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    OBERSTREU

    Lockt Futterstelle Wildtiere ins Neubaugebiet?

    Tiefe Furchen und große Löcher in den Wegen sind nach Holzerntearbeiten im Oberstreuer Gemeindewald im Bereich der Hornb... Foto: Sabine Pagel

    Oberstreu (gel) Mit nur wenigen Punkten im öffentlichen Teil befasste sich das Gremium bei der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr. Bürgermeister Matthias Liebst informierte über einen Einspruch des Landratsamtes. Im November des vergangenen Jahres wurde beschlossen, eine Hundehalteverordnung für die Gemeinde Oberstreu zu erlassen.

    Keine Anleinpflicht unabhängig von der Größe

    Hier wurde die Anleinpflicht für alle Hunde, unabhängig von der Größe, vorgesehen. Das Landratsamt Rhön-Grabfeld hat der Satzung jedoch nicht zugestimmt. In einer der nächsten Sitzungen werde man sich nochmals mit der Anleinpflicht beziehungsweise der möglichen Größenbeschränkung beschäftigen müssen.

    Bernd Beck beklagt Schäden an Waldwegen

    Einige Punkte hatte Gemeinderat Bernd Beck auf dem Plan. Er monierte den Zustand der Waldwege im Bereich der Hornburg in Oberstreu nach Holzerntearbeiten. Dort haben die Walderntemaschine teilweise große Löcher und tiefe Furchen in den feuchten Wegen hinterlassen. Einige dieser Waldwege wurden erst in den vergangenen Jahren saniert. Gerade in Hinblick auf die jährlichen Kosten für die Pflege und Sanierung der Wege habe er hierfür kein Verständnis. Wenn es die Witterung nicht zulasse, so müsse man eben auf den Holzeinschlag verzichten, so Beck.

    Förster soll angesprochen werden

    Dem stimmten weitere Gemeinderäte zu. Bürgermeister Liebst begründete dies damit, dass aufgrund der bisher milden Witterung im Winter der Boden noch nicht gefroren gewesen sei. Man könne allerdings bei trockener Witterung mit relativ geringem Aufwand die Wege wieder einigermaßen wiederherstellen, versuchte Liebst die Problematik zu entschärfen. Er schlug vor, bei der Vorstellung des nächsten Forstbetriebsplanes den Förster direkt auf dieses Thema anzusprechen.

    Lockt Futterplatz Dachs & Co. ins Neubaugebiet?

    Des weiteren sprach Beck ein Problem mit Füchsen, Dachsen und Mardern im Oberstreuer Neubaugebiet an. In nicht allzu weiter Entfernung ist ein Luderplatz, also ein Futterplatz zum Anlocken von Wildtieren eingerichtet. Man befürchtet, durch diesen Futterplatz würden die Wildtiere ins Neubaugebiet gelockt. Bürgermeister Liebst versprach, den zuständigen Jagdpächter auf dieses Thema anzusprechen.

    Als letzten Punkt brachte Beck den Wasserspielplatz in Oberstreu an der Bahra an. Nach dem Hochwasser wurde der Sand aus dem angelegten Sandspielplatz weggeschwemmt. Bürgermeister Liebst will den Sandspielplatz wieder herrichten lassen.

    Bauanträge

    Keine Einwände hatten die Mandatsträger gegen das Bauvorhaben von Dieter Lehnert aus Oberstreu. Er plant eine Terrassenüberdachung mit Solaranlage an das bestehende Wohnhaus. Ebenfalls durchgewunken wurde der Bauantrag von Eva und André Gottwalt aus Oberstreu. Die Eheleute planten den Neubau eines Zweifamilienwohnhauses sowie Neuerrichtung des Daches des bestehenden Wohnhauses. Bürgermeister Matthias Liebst zeigte sich erfreut, dass Bürger die Initiative ergreifen und im Altort neuen Wohnraum errichten. Nur so kann der Ortskern erhalten werden. Des weiteren wurde dem Antrag der Überlandwerk Rhön GmbH zugestimmt, eine Beton-Fertigteil-Trafostation in der Mellrichstädter Straße in Oberstreu zu errichten.

    Abschließend wurde das Ergebnis der Jahresrechnung der Gemeinde Oberstreu für das Jahr 2016 festgestellt. Bürgermeister und Verwaltung wurden entlastet.

    gel

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