• aktualisiert:

    Bischofsheim

    Kreuzberg: Ehrungen für engagierte und langjährige Blutspender

    Einen Präsentkorb gab es bei der Ehrung der Blutspender im Antoniussaal des Kloster Kreuzberg für Frederick Keidel aus Rödelmaier. Er war 175 Mal beim Blutspenden. Dafür dankten Georg Andlinger (Guardian am Kloster Kreuzberg), Bürgermeister Georg Seiffert und BRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister. Foto: Hanns Friedrich

    Mit 19 Jahren war Pater Georg Andlinger, heute Guardian am Kloster Kreuzberg, zum ersten Mal beim Blutspenden. Fast hätte er die 75. Spende geschafft, als ihm eine Krankheit einen Strich durch die Rechnung machte. Aufgrund einer Operation ließ ihn der Blutspendedienst des Roten Kreuzes nicht mehr zu. Für den Pater heute noch nicht nachvollziehbar. So ging es im vergangenen Jahr auch einem Blutspender aus Mellrichstadt, der gerne weiter gespendet hätte, aber aus ähnlichen Gründen abgelehnt wurde.

    Trotzdem freute sich der Guardian über die Blutspendeaktionen des Roten Kreuzes, die letztendlich Leben retten. Wenn einer gar 175 Mal Blut gespendet hat, dann könne man ihm und all den anderen nur größten Respekt zollen. Erschreckend nannte er es, dass nur sieben Prozent der Bayerischen Bevölkerung Blutspendetermine annehmen. Das hatte zuvor BRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister in seiner Begrüßung erwähnt.

    Sieben Prozent der bayerischen Bevölkerung spenden Blut

    Sein Dank galt sowohl Guardian Georg Andlinger als auch Geschäftsführer Christian Weghofer sowie Petra Fuchs mit ihrem Team für die Organisation des Abends. Ein besonderer Gruß galt aber den Blutspendern selbst: "Sie sind heute die Hauptpersonen und ihnen wollen wir Dankeschön für ihre kostenlose Blutspende in den vergangen Jahren sagen." Sein Dank galt den Gemeinden im Landkreis, die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. BRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister nannte Sonderaktionen mit Vereinen und Verbänden, die schon zahlreiche Blutspenden brachten.

    In Bayern spenden etwa sieben Prozent der spendenfähigen Bevölkerung tatsächlich Blut, deutschlandweit sind es 3,5 Prozent, obwohl 94 Prozent das Blutspenden für wichtig erachten. Die Blutspender sorgten dafür, dass allen Patienten, die Blutkonserven benötigten, geholfen werden konnte. Ralf Baumeister streifte die Verwendung der Blutspende.

    Frederick Keidel hat bereits 175 Mal Blut gespendet

    Der Bedarf an Blutspenden steige, weil jetzt Blut und aus Blut hergestellte Medikamente in der Medizin in verschiedenster Weise benötigt werden. Künftig könne jedoch der demografische Wandel zu Versorgungslücken führen. Im Bereich der Blutspende gebe es landkreisweit an die 600 Helfereinsätze und in diesem Jahr wurden konkret 1625 ehrenamtliche Stunden abgeleistet. Dem Dank schloss sich Bischofsheims Bürgermeister Georg Seiffert an. Die Blutspende sei eine Win-Win-Situation. Zum einen helfe man mit dem Blut in Not geratenen Menschen, zum anderen werde das Blut untersucht und so könne rechtzeitig eine Krankheit festgestellt werden.

    Dann standen die verschiedenen Ehrungen an, bei welchen Blutspender mit Urkunde, Anstecknadel und einem Präsent bedacht wurden. An der Spitze stand Frederick Keidel aus Rödelmaier, der 175 Mal Blut gespendet hat, gefolgt von Rainer Hick (Ehrenberg), Gottfried Radina (Großbardorf) und Rudolf Schöpf (Bad Neustadt), die schon 150 Mal bei einem Blutspendetermin waren. 125 Mal dabei waren Nikolaus Drescher (Herschfeld), Gerhard Fuchs (Wollbach), Helga Hohm (Oberstreu), Ottmar Johannes (Wülfershausen) und Dieter Klemm (Unterelsbach). 100 Mal gespendet haben: Ellen Behr (Großbardorf), Bernhard Eisenmann (Oberweißenbrunn), Berthold Geßner (Lebenhan), Robert Grüll (Serrfeld), Dietmar Hahner (Weisbach), Klaus Kupens (Stetten), Jürgen Ortloff (Hohenroth), Berthold Richter und Gerhard Schlembach (Sulzfeld).

    Sie haben 150, 125 und 100 Mal Blut gespendet. Bei einem Ehrenabend im Antoniussaal des Kloster Kreuzberg wurden sie ausgezeichnet. Unser Bild zeigt sie mit Georg Andlinger, Guardian am Kloster Kreuzberg, Bürgermeister Georg Seifert und (rechts) BRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister. Foto: Hanns Friedrich

    Zu denjenigen, die 75 Mal Blut gespendet haben, gehören Bernhard Bach (Mellrichstadt), Heiko Braungart (Hohenroth), Ditmar Bühner (Langenleiten), Carola Friedel (Mittelstreu), Roland Gensler (Unsleben), Uwe Glatzel (Ostheim), Volker Habermann (Oberstreu), Engelbert Hesselbach (Sulzfeld), Heidemarie Hornung (Hollstadt), Thomas Kaiser (Hohenroth), Edwin Keidel (Wegfurt), Ronald Kleinhenz und Frank Omert (beide Unterweißenbrunn), Hannelore Pretscher (Strahlungen), Joachim Rieß (Sondheim/Grabfeld), Michaela Schneyer (Hollstadt), Ulrike Schorn (Sulzfeld), Anitra Sturdza (Irmelshausen), Jutta Ullrich (Urspringen) und Ralf Weipert (Rödelmaier). 50 Mal gespendet haben Karl Becher (Hohenroth), Matthias Freund (Bad Neustadt), Siegried Herbart (Sondheim/Rhön), Christian Hohmann (Thaiden), Dietmar Holzheimer (Merkershausen), Stefan Klüspieß (Hollstadt), Christiane Köberlein (Heustreu), Tobias Larisch (Hohenroth), Uwe Markert (Ostheim), Herbert Oppmann (Zimmerau), Andreas Pörtner (Oberelsbach), Thomas Reß (Oberstreu), Lynn Schuch (Ostheim), Werner Schüttler (Mellrichstadt) und Christian Wirsing (Salz).

    75 und 50 Mal haben sie an einem Blutspendetermin im Landkreis Rhön-Grabfeld teilgenommen, Dafür gab es ein Dankeschön von Petra Fuchs, Leiterin Sozialarbeit (rechts) und Klaus Drews vom Blutspendedienst (links). Foto: Hanns Friedrich

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!