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    Ostheim

    Launiger Bummel über den UFO-Rummel

    UFO-Youngsters auf der Bühne: Tim Hahn als Zauberer mit seinem eigenwilligen Kaninchen (gespielt von Luca Zehner).
    UFO-Youngsters auf der Bühne: Tim Hahn als Zauberer mit seinem eigenwilligen Kaninchen (gespielt von Luca Zehner). Foto: Eva Wienröder

    „Seid dabei beim Bummel übern UFO-Rummel“, hieß es am Samstagabend im rappelvollen Saal der Erholung bei der Prunksitzung der „Uhstemer Fosenöchter“. Die machten als Schausteller eine gute Figur, so kam das närrische Publikum bei einem Programm der Superlative mit jeder Menge Spaß und Action voll auf seine Kosten.

    „Lasst uns schunkeln und lachen und danach lassen wir es so richtig krachen“ – das mussten die Prinzenpaare den Besuchern nicht zweimal sagen. Denn schon von Beginn an, als die Prinzengarde mit den großen Tollitäten Kristina I. und Michael II. (Seifert) und den kleinen Hoheiten Lilli I. (Stiel) und David I. (Radina) einzog, herrschte ausgelassene Jahrmarkt-Stimmung im UFO-Saal.

    Tanzgruppen reißen das Publikum mit

    Mit Frank Fetzer hatte ein „Mellerschter“ die Ehre, als Conférencier  zu fungieren. Aber Fetzer ist ja auch schon ein langjähriger UFO-Aktionist und machte seine Sache bestens, wortgewandt, charmant und mit viel Witz führte er durch den Abend. Sketche, Bütt und Tanzeinlagen – knapp fünf Stunden wurde lustige Unterhaltung geboten.

    Besonders zu erwähnen seien an dieser Stelle die Tanzgruppen, die das Publikum auf ihrem Bummel quer über den Rummel mitrissen. Man musste nicht auf dem Riesenrad sitzen, auch so konnte es einem ganz schwindelig werden bei dem rasanten Tempo, das diese an den Tag legten. Da blieb einem als Zuschauer schon fast die Luft weg angesichts der überaus sportlichen und akrobatischen Einlagen.

    Vom Kaninchen, das nicht zaubern wollte

    Alle Achtung den Akteuren und dem Trainerstab. Da steckte knallharte und intensive Vorbereitung mit einer ausgefeilten Choreografie dahinter, um solch eine sehenswerte Bühnenshow auf die Beine zu stellen. Gekrönt wurde das Ganze noch durch die Kostüme, die boten eine wahre Augenweide. Zum Einstieg wirbelte die Prinzengarde elegant über das Parkett. Im Laufe des Programms folgten die ganz Kleinen, die „Minis“, die „Midis“, die große Garde, die Showtanzgruppe und zum fulminanten Abschluss die Männergarde mit wahrlich magischen Vorstellungen.

    Die verschiedenen Tanzformationen, wie die Showtanzgruppe (im Bild), bestachen durch eine ausgefeilte Choreografie und tolle Kostüme
    Die verschiedenen Tanzformationen, wie die Showtanzgruppe (im Bild), bestachen durch eine ausgefeilte Choreografie und tolle Kostüme Foto: Eva Wienröder

    Den ersten Sketch lieferte der junge Zauberer Tim (Tim Hahn) mit seinem Kaninchen (Luca Zehner). Der Zauberer hatte so seine Schwierigkeiten mit dem eigenwilligen Tierchen. Das war nämlich nach den Misserfolgen als Osterhase und Versuchskaninchen vom Arbeitsamt nun zum Zauberkaninchen verdonnert worden und hatte schlichtweg keine Lust auf diesen Job. Die beiden UFO-Youngsters machten ihre Sache gut und erntete jede Menge Lacher.

    Frank Fetzer bekommt sein Fett ab

    Andernorts ist man froh, wenn man ein Funkenmariechen hat, in Ostheim konnte man gleich mit vier aufwarten. Laureen Stockheimer, Lia Mußmächer, Lea Lorenz und Jule Seifert begeisterten mit ihren flotten Tänzen.

    Männer ticken einfach ganz anders als Frauen. Martina Schmitt und Eva Böhm wussten mit ihrem musikalischen Ausflug zu den Unterschieden der beiden Geschlechter zu unterhalten. Da bekam natürlich auch Conférencier Frank Fetzer sein Fett ab.

    Ein Pfarrer steigt als Harlekin in die Bütt

    Lokalkolorit durfte natürlich auch nicht fehlen. Auf dem Minigolfplatz wird weniger dem Bahnenspiel nachgegangen, sondern lieber ein Bierchen getrunken. Dabei kamen die drei Kumpel (Thomas Werner, Max Wienröder und Sebastian Hock) ins Plaudern. Die weiße Tafel am Stadtfest, der „statt-Strand“ und der Weihnachtsmarkt, der Gau mit der Grundschulsanierung und zu guter Letzt die anstehende Bürgermeisterwahl wurden aufs Korn genommen.

