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    Bad Königshofen

    Mit den Reisemobilisten geht die Kursaison nicht baden

    Einer der Garanten für stabile Besucherzahlen: der Heilwassersee an der Frankentherme, der vor 15 Jahren in Betrieb genommen wurde. Foto: Florian Trykowski

    Es sind erfreuliche Zahlen, die Kurdirektor Werner Angermüller in seinem Halbjahresbericht 2019 ausweisen kann: Demnach stieg die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über zehn Prozent auf 45 562, die Besucherzahlen in der Franken-Therme und im Finnisch-Fränkischen Saunadorf legten um knapp 4,5 Prozent auf 72 698 zu.

    31 Zusätzliche Stellplätze

    Damit setzt sich der schon seit 2016 zu beobachtende positive Trend im Kurbereich fort. Was den Reisemobilstellplatz betrifft, der im vergangenen Jahr um 31 Plätze erweitert wurde und nun 96 Stellplätze zählt, hält Angermüller sogar eine „Rekordsaison“ für möglich: 17 112 Übernachtungen auf dem Stellplatz im ersten Halbjahr 2019  bedeuten eine Steigerung um über 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als noch 13 672 Übernachtungen gezählt wurden.

    Immer mehr Reisemobilisten

    Der Bad Königshöfer Reisemobilstellplatz (im Bild der neu angelegte Bereich) an der Frankentherme wurde im vergangenen Jahr um 31 Plätze erweitert. Seitdem hat dort die Zahl der angereisten Gäste deutlich zugenommen. Foto: Alfred Kordwig

    Der kräftige Anstieg der Übernachtungszahlen ist nicht  allein der ungebrochenen und sogar weiter steigenden Beliebtheit des Reisemobilstellplatzes zu verdanken. Auch die Eröffnung des „Freizeitzentrums Sambachshof“ im ehemaligen Vhs-Bildungszentrum auf dem Sambach trug mit dazu bei, dass die Übernachtungszahlen nach oben schnellten. „Die Entwicklung dort ist sehr erfreulich“, so Angermüller, der auf eine Zunahme der Übernachtungen im Familienbildungshaus St. Michael hinweist. Er rät allen  Vermietern, die es noch nicht tun, Online-Buchungssysteme zu nutzen. „Über diese Reservierungswege gab es  im ersten Halbjahr 2019 Steigerungen von über 60 Prozent.“

    Mehr Saunabesucher als in den vergangenen Jahren: Die Besucherzahlen im Finnisch-Fränkischen Saunadorf legten im ersten Halbjahr 2019 um 12,54 Prozent zu. Foto: Florian Trykowski

    Mehr Besucher im Saunadorf

    Ebenfalls bemerkenswert: Obwohl im Juni an vielen Tagen rekordverdächtige Temperaturen herrschten, die nicht unbedingt zu einem Saunabesuch einluden, stiegen auch in dieser Einrichtung im ersten Halbjahr die Besucherzahlen deutlich von 16 174 auf 18 202. Das entspricht einer Zunahme um 12,54 Prozent.

    „Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder in das Finnisch-Fränkische Saunadorf investiert und dort neue Attraktionen geschaffen“, nennt Angermüller wohl den Hauptgrund, warum die Saunalandschaft so viele Besucher anzog wie seit Jahren nicht. Hallenbad und Therme hatten von Januar bis Juni  54 496 Besucher und somit zwei Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als 53 428 Gäste gezählt wurden.

    Therapie wird erweitert

    Der Rohbau steht: In und an der Frankentherme wird derzeit die Thearapieabteilung saniert und erweitert. Läuft alles weiter nach Plan, sind die Bauarbeiten im Mai kommenden Jahres abgeschlossen. Foto: Alfred Kordwig

    Um mittel- und langfristig mit anderen Bädern mitzuhalten, saniert und erweitert die Stadt gerade die Therapieabteilung. „Der Rohbau steht und wenn alles weiter nach Plan läuft, ist im Mai nächsten Jahres alles fertig“, so der Kurdirektor, der von einer sehr positiven Entwicklung im ersten Halbjahr 2019 spricht und dafür einige unabdingbare Voraussetzungen wie Zertifizierungen oder eine strukturierte Team-Arbeit mitverantwortlich macht. „Wenn wir Fehler erkennen, stellen wir sie sofort ab und schieben sie nicht aus die lange Bank.“

    Neue Trink- und Wandelhalle

    Zudem sei auch die Stadt Bad Königshofen für Kurgäste und Urlauber nach wie vor attraktiv.  Es gebe ein breites Angebot an Gastronomiebetrieben und Geschäften in der Kernstadt, die mit der die Sanierung und Neugestaltung der Schranne deutlich an Wert gewonnen habe. Mit dem Neubau des medizinischen Gesundheitszentrums und der neuen Trink- und Wandelhalle werde sich die Stadt weiter positiv entwickeln.

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