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    HOLLSTADT

    Kreuzbergwallfahrt mit Überraschung

    Die Hollstädter Wallfahrtsgruppe am Außenaltar des Kreuzbergs. In die Mitte genommen, der Spanier Marcel mit dem Wallfah... Foto: Gosbert Fries

    Eigentlich begann die diesjährige Hollstädter Kreuzbergwallfahrt in ganz gewohnter Weise um 4.45 Uhr ab der Dorfmitte. Beim frühen Morgenlicht klang es durch die Straßen auf dem Weg Richtung Heustreu. Dann am Ortsausgang von Heustreu das Überraschende, heißt es in einer Pressemiteilung.

    Ein junger Radfahrer sichert an einem Laternenpfahl sein Fahrrad und gesellt sich zu der Wallfahrergruppe. Über Wollbach bis Lebenhan gab es so manche Frage und Gespräch „ wer ist der Junge“ der sich so freundlich eingliedert. Als äußeres Zeichen sich zur Gemeinschaft zu zählen nahm er bereits in Lebenhan einen ihm angeboten Wallfahrerschal gerne an. Auch brachte er sich im Tragen von Lautsprecher und ganz stolz beim Tragen vom geschmückten Wallfahrerkreuz ein, was seine Augen zum Glänzen brachte.

    Bei verschieden Gesprächen erfuhren die Wallfahrer von ihm, dass Marcel mit seinen 16 Jahren als spanischer Austauschschüler mit einem zehn monatigen Aufenthalt, was für ihn leider in der nächsten Woche schon zu Ende geht, bei Gasteltern in Mellrichstadt wohnt und auch dort die Schule besucht. Mit seinem Fahrrad erkundete er auch schon die näheren und weiteren Orte bis Würzburg, sodass ihm viele Dörfer in der Umgebung nicht fremd waren. Bevor Marcel abreisen muss, steht auch noch eine Tour nach Erfurt auf seinem Radfahrplan.

    Er ist aber nicht nur Radfahrer sondern auch schon mit pilgern und wallfahren aus seiner Heimat Katalonien erfahren. Denn ganz stolz trug er auch sein Pilger-/Wallfahrer T-Shirt mit der Aufschrift Marxa del Pelegri, was einen 26 Kilometer langen spanischen Pilgerweg von Manresa nach Monserrat, nordwestlich von Barcelona gelegen, entstammt.

    Bleibt zu wünschen dass er bei seinem nächsten Pilgerweg, zu seinem spanischen T-Shirt auch noch den deutschen Wallfahrerschal trägt. Seine beruflichen Pläne hat er aber auch schon im Kopf, denn er möchte einmal einen Beruf erlernen, bei dem er mit seiner Hände Arbeit seinen Lebensunterhalt verdienen kann.

    Dass Marcel bestens in der Gemeinschaft aufgenommen worden war, davon zeugte die herzliche Verabschiedung in Heustreu als einige Wallfahrer aus dem Bus strömten um ihm persönlich „Ade“ zu sagen.

    Auch ebenso spontan wie er in Heustreu dazugekommen war, übergab ihm Wallfahrtsführer Konrad Menninger ganz spontan eine Urkunde als weiteres Erinnerungsgeschenk an seine erste Teilnahme dieser Wallfahrt.

    Bearbeitet von Lena Berger

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