er Jahren ergriff Werner Büttner, vor dessen Haus das Heilige Kreuz auf Gemeindegrund steht, die Initiative und nahm mit der Marktgemeinde Kontakt auf. Das „niederschmetternde Urteil“, wie Büttner es ausdrückt, der damaligen Expertenmeinung des Landesamtes für Denkmalpflege war: „Das Kreuz ist nichts mehr wert und kann entsorgt werden.“

    „So nicht!“, dachte sich da Werner Büttner im Jahr 1985 und sprach den pensionierten Künstler Wilhelm Plümacher an. Plümacher besserte den Christuskörper aus und bemalte ihn. In der Zwischenzeit mauerte Werner Büttner mit Sandsteinen, die von der Familie Nussmann gespendet worden waren, einen Sockel. Werner Büttners Vater Lorenz fällte eine Eiche, woraus Büttners Schwager Winfried Hein das Kreuz zimmerte. Die Eisenkreuzhalterung schweißte Werner Büttners Bruder Bernd Büttner. „Es war damals eine echte Familienaktion“, blickt er zurück. Die Steintafel mit dem Kreuzgebet spendete Arthur Zimmer.

    Aufgabe für die Winterzeit

    Das neue Kreuz bekam schließlich, vor 35 Jahren, im Juli 1985 von Ortspfarrer Heickenwälder den kirchlichen Segen mit anschließendem Helferfest. Im Laufe der Jahre wurde der Christuskörper durch Malermeister Norbert Rochler aus Oberelsbach einmal neu bemalt.

    Das restaurierte Heilige Kreuz mit der Christusfigur und die beiden Restauratoren.
    Das restaurierte Heilige Kreuz mit der Christusfigur und die beiden Restauratoren. Foto: Margot Büttner

    Werner Büttner und sein Freund Uli Klemm hatten sich nun für die Wintermonate das Ziel gesetzt, das Kreuz und den Christuskörper gemeinsam zu restaurieren. Uli Klemm stand Werner Büttner in seiner heimischen Werkstatt stets mit Rat und Tat zur Seite, hatte die Kenntnisse über die richtigen Farben, wie man sie mischt und zum Beispiel die Schürze vergoldet. „Ihm vielen Dank dafür“, erklärt Büttner Es wurde das Ziel erreicht und das Heilige Kreuz am Unterelsbacher Ortsausgang strahlt zu Ostern nun im neuen Glanz.

    Vielleicht hält in dieser schweren Zeit der eine oder andere inne und betet das Kreuzgebet: „In Ewigkeit sei Ehr, dem der am Kreuz gestorben und uns das Heil erworben.“

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