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    Mellrichstadt

    Mit dem Rad von Mellrichstadt nach Mühlfeld

    Die Flurwegegemeinschaft Mellrichstadt möchte den Flurweg Winterleite als Verbindungsweg zwischen Mellrichstadt und Mühlfeld in drei Wegeabschnitten instandsetzen, damit er auch als Radweg genutzt werden kann. Die Stadt Mellrichstadt wird sich an den Kosten beteiligen. Foto: Brigitte Gbureck

    Die Flurwegegemeinschaft Mellrichstadt beabsichtigt, den Verbindungsweg Mellrichstadt-Mühlfeld (Flurweg Winterleite - im Bericht über die Bauausschusssitzung wurde irrtümlich der Radweg zum Grünabfallplatz genannt), instandzusetzen, damit er auch als Radweg genutzt werden kann und den Lückenschluss für die Radwegverbindung Mellrichstadt-Mühlfeld bildet.

    Unterteilt in drei Wegeabschnitte wird Wegeabschnitt 1 (circa 850 laufende Meter) mit Netto-Kosten von 5 870 Euro, Wegeabschnitt 2 (circa 500 laufende Meter) mit Nettokosten von 8 026 Euro, beide Abschnitte mit einer 50-prozentigen Förderung, und Wegeabschnitt 3 (circa 450 laufende Meter) mit Netto-Kosten von 27 825 Euro veranschlagt. Die Gesamtkosten brutto betragen damit fast 50 000 Euro.

    Die Flurwegegemeinschaft beantragt, dass sich die Stadt mit einem städtischen Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro beteiligt. Abschnitt 3 weist noch keinerlei Wegeführung auf und besteht nur aus Wiese. In Absprache mit der Flurwegegemeinschaft möchte sich die Stadt bei Abschnitt 3 mit mehr beteiligen, weil es im Sinne der Stadt und von den Bürgern gewünscht sei, meinte Bürgermeister Streit und schlug einen Zuschuss von 25 000 Euro (90 Prozent) für diesen Abschnitt vor.

    Markus Groenen stellte klar, dass die Landwirtschaft Abschnitt 3 nicht braucht. Er meinte aber, wenn Abschnitt 1 in Angriff genommen werde und die Baumaschinen schon vor Ort seien, dass der Rest auch gleich mitgemacht werden könnte. Bürgermeister Streit betonte, dass die Wegeherrichtung der Stadt als Aufgabe obliegt. Mit der Jagdpacht und der Flurbereinigung habe man jemanden gefunden, der sich um die Wege kümmert. Daher müsste eine Maßnahme, die andere machen, von der Stadt unterstützt werden.

    Die Flurwegegemeinschaft könne in diesem Jahr Abschnitt 2 und 3 nicht in Angriff nehmen, nur Abschnitt 1 sei geplant gewesen, meinte Groenen. Mit Abschnitt 3 könnte Mühlfeld fast eben erreicht werden und auch Eußenhausen fußläufig oder per Rad. Das könnten sie aber nicht schultern.

    Wolfgang Stahl war dafür, sich mit höherem Maß zu beteiligen mit der Maßgabe, Abschnitt 3 als Radweg zu erschließen. Robert Mack war insgesamt gegen den Radweg. Flora und Fauna seien dort noch unberührt und das Wild könne sich hier zurückziehen. Er möchte das schöne Tal nicht noch mehr als bisher für den Tourismus öffnen, zumal die Raderschließung für den Bereich schon gegeben ist.

    Bürgermeister Streit konnte sich dem nicht anschließen. Die schönen Teile der Natur sollen den Bürgern erhalten bleiben. Er sieht auch keine Notwendigkeit, das Wild noch mehr zu schonen. Er würde aber ungern dort Maiskolonnen oder große Lkw hinein locken, dieser Weg soll keine Abkürzung für Fahrzeuge werden. Es war auch nur ein Vorschlag und keine Bitte, stellte Markus Groenen klar.

    Dem Vorschlag von Bürgermeister Streit, sich für Abschnitt 1 und Abschnitt 2 mit 50 Prozent zu beteiligen und für Abschnitt 3 90 prozent der Kosten zu übernehmen und bei finanzieller Schieflage der Flurwegegemeinschaft die Beteiligung noch etwas zu erhöhen, schloss sich das Gremium geschlossen an.