• aktualisiert:

    Mellrichstadt

    Mellrichstadt: Kinder begaben sich auf die Schnitzeljagd 2.0

    Die digitale „Schnitzeljagd 2.0“ unter Anleitung von Uli Sterzinger (Rhönklub-Familienwartin) führte die Ferienkinder zu elf Schatz-Depots. Dort musste man schon sehr genau die Standortumgebung absuchen, um die kleinen Schatzbehälter zu finden. Foto: Georg Will

    Mit einem Smartphone umzugehen, ist für Acht- bis Zwölfjährige heutzutage in aller Regel kein Problem mehr. Dagegen mit einem Garmin-GPS-Gerät auf „Schatzsuche“ zu gehen, ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig, zumindest für Anfänger. Die Ferienkinder Mellrichstadts und Umgebung hatten damit aber keine Berührungsängste, als es auf Einladung des Rhönklub-Zweigvereins Mellrichstadt hieß eine digitale „Schnitzeljagd 2.0“ mitzumachen.

    Am Dienstagnachmittag trafen sich jene 15 Kinder am Mühlrad an der Streuwiese, die sich rechtzeitig für dieses Ferienangebot angemeldet hatten. Rhönklub-Familienwartin Uli Sterzinger begrüßte die erwartungsfrohen Mädchen und Buben, erklärte den Begriff „Geocaching“ und wies die Kinder in die Bedienung der von ihr ausgegebenen GPS-Geräte ein.

    Koordinatenangaben weisen den richtigen Weg

    Die Herausforderung lautete, elf versteckte kleine „Schätze“ per Satellitensteuerung auf einem Rundkurs durch Mellrichstadt mithilfe von ins GPS-Gerät eingegebenen Längen- und Breitengraden und den sich daraus ergebenden Kreuzungspunkt zu suchen.

    Die ersten Anlaufpunkte mit genauen Koordinatenwerten waren durch Sterzinger bereits in die GPS-Geräte eingegeben worden und konnten so mit dem Gerätekompass angesteuert werden. Das Positionierungsgerät zeigte auch jeweils die Entfernung zu den „Schätzen“ in Metern an.

    Genaue Beobachtung auch am Zielort nötig

    Am Versteck-Standort angekommen, musste man schon sehr genau die Umgebung betrachten, um die kleinen Schatzbehälter zu erblicken. Sterzinger hatte sie so platziert, dass sie durch oberflächliches Betrachten nicht zu sehen waren. Man musste schon nach Mauerritzen, Nischen am Weg oder in Stein- oder Holzformationen, Baum- und Strauchverästelungen, Rohröffnungen und Verkehrsschilderbefestigungen schauen, ob dort etwas Auffälliges war, was normalerweise nicht dorthin gehört. Wenn die Tarnung zu schwierig war oder es zu lange dauerte, bekamen die Kinder vage, aber dennoch zielführende Hinweise.

    Ab der Hälfte der Strecke wurde die Anforderung erhöht, denn die Kinder sollten die Koordinaten der Längen- und Breitengrade nun selbst in die Geräte eingeben. Diese standen auf den kleinen Zetteln – das waren die zu suchenden „Schätze“ – die in den aufgefundenen kleinen Schatzbehältern deponiert wurden. Einmal führte die Schatzentdeckung unterwegs auch zu einer Belohnung in Form von Süßigkeiten, welche Sterzinger mitführte und verteilte.

    Tour führte die Kinder an viele verschiedene Orte

    Die Entdeckertour führte von der Streuwiese entlang des Mühlgrabens, der Streu und der Stadtmauer vorbei an der Burgmühle, durch Verschönerungsgärtchen und Alfons-Halbig-Platz zum Wohnmobilstellplatz, hinterm Bahndamm zur Sonnenlandstraße und zum höchsten Punkt, zum Verlobungstempel. Von dort ging es weiter bergab über Blumenweg, Sudetenstraße und Rossbachstraße zum dortigen Spielplatz, dem letzten Zielpunkt. Alle Schätze wurden gefunden und es gab dort noch eine Belohnung, nämlich selbstgebackenen Kuchen und Erfrischungsgetränke.

    Die Kinder waren durchweg in bester Laune und begeistert bei der Sache. Sie unterstützten sich auch gegenseitig bei ihrer digitalen Schnitzeljagd. Alle hatten viele Erfolgserlebnisse, viel Spaß miteinander und viel zu erzählen – nicht nur untereinander, sondern auch den Eltern, die sie nach kurzweiligen drei Stunden und rund vier Kilometern Gehstrecke wieder an der Streuwiese abholten.

    Wurde der mit digitaler Hilfe gesuchte „Schatz“ gefunden, wurden die GPS-Geräte wieder neu programmiert, um zum nächsten Schatz-Depot zu gelangen. Uli Sterzinger gab dazu Hilfestellung, wenn sie gewünscht wurde. Foto: Georg Will

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!