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    HENDUNGEN

    "Melkerkönig" Benjamin Balling schlug sogar den Ziegenzüchter

    Eine breite Palette an Jungtieren wurde während der Jungtierwerbeschau in Hendungen geboten, freute sich der Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins Hendungen, Alfred Kaiser. Dabei wurde ihm zugetragen, dass es nirgendwo mehr zu finden sei, dass eine kleine Tierschau in einem Ortsverein eine solche Vielfalt aufweist.

    In dieser Schau war jede Rasse vertreten, die im Verein gezüchtet wird. 23 Kaninchenrassen waren darunter, neun Tauben, neun Rassehühner und zwei Gänse. Bei den Tauben gab es Strasser, Texaner, deutsche Modeneser, Amsterdamer Kröpfer, fränkische Trommel-Tauben, Elsterpurzler und Spaniertauben zu bewundern. An Hühnern waren in den Käfigen Aracaunas, holländische Zwerghühner, deutsche Zwerg-Langschan, Zwerg-Niederrheiner, Zwerg-New Hampshire und Zwerg-Wyandotten.

    Breit war die Palette bei den Kaninchenrassen mit Gelb-Rexe, rhönfarbigen oder schwarzen Farbenzwergen, Zwergwidder chinchillafarbig, Russen schwarz-weiß, schwarzen Lohkaninchen, englischen Schecken schwarz-weiß, Rhönkaninchen, Perlfeh, Sachsengold, Kleinchinchilla, mit Thüringern, Meißner Widdern havanna oder auch mit deutschen Widdern blau. Pommer- und Höckergänse lugten stolz aus den Käfigen und um einen Baum scharten sich drei Ziegen, die sich beim Fressen nicht aus der Ruhe bringen ließen.

    Wenn auch Alfred Kaiser stolz darauf ist, dass es so viele Züchter und Rassen im Verein gibt, macht er sich allerdings schon etwas Sorgen, wie lange diese Schauen noch zu halten sind, weil der Nachwuchs fehlt. Es wird zunehmend schwieriger, den ganzen Umfang einer solchen Veranstaltung zu stemmen. Aber es war gut zu beobachten, wie viele Helfer sich an den Ständen um das Wohl der Besucher gekümmert und viele Bäckerinnen im Vorfeld gebacken haben.

    Ein besonderes Schmankerl war am frühen Nachmittag der Ziegen-Melkwettbewerb, der bereits zum dritten Mal stattgefunden hat. Alle örtlichen Vereine waren wegen einer Teilnahme angeschrieben worden. Alfred Kaiser sah darin die Chance, die Gemeinschaft im Dorf zu fördern und dabei Spaß zu haben. Drei Mannschaften sind schließlich angetreten. Leider hatte die Feuerwehr Rappershausen an diesem Tag ihren Ausflug, an dem auch Hendunger beteiligt waren, damit fiel diese Gruppe schon aus. Und auch die Fußballer waren anderweitig beschäftigt.

    Daniel Molitor war dann der souveräne Organisator, der das Spektakel mit professioneller Ruhe und Humor geleitet hat. Es galt, in einer Minute so viel wie möglich zu melken, wobei allen Teilnehmern am Ende doch die Hände ziemlich weh taten. „An die Ziege, fertig, los“ hieß das Kommando.

    Die erste Mannschaft stellte der Schützenverein mit Reinhold Seifert, der 1400 ml gemolken hat, Matthias Geuppert brachte mit kräftigen Händen 1630 ml zustande, Klaus Simon 1420 ml und seine Frau Linda 900 ml, insgesamt waren es 5350 ml. Damit erreichten die Schützen den 3. Platz. Den 2. Platz belegte der Musikverein mit insgesamt 7760 ml. Lorenz Bach schaffte beachtliche 2500 ml, Maximilian Damm 1900 ml, Bernhard Ledermann 2050 ml und Franziska Hartung 1310 ml. Die Kleintierzüchter stellten das Siegerteam mit 9510 ml. Alfred Kaiser zapfte mit voller Konzentration 2310 ml, Karl Geuppert 2040 ml, Tobias Kirchner, der Ziegenzüchter, schaffte mit einem anderen Melkrhythmus, der sich gleichmäßig und satt anhörte, 2440 ml und Benjamin Balling wurde mit 2720 ml Melkmeister. Als Anerkennung bekam das Siegerteam 50 Euro, mit denen die Vereinsmitglieder ihre Geselligkeit fördern können.

    Danach amüsierten sich die Kinder mit der Melkziege und hatten dabei ihre Gaudi. Auch auf der Hüpfburg konnten sie sich austoben und in einer Streichelecke sich mit den Tieren befassen. Für die Unterhaltung sorgten die Hendunger Musikanten. Und vielleicht bekam ja der eine oder andere Besucher Lust, sich den Kleintierzüchtern anzuschließen.

    bgb

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