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    Bad Neustadt

    Kunert-Einweihung: Familiär statt offiziell 

    Zweifellos Ortsbild prägend: der Neubau von Kunert Wellpappe mit Hochregallager und Logistikzentrum. Die Einweihung feierte die Unternehmensführung mit den Mitarbeitern in der Stadthalle. Foto: Hubert Herbert

    Ende Oktober 2017 war es, als Firmenchef Mathias Kunert beim Spatenstich für das neue Logistikzentrum mit Hochregallager am Steuer eines Baggers saß. Nach rund zweijähriger Bauzeit dominiert nun schon das neue Hochregallager von Kunert Wellpappe als neues Wahrzeichen den östlichen Stadteingang von Bad Neustadt. Da muss doch bald die offizielle Einweihung kommen, sagte sich da sicher mancher Bad Neustädter.   

    Respekt vor Teamleistung

    Wenn große Bauwerke eingeweiht werden, erwartet man eigentlich einen großen Festakt mit geladenen Gästen aus Politik, dem Kundenkreis und Geschäftspartnern mit den zugehörigen gesetzten Worten zum Anlass. Nicht so die Familie Kunert. Ihr ging es darum, denjenigen Menschen Danke zu sagen, die durch ihre Teamleistung den Neubau überhaupt erst ermöglicht haben: ihrer Belegschaft. Und so war die Einweihungsfeier eigentlich eine Familienfeier - eine Feier der Kunert-Mitarbeiterfamilie.

    Farbenfroh verlief die Einweihungsfeier von Kunert Wellpappe für die Mitarbeiter in der Stadthalle. Foto: TOM BAUER

    Mehr als 350 Gäste, fast ausschließlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kunert Wellpappe Bad Neustadt inklusive Begleitung, erlebten einen Abend mit vielen Überraschungen in der Stadthalle. Dieser begann nicht mit einer offiziellen Eröffnungsrede, sondern eine tiefe Stimme aus den Lautsprechern begrüßte die Gäste bei abgedunkelter Stadthalle und illuminierter Bühne mit den Worten: „Dies ist eine Party nur für Sie. Sie stehen heute im Mittelpunkt, denn Sie sind der Pulsschlag hinter Kunert. Sie haben unseren Neubau begleitet und alle Hindernisse weggesteckt, Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten ganz Großartiges geleistet. Sie sind echte Champions und dafür sagt die Familie Kunert heute Danke.“

    Standfest auf 616 Betonpfählen

    „Die Zukunft wird aus Mut gemacht“, sagte Gastgeber Mathias Kunert als er einige beeindruckende Zahlen vom Neubau des Hochregallagers mit angeschlossenem Logistikzentrum vorlegte - die größte Investition des Unternehmens in seiner über 60-jährigen Geschichte in Bad Neustadt. Demnach steht das Bauwerk auf 616 Betonpfählen mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern und bis zu einer Tiefe von zehn Metern. 1000 Mal rollten Betonmischfahrzeuge an und lieferten 20 000 Tonnen Beton, 195 Schwertransporte brachten 390 Fertigteile und 1500 Tonnen Stahl wurden von Menschenhand – unterstützt durch zwei Kräne – verbaut. Lobend erwähnte Kunert die am Bau beteiligten Unternehmen.

    Als „Operation am offenen Herzen“ beschrieb Mathias Kunert die zweijährige Bauphase während des laufenden Betriebs. Mit den Worten „meinen Respekt und vielen Dank für Ihr enormes Engagement“ gab er den Startschuss für die nächste Überraschung: Zum Song „Under Pressure“ von Queen  erstrahlten auf einer 16 Quadratmeter großen LED-Wand einzelne Bilder von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich im Finale zu einem großen Mosaik zusammenschlossen und den visuellen Rahmen um das neue Hochregallager bildeten.

    Dank für Nachsicht

    Auch den eingeladenen Partnerinnen und Partnern, "die während der Bauphase nachsichtig mit geplanten, aber vor allem ungeplanten Überstunden umgingen", so Kunert, zollte das Bad Neustädter Unternehmen Anerkennung: Untermalt mit besonderen Worten des Dankes bot eine Artistin am Vertikalseil vom Frankfurter Tigerpalast akrobatische Darbietungen in sieben Metern Höhe.

    Heftigen Applaus von den Gästen gab es dann für sechs Schlagzeuger, die mit „Played-A-Live“  das Tanzparkett eröffneten, bevor die Moderatorin das Highlight des Abends ankündigte: Die Bayern3 Band. Bis drei Uhr wurde gefeiert. 

    Ganz ohne offizielle Statements ging es aber auch an diesem Abend nicht. Landrat Thomas Habermann und Bürgermeister Bruno Altrichter sprachen kurze Grußworte und die beiden Dekane Andreas Krefft und Matthias Büttner erbaten Gottes Segen für den Neubau.

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