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    KREIS HAßBERGE

    Bezirk- und Landtagswahl: Freie Wähler nominieren Kandidaten

    Die Freien Wähler im Stimmkreis 604 (Haßberge/Rhön-Grabfeld) nominierten ihre Kandidaten für die Landtags- und Bezirksta... Foto: Sabine Weinbeer

    Die Freien Wähler (FW) im Stimmkreis 604 (Haßberge/Rhön-Grabfeld) schicken laut einer Pressemitteilung Gerald Pittner als Direktkandidaten in den Landtagswahlkampf, als Listenkandidat tritt auf Landesebene Matthias Kleren an.

    Für den Bezirkstag wurden in Bad Königshofen Birgit Bayer als Direktkandidatin und Ulrich Waldsachs als Listenkandidat einstimmig nominiert. Alle vier sind „profilierte Kommunalpolitiker, die die Interessen der Kommunen und des ländlichen Raumes im Bezirk und im Land in die Entscheidungsfindung einbringen wollen“, berichten die FW. Die Wahlen sind voraussichtlich am 14. Oktober.

    Pittner, Richter am Amtsgericht und Stellvertreter des Direktors, ist stellvertretender Bezirksvorsitzender der FW und bewirbt sich zum zweiten Mal um ein Landtagsmandat. Der 57-Jährige ist in vielen Vereinen aktiv, seit 2008 Stadtrat in Bad Neustadt und seit 2014 Kreisrat. Er stellt der bayerischen Staatsregierung nach fast fünf Jahren Amtszeit kein gutes Zeugnis aus. „Die wichtigen Aufgaben wurden nur unzureichend angepackt, weil die Staatsregierung mit ihren internen Personalproblemen befasst war“, so Pittner.

    Dabei sei auch die Politikverdrossenheit der Bürger befördert worden. Politiker müssten dem Bürger zeigen, dass seine Anliegen ernst genommen werden, und dass in den Gremien um Lösungen gerungen wird. Auch wenn man nicht jedem Bürgerwunsch gerecht werden könne, sei es doch wichtig, transparent zu machen, warum letztlich die Entscheidung gefallen ist, heißt es in der Pressemitteilung. Pittner: „Hier müssen wir glaubhaft und authentisch sein. Wir Freien Wähler sind in vielen Kommunen anerkannte Sachpolitiker, sind gewohnt, direkt auf die Sorgen der Bürger einzugehen.“

    Pittner ist es wichtig, die Region zu stärken. Nach wie vor sei der Sog der Metropolen groß, allen Bekenntnissen der Staatsregierung zum Trotz. Auch „dürfen wir nicht alles dem freien Spiel der Wirtschaftskräfte überlassen“, warnte Pittner. Wie schnell da das flache Land abgehängt werde, zeige allein das Verhalten der Netzanbieter. Ohne schnelles Internet laufe jede andere strukturpolitische Initiative in Neustadt, Kissingen oder Haßfurt jedoch direkt ins Leere.

    „Wir stehen für eine transparente, nachvollziehbare und zielorientierte Politik zum Vorteil unserer Mitbürger und damit nicht nur für den Erhalt, sondern vor allem auch die Stärkung und den Ausbau der Verantwortung von Städten, Gemeinden und Landkreisen als Keimzelle des Staates“, betonte Pittner laut Pressemitteilung vor den Mitgliedern der beiden Kreisvereinigungen der FW.

    Dieses Bemühen unterstützt Matthias Kleren, der Pittner als Listenkandidat unterstützt. Der 45-jährige Polizist und Verkehrserzieher ist Stadtrat in Münnerstadt. Ihm liegen die kleinen Polizeidienststellen, die Rahmenbedingungen für die Bayerische Polizei, die Präventionsarbeit und die Infrastruktur im ländlichen Raum am Herzen – von den Schulen bis zu den Schwimmbädern. Er fordert, alle bisherigen Leistungen des Freistaates auf den Prüfstand zu stellen und die Gelder zu optimieren.

    Als Direktkandidatin für den Bezirkstag tritt Birgit Bayer aus Riedbach an. Die 56-jährige Diplom-Finanzwirtin ist Sachgebietsleiterin am Finanzamt Coburg und Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft im Kreistag Haßberge. Sie engagiert sich im Caritas-Vorstand im Landkreis Haßberge und ist Vorsitzende des Caritasvereins Riedbach, der Träger von drei Kindertageseinrichtungen ist. Ihre Erfahrungen aus diesen Engagements und als Gemeinderätin und ehrenamtliche Bürgermeisterin von Riedbach möchte sie laut den FW in die Arbeit des Bezirkstags einbringen. „Vieles, was dort entschieden wird, schlägt direkt auf die Kommunen durch“, wird sie zitiert.

    Auch der Listenkandidat für den Bezirkstag hat laut der Pressemitteilung der FW „kommunalpolitisches Gewicht“. Ulrich Waldsachs ist seit 2008 Bürgermeister und VG-Vorsitzender in Ostheim vor der Rhön. Der vormalige Vermessungs-Ingenieur war zwölf Jahre Stadtrat und kennt ebenfalls die Bedeutung von Beschlüssen in Bezirk oder Land für Städte und Gemeinden. „Für Bürgermeister ist es enorm wichtig, welche Entscheidungen der Bezirkstag fällt“, erklärte er in seiner Vorstellung.

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