    Auch Andreas Hutzler war beim UFO-Fasching wieder mit von der Partie. Er stieg als Harlekin in die Bütt und sinnierte über das alltägliche Kasperltheater, insbesondere über die Missverständnisse zwischen den Geschlechtern. Hutzler – im wahren Leben bekanntlich katholischer Pfarrer – schnitt dabei auch Tabuthemen an und bewies seinen Sinn für Humor.

    Saal gerät außer Rand und Band

    Bevor es in die Verschnaufpause ging, wurden von Frank Fetzer, den beiden UFO-Vorsitzenden Mirko Seifert und Marco Hahn sowie den amtierenden Tollitäten noch die Ehrengäste auf die Bühne geholt und jede Menge edles Blech in Form schmucker Faschingsorden verteilt.

    Bettina Graumann brachte als selbst ernannte Schönheitskönigin den Saal zum Toben.
    Bettina Graumann brachte als selbst ernannte Schönheitskönigin den Saal zum Toben. Foto: Eva Wienröder

    Den zweiten Teil des Abends läutete Bettina Graumann als die „Schönheitskönigin von Schneitzlreuth“ ein. Die letztjährige UFO-Prinzessin hatte ja beim Rathaussturm im November unbedingt an ihrem Amt festhalten wollen. Ihr Putschversuch war allerdings gescheitert, weshalb sie nun ein neues Betätigungsfeld für sich erschlossen hat - als die einzige und wahre Schönheitskönigin, ohne Gegenkandidatin und somit für immer. Sie wusste mit ihrem Wortwitz das Stimmungsbarometer anzuheizen und als sie dann auch noch den Jodler zum Schunkellied der UFO-Fastnacht anstimmte war der Saal außer Rand und Band.

    Inzwischen schon eine feste Institution beim UFO-Fasching: Andrea Petritz und Christina Braungardt strapazierten als Anna und Berta die Lachmuskeln der Besucher.
    Inzwischen schon eine feste Institution beim UFO-Fasching: Andrea Petritz und Christina Braungardt strapazierten als Anna und Berta die Lachmuskeln der Besucher. Foto: Eva Wienröder

    Die begriffstutzige Berta

    Die Ostheimer Faschingsfreunde hatten auch heuer keine Kosten und Mühen gescheut, um sich närrische Akteure von außerhalb „einzukaufen“. So waren aus Eußenhausen Prinz Emil I. (Lukas Zorychta) und Prinzessin Alexandra die Große (Alexander Endres) zu Gast. Zwischen dem ungleichen Paar entbrannte ein angeregter Dialog über Gott und die Welt. Daraus sponnen sich bewegende Fragen, wie zum Beispiel ob Veganer an einer Schnitzeljagd teilnehmen dürfen. Das Publikum kam aus dem Lachen nicht mehr heraus.

    Kein Auge trocken blieb beim Sketch mit Andrea Petritz und Christina Braungardt, die wieder als die beiden alten Freundinnen Anna und Berta im Rampenlicht standen. Berta war wie gewohnt begriffsstutzig und hatte manches allzu wörtlich genommen, unter anderem war so ihr Online-Einkauf gehörig daneben gegangen. Bei Anna hatte derweil der Besuch in der Lottoannahmestelle für Missverständnisse gesorgt

    Das beliebteste Ehepaar Bayerns

    Für große Erheiterung sorgten auch Frank Fetzer und Yvonne Semmler als die Eheleute Alois und Elsbeth. Die waren zum beliebtesten Ehepaar Bayerns gewählt worden. Davon beflügelt wollte sich Elsbeth angesichts ihres hohen „Intellektquotienten“ nun bei diversen Quizshows bewerben. Alois sollte bei den Vorbereitungen für das Casting helfen. Der hatte aber auch gemeine, schier unbeantwortbare Fragen, wie „Wie lange dauerte der 30-jährige Krieg?“ oder „Wer schrieb Schillers Räuber?“.

    Die Männergarde setzte einen fulminanten Schlusspunkt unter das Bühnenprogramm der UFOs.
    Die Männergarde setzte einen fulminanten Schlusspunkt unter das Bühnenprogramm der UFOs. Foto: Eva Wienröder

    Zur fortgeschrittener Stunde wurde von Frank Fetzer und Prinzessin Kristina dann die Musikbox angeworfen. Daraufhin rockten Legenden wie Dschinghis Khan, Boney M. oder AC/DC die Bühne in einer rasanten und sehenswerten Show. Ein grandioses Finale legten die Herren der Männergarde hin. Die zündeten noch einmal richtig Feuer auf der Bühne (im wahrsten Sinne des Wortes) und beschlossen das bemerkenswerte Programm, das bei den närrischen Besuchern bestens angekommen war.

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