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    Bad Königshofen

    Linus Eizenhöfer: Brückenwärter der Pfarreiengemeinschaft

    Am Altar der Stadtpfarrkirche beim Dankgottesdienst mit Altpfarrer Linus Eizenhöfer stand der ehemalige Priesterseelsorger der Diözese Würzburg, Pater Ludwig Schuhmann (links), sowie rechts Diakon Rudi Reuter. Foto: Hanns Friedrich

    Als einen Brückenwärter der Pfarreiengemeinschaft Grabfeldbrücke hat der ehemalige Priesterseelsorger der Diözese Würzburg, Pater Ludwig Schuhmann (SJ), Altpfarrer Linus Eizenhöfer beim Festgottesdienst am Sonntag in der Stadtpfarrkirche bezeichnet. Gestaltet wurde der Dankgottesdienst aus Anlass des 85. Geburtstags des Geistlichen vom Kirchenchor St. Cäcilia unter der Leitung von Martin Seiwert. Auch Diakon Rudi Reuter stand mit am Altar. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Weigand und ihrer Stellvertreterin Marga Deuerling beglückwünschten den Jubilar im Namen der gesamten Pfarrei. Im Anschluss waren die Gottesdienstbesucher zu einem Empfang in das Pfarrgemeindehaus eingeladen.

    Altpfarrer Linus Eizenhöfer freute sich, dass Pater Ludwig Schuhmann (Limbach) als Festprediger zugesagt hatte. Ihn begrüßte er ebenso wie seine Verwandten und die Gottesdienstbesucher. Seit dem 26. Januar 1986 ist er in der Pfarrei und verbringt in Ipthausen seinen Altersruhestand.

    Was bedeutet alt, sehr alt und langlebig?

    In seiner Predigt ging Pater Ludwig Schuhmann  auf die Weltgesundheitsorganisation ein. Diese hat festgelegt, dass Menschen im Alter von 80 bis 86 Jahren "alt" sind, ab 90 ist man "sehr alt" und wer 100 Jahre und älter wird, wird als "langlebig" bezeichnet. Damit stehe fest, dass Linus Eizenhöfer nun "alt" ist. 57 Jahre ist er Priester, 33 Jahre in Bad Königshofen. Ihn habe man nicht fortgeschickt, sondern in der Pfarreiengemeinschaft Grabfeldbrücke als einen "Brückenwärter" gesehen. Solch ein Brückenwärter, stehe für notwendige Hilfen parat. So sei es auch bei Linus Eizenhöfer, der immer noch als Priester in den verschiedenen Ortschaften eingesetzt ist.

    Der ehemalige Priesterseelsorger der Diözese Würzburg, Pater Ludwig Schuhmann (SJ) war Festprediger beim Gottesdienst zum 85. Geburtstag von Altpfarrer Linus Eizenhöfer. Foto: Hanns Friedrich

    Menschen, da war sich der Festprediger sicher, werden von Engeln begleitet. Er selbst habe das immer wieder erfahren. Jeder habe außerdem einen Auftrag für seine Lebenszeit. So auch Linus Eizenhöfer, der als Pfarrer in Bad Königshofen vieles auf die Beine gestellt hat. Oft seien dies Herausforderungen gewesen. Die habe er aber schon als Schulbub gehabt, da er täglichen einen steilen Anstieg zur Schule bewältigten musste. Bekannt sei er als unkompliziert und als ein Mensch, der auf den Nächsten zugeht. Orgel- und Akkordeonspieler ist er und musikalisch auch an der Gitarre zu hören.

    Wurzeln im Grabfeld geschlagen

    Pater Ludwig ging dabei auch auf die Prominentenband ein, die immer Freude und gute Laune verbreitet. Der Prediger erinnerte an die 25 Pilgerreisen. Auch hier seien Engel dabei gewesen, damit alles gut verlief. Nach mehr als 30 Jahren habe er nun Wurzeln im Grabfeld geschlagen. Verschiedene Höhepunkte sprach der Festprediger an und verwies auf die Zeit als Militär-Seelsorger.

    Der eigentliche Brückenheilige der katholischen Kirche sei bekanntlich St. Nepomuk, Linus Eizenhöfer sei aber Feldwebel a.D. und Brückenwärter der Grabfeldregion. Wenn es der Rat der Engel beschließt, werde er sicher noch einige Jahre auf der Erde zubringen. Und dafür bat der Festprediger um Gottes Segen.

    Der Jubilar dankte für den besonders schön gestalteten Gottesdienst und erinnerte an eine Pilgerreise nach Irland. Dort habe er damals vom neuen Papst Benedikt erfahren. Ihm hatte er Glückwünsche geschickt. Noch heute hat er das Schreiben des Vatikans, in dem sich Papst Benedikt für die Segenswünsche bedankt. Das sei schon ein beeindruckendes Erlebnis gewesen, so Eizenhöfer.

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