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    BAD NEUSTADT

    Kunert: Das Höhenwachstum hat begonnen

    Das Bauschild zeigt es: Das Hochregallager der Firma Kunert wird die Ansicht an der östlichen Stadteinfahrt von Bad Neustadt deutlich verändern. Foto: Sonja Demmler

    Ende September hat eines der großen Bauprojekte in Bad Neustadt begonnen: das neue Logistikzentrum von Kunert Wellpappe. Einen Monat später war offizieller Spatenstich von einem der größten Investitionen in der Unternehmensgeschichte. Kunert investiert 61 Jahre nachdem die Senior-Gesellschafter Walter und Karl Kunert den ersten Spatenstich für die Wellpappenfabrik in Bad Neustadt gemacht haben, einen zweistelligen Millionenbetrag in das Projekt. Das entsteht auf einer Baufläche von rund 15 000 Quadratmetern direkt neben dem bestehenden Werk an der BayWa-Kreuzung.

    42 Meter hoch

    Das neue voll automatisierte Logistikzentrum wird eine Versandhalle und ein Hochregallager beinhalten. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wird außerdem die bestehende Produktion erweitert und optimiert. Am imposantesten wird mit Sicherheit das Hochregallager werden. Allein dafür steht eine Baufläche von 4000 Quadratmetern zur Verfügung. Und es wird eine imposante Höhe erreichen. 42 Meter wird das Lager nach oben wachsen und damit am östlichen Stadteingang von Bad Neustadt sicher ein sehr prägendes Bauwerk werden. Platz ist darin für rund 19 000 Paletten.

    18 Betonpfähle derzeit zu sehen

    Wer derzeit an der Baustelle vorbeifährt, kann sehen, wie das Bauprojekt in die Höhe wächst. 18 Betonpfähle mit einer Höhe von etwa zehn Metern ragen aus dem Boden. Die Vermutung, es könnte der erste Stock des Hochregallagers sein, ist allerdings falsch, wie Projektleiter Gerhard Bott erklärt. Die Betonpfeiler sind Teil einer nötigen Brandschutzwand zwischen dem zukünftigen Versandbereich und dem Hochregallager. Zwischen die Pfeiler kommen Betonelemente, erläutert Bott. Außerdem tragen sie das Dach des Versandbereichs.

    Das eigentliche Hochregallager entsteht hinter der Brandschutzwand und wird in Metallbauweise errichtet, so der Projektleiter weiter. Dafür wird es erst Mitte März die Betonplatte gegossen. Das wird so vier bis fünf Tage dauern, sagt Bott. Nach einer Aushärtezeit von rund vier Wochen beginnt darauf dann der Bau des Hochregallagers.

    400 Erdpfähle bis zehn Meter Tiefe

    Zur Vorbereitung auf die oberirdischen Baumaßnahmen waren allerdings erst einmal umfangreiche Arbeiten nötig, um die Tragfähigkeit des Untergrunds herzustellen. Allein für das Hochregallager waren 400 bis zu zehn Meter tief mit stahl bewehrte Erdpfähle zu betonieren. Für den Versand- und Logistikbereich noch einmal so viele.

    Kälte-Verzögerung

    Derzeit sorgt die Kälte für Verzögerungen, erklärt der Projektleiter. Der teilweise gefrorene Boden führt demnach dazu, dass nicht richtig verdichtet werden kann. „Wir sind schon zwei Wochen hinter dem Zeitplan“, sagt Bott. Wenn es länger so kalt bleiben sollte, könnte es weitere Verzögerungen geben. Sollte es aber wie angekündigt demnächst wieder wärmer werden, dann sieht Bott den geplanten Fertigstellungstermin Juli 2019 nicht gefährdet. „Zwei Wochen kann man schon wieder reinholen“, sagt er. Er fügt aber an, dass bis 2019 ja noch ein weiterer Winter in die geplante Bauzeit fällt. „Wie der ausfällt und sich auf die Bauarbeiten auswirkt, weiß man natürlich nicht.

    Jetzt hofft Bott erst einmal darauf, dass das Wetter im März gut genug ist, damit die Bodenplatte für das Hochregallager betoniert werden kann.

    Zehn Meter hohe Betonpfähle bilden das Gerüst für eine Brandschutzmauer. Foto: Sonja Demmler

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