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    Frickenhausen

    Mit viel Humor und einem sonnigen Gemüt das Leben gemeistert

    Mit 85 Jahren noch in guter Stimmung: der 3. Bürgermeister Frank Vetter gratulierte Agnes Goebel aus Frickenhausen zum Geburtstag.
    Mit 85 Jahren noch in guter Stimmung: der 3. Bürgermeister Frank Vetter gratulierte Agnes Goebel aus Frickenhausen zum Geburtstag. Foto: Brigitte Gbureck

    Am 11. Februar 1935 wurde sie als Agnes Bauer in Frickenhausen geboren, am Dienstag konnte Agnes Goebel ihren 85. Geburtstag feiern. Dass ihr Leben bewegt war, davon konnte sie bei einem Besuch wie aus der Pistole geschossen erzählen. Von sieben Geschwistern wurde sie als fünftes Kind geboren, das einzig noch lebende. Nach Ende der Schulzeit ging sie als Haushaltshilfe in einen Fünf-Personen-Haushalt nach Bad Neustadt, anschließend arbeitete sie in der Krankenhausküche in Bad Kissingen.

    Auf Vermittlung einer Frickenhäuser Familie kam sie nach Sommerhausen, wo sie, nach eigenen Aussagen, das Kochen gelernt hat. Pünktlich musste jeden Tag das Essen für etwa zwölf Personen auf dem Tisch stehen. Zwei Jahre war sie dort, wo es ihr gut gefallen hat. Auch als Erntehelferin in Ostheim war sie im Einsatz. Ab 1960 arbeitete sie in der Nordbayerischen in Unsleben, wo sie ihren Mann Hans kennen gelernt hat, einen Vertriebenen aus Neisse/Oberschlesien. 1961 haben sie geheiratet. 1962 wurde Tochter Barbara geboren, die in Weyersfeld bei Gemünden wohnt, 1964 kam Tochter Luzia, wohnhaft in Mittelstreu, auf die Welt und 1969 folgte schließlich der Jüngste, Christoph, der mit seiner Familie direkt bei der Mutter um die Ecke wohnt.

    Das Geburtstagskind hatte viele "Pöstlich"

    1970 hat sie gemeinsam mit ihrem Mann, der in dieser Zeit sehr krank geworden ist, an ihrem heutigen Domizil Am Dorfberg 19 ein Haus gebaut, in dem sie sich immer noch alleine versorgt. Am Wochenende verköstigt sie auch noch die Familie, da sitzen dann meistens fünf Personen am Tisch. Viele "Pöstlich" hatte sie, hatte die Schule, die Kirche, den Kindergarten und die Milchsammelstelle geputzt und Waren im Raiffeisenlager ausgeteilt. Von 1974 bis 2012 hat sie mit dem Fahrrad die Zeitung und dazu noch Briefe mit ausgetragen. Da bekamen die Kinder früh auch schon einige Exemplare mit, die sie auf ihrem Schulweg verteilt haben. Heute trägt sie noch das Sonntagsblatt aus. Seit 1998 ist sie Witwe.

    Agnes Goebel strahlt Fröhlichkeit und gute Stimmung aus. Wenn es auch gesundheitlich ab und zu zwickt, steckt sie das mit ihrer positiven Grundeinstellung und ihrem Glauben gut weg. Die Arbeit im Garten liebt sie besonders, darauf freut sie sich schon wieder. Sohn und Schwiegertochter haben ihr zur Erleichterung auch Hochbeete gebaut. Acht Enkel zwischen 18 und 34 Jahren zählen inzwischen zur Familie, sieben Buben und ein Mädchen, die sie immer mal besuchen. Hinzu kommen vier Urenkel.

    3. Bürgermeister Frank Vetter überbrachte im Namen der Stadt die besten Wünsche zum Geburtstag. Und so reichlich, wie der Tisch mit allerlei Snacks gedeckt war, wurden wohl auch noch etliche Gratulanten aus dem Umfeld erwartet. Größer gefeiert wird mit der ganzen Familie dann zu einem späteren Zeitpunkt.

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