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    Mellrichstadt

    Mellrichstadt: VG-Vorplatz wird zum Nathan-Stern-Platz

    Stadtrat beschloss, das Widmungsverfahren einzuleiten – Feuerwehr Eußenhausen bekommt neues Fahrzeug
    Der Vorplatz der VG Mellrichstadt soll zum Nathan-Stern-Platz werden. Foto: Brigitte Gbureck

    Der Vorplatz zur Verwaltungsgemeinschaft Mellrichstadt um den Bereich des Prinzregent-Luitpold-Brunnens soll umbenannt werden, und zwar in Nathan-Stern-Platz. Bereits 2014 war diese Umbenennung Thema im Stadtrat, in der Sitzung am Donnerstagabend regte Bürgermeister Eberhard Streit nun an, das notwendige Widmungsverfahren einzuleiten. Wichtig dabei: Für den ausgewählten Bereich sind keine Adressänderungen nötig, informierte der Stadtchef. Nathan Stern (1871 bis 1948) ist nicht nur Ehrenbürger der Stadt, sondern auch der Stifter des ursprünglichen Brunnens.

    Die Feuerwehr Eußenhausen erhält einen Mannschaftstransportwagen. Die Regierung von Unterfranken hat die Zustimmung zur vorzeitigen Beschaffung erteilt, das Fahrzeug kostet 32 000 Euro. Der Freistaat beteiligt sich an der Finanzierung mit 13 100 Euro, die Stadt steuert 10 000 Euro bei. 8900 Euro trägt die Feuerwehr Eußenhausen.

    Fußgängerbrücken werden erneuert 

    Aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 5. Dezember 2019 gab Streit bekannt, dass die Aufträge für die Erneuerung der Fußgängerbrücken bei der Realschule in Mellrichstadt sowie bei der Bushaltestelle in Mühlfeld vergeben wurden. Die Firma Vorndran erneuert die Brücke an der Realschule zum Angebotspreis von rund 61 500 Euro brutto und die Brücke in Mühlfeld zum Preis von knapp 20 000 Euro.

    Der Mellrichstädter Künstler Peter Klier möchte seinen Bildband "Altstadtzauber Mellrichstadt" neu auflegen. Der Band wird um neue Bilder erweitert und zeigt künftig etwa 100 Zeichnungen in Farbe. Nach einer Anfrage von Peter Klier ist die Stadt bereit, die Druckkosten für eine Auflage von 300 Exemplaren vorzuschießen. Der Verkaufspreis liegt bei 15 Euro pro Bildband, die vorgestreckten Kosten kämen beim Verkauf wieder herein. Das Gremium gab grünes Licht.

    Nimmt der Naturteich zu viel Wasser aus der Bahra?

    Der Verein Behrunger Natur-Teich hat das Gelände des ehemaligen Schwimmbads Behrungen  von der Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gepachtet und will das verwahrloste Gelände kultivieren. Ein Ort der Begegnung soll entstehen, wobei das alte Schwimmbecken umgestaltet und mit einer Flachwasserzone umgeben werden soll. Für die Aufstellung eines Bebauungsplans wurde Mellrichstadt als Träger öffentlicher Belange und auch Nachbargemeinde um eine Stellungnahme gebeten. 

    Bürgermeister Eberhard Streit und die Mitglieder des Stadtrats waren davon wenig begeistert. Der geplante Naturteich ist durch einen offenen Graben mit dem Fließgewässer Bahra verbunden und nimmt damit Einfluss auf die Zulaufmenge des Gewässers. Laut Bauamtsleiter Christian Roßhirt wird eine Beeinträchtigung der Wassermenge in die Bahra erwartet.

    Verein hält Bedenken für unbegründet

    Die Gemeinde Hendungen, die ebenfalls zu einer Stellungnahme aufgefordert ist, sieht das ähnlich, so Streit. Der Verein Behrunger Natur-Teich hält die Bedenken in einem Schreiben an die Stadt für unbegründet. Vielmehr werde sich laut Verein die Abflussmenge in die Bahra durch die geplanten Maßnahmen eher erhöhen als verringern, heißt es. 

    Robert Mack hat in punkto Naturteich keine Bedenken: "Der Biber macht uns in dem Bereich deutlich mehr Probleme als die Renaturierung eines Schwimmbads", führte er an. Wolfgang Stahl fragte nach, ob ein Veto der Stadt über Landesgrenzen hinweg überhaupt Sinn mache. Da konnte der Stadtchef nur mit den Schultern zucken. Dennoch hielt das Gremium fest, dass von Seiten der Stadt Mellrichstadt Bedenken gegen die Bauleitplanung im Hinblick auf die Zulaufmenge in die Bahra bestehen. Die abschließende Beurteilung für den Freistaat Bayern soll nun durch das zuständige Wasserwirtschaftsamt erfolgen.

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