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    Bad Königshofen

    Mit dem Rallye-Auto möglichst schnell um die Kurven driften

    Talentierter Rallye-Nachwuchsfahrer: Tobias Jakob aus Bad Königshofen in seinem BMW E 30 318 iS. Der 21-jährige Werkzeugmechaniker wurde Ende vergangenen Jahres bei der ADAC-Sportfahrer-Ehrung in Bad Windsheim ausgezeichnet. Foto: Alfred Kordwig

    Für Tobias Jakob war es so etwas wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Im Dezember wurde der Nachwuchs-Rallyefahrer  bei der ADAC-Sportfahrer-Ehrung 2019 in Bad Windsheim für seine guten Saisonergebnisse ausgezeichnet.

    Auch wenn es bei den insgesamt sechs Wettbewerben, an denen der 21-jährige Bad Königshöfer in der Saison 2019 teilgenommen hat, nie für einen der ganz vorderen Plätze reichte, kann Tobias Jakob stolz auf das Erreichte sein: Mit seinem 180 PS starken BMW E 30 318 iS, für den er eine Straßenzulassung hat, belegte er bei den Junioren in der Gesamtwertung einen respektablen zweiten Platz.

    2019 an sechs Rallyes teilgenommen

    An sechs Rallye-Veranstaltungen nahm Tobias Jakob im vergangenen Jahr teil, darunter so namhafte Wettbewerbe wie die ADAC-Oster-Rallye im April in Tiefenbach, die Scheßlitzer ADAC-Rallye im Bamberger Land im September oder zum Saisonabschluss im Oktober die Stäubli-Rallye in der Fränkischen Schweiz. Dass der Bad Königshöfer Nachwuchs-Fahrer im Saisonverlauf drei verschiedene Beifahrer an seiner Seite hatte, war dabei nicht ideal.  „Ein guter Co-Pilot ist extrem wichtig für ein funktionierendes Team“, weiß der gelernte Werkzeugmacher. Deshalb ist er sehr froh darüber, in der kommenden Saison bei allen zehn von ihm geplanten Rallye-Teilnahmen mit Dominik Worbs aus Gefrees einen versierten Navigator an seiner Seite zu wissen.

    Kostspieliges Hobby: Tobias Jakob neben seinem Rallye-Auto, in das er fast alles steckt, was er in seinem Job verdient. Foto: Alfred Kordwig

    Schnell um die Kurven kommen

    Der Nachwuchs-Motorsportler war 18 Jahre alt und noch gar nicht lange im Besitz seines Führerscheins, als er sich zum ersten Mal für eine ADAC-Rallye anmeldete. Seitdem ist fasziniert von dieser Form des Motorsports, bei der es nicht auf das Erreichen von Höchstgeschwindigkeiten, sondern eine perfekte Fahrzeugbeherrschung ankommt. „Wichtig ist es, so schnell wie möglich um die Kurven zu kommen“, so Tobias Jakob, der viel Geld in sein Hobby investiert. „Allein ein Satz neuer Reifen kostet über 1000 Euro“, weiß der 21-jährige Nachwuchs-Fahrer, der, wie er sagt, fast alles, was er verdient, in den Motorsport steckt.

    Schrauben in der eigenen Werkstatt

    Auf der anderen Seite sind selbst mit Spitzenergebnissen für Rallye-Amateure keine Reichtümer zu verdienen. Da ist es natürlich gut, dass er sein Fahrzeug in der eigenen Werkstatt auf die Wettbewerbe vorbereiten kann und ihn seine Familie unterstützt. Tobias Jakob kann es gar nicht erwarten, bis am 14. März mit der UMC DMV Rallye Ulm die neue Saison beginnt. Seine Ziele hat er klar abgesteckt: So wenig Ausfälle wie möglich produzieren und wie schon in der vergangenen Saison in seiner Altersklasse wieder ganz vorne mitmischen.

    Bearbeitet von Alfred Kordwig

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