• aktualisiert:

    Oberelsbach

    Mountainbikeweg soll offen bleiben

    Ein Mountainbikeweg, der gern von Familien genutzt wird, führt durch Naturschutzgebiet. Soll er offen bleiben oder nicht? Das scheidet in Oberelsbach die Geister.
    Der Geh- und Radweg zwischen Sondernau und Weisbach soll seitlich begrünt werden. Dieser Wunsch aus der Weisbacher Bürgerversammlung wird an das Straßenbauamt weitergegeben. Foto: Marion Eckert

    Wirklich harmonisch verlief die jüngste Sitzung des Marktgemeinderats Oberelsbach nicht. Unmut lag in der Luft, sowohl bei Bürgermeisterin Birgit Erb wie auch bei einigen Gemeinderäten. Ausgelöst wurde dies durch die Diskussion um eine Mountainbikestrecke auf der Mittelhut. Der betroffene Weg, der gerne als direkte Verbindung zwischen Basaltsee und Holzberghof genutzt wird, soll im neuen "EU Leader Projekt Mountainbike (MTB) Rhön und Vorland" nicht mehr als Mountainbikeweg ausgewiesen werden. Michael Tulit wollte von Bürgermeisterin Birgit Erb wissen, ob auf er auf besagtem Wege dennoch mit seinem Kindern mit einem normalen Fahrrad unterwegs sein dürfe. Der Weg werde doch gerne beim Sonntagnachmittag- oder Familienausflug genutzt. Für Familien mit Kindern sei es eine ideale Wegverbindung.

    Die Bürgermeisterin machte darauf aufmerksam, dass die Mountainbikestrecken intensiv beraten und mit Jagdpächtern, Jagdgenossen und der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt wurden. Es sei Wunsch des Landratsamts gewesen, den Weg nicht als Mountainbikeweg auszuweisen, da es sich um sensibles Naturschutzgebiet handele. Außerdem seien die Mountainbikestrecken nun so konzipiert, dass diese touristischen Ziele und Einkehrmöglichkeiten verbinden. Die neue Wegstrecke führe über den Rothsee und sei damit durchaus attraktiv.

    Weg wird gern von Radlern genutzt

    Caroline Borst allerdings war der Ansicht, dass diese Wegführung für Familien mit Kindern zu weit und zu anstrengend sei. Auch für Josef Kolb war es "unverständlich", warum dieser bestehende und gut genutzte Weg nun gestrichen werden soll. "Schade", kommentierte Tulit und ließ nicht locker, dies als örtlichen Belang zu sehen, der als Einwendung vorgebracht werden müsse. Die Bürgermeisterin schlug schließlich vor, dass die Bitte aufgenommen wird, den Weg als Bestandsstrecke für Mountainbikes offen zu lassen, allerdings ohne extra Ausweisung beziehungsweise ohne aktiv Werbung dafür zu machen. Diesem Vorschlag sowie der Genehmigung der weiteren vier Strecken schlossen sich die Gemeinderäte einstimmig an.

    Erneuten Unmut gab es bei der Behandlung der Anregungen aus den Bürgerversammlungen. Die Sondernauer wünschen sich einen Gehweg von der NES 24 zum Spielplatz und der Kirche. Erb bat um Ermächtigung, damit sie die nötigen Gespräche mit dem Landratsamt und den Grundstückseigentümern führen sowie Kostenschätzungen einholen könne. Auch müsse die Finanzierung geklärt werden, möglicherweise über Erschließungsbeiträge der Anlieger, wenn in dem Bereich weitere Bauplätze entstehen würden. Michael Tulit erschien dies zu weitreichend. Es gehe um eine Gehweg zum spazierengehen und nicht um Bauplätze.

    Bürgermeisterin blockt ab

    Ebenfalls in der Sondernauer Bürgerversammlung ging es um Grundstücksfragen mit der DJK, die die Bürgermeisterin als "Unwahrheit und Falschaussage" bezeichnete und auf bestehende Verträge verwies. Caroline Borst bat, dass bei den anstehenden Gesprächen mit der DJK auch die beiden Sondernauer Gemeinderäte, sie selbst und Michael Tulit, anwesend sein können. Die Bürgermeistern stellte klar, dass sie der Ansprechpartner des Marktes Oberelsbach sei "und sonst keiner". Die Gemeinderäte werden über die Besprechung informiert und seien somit involviert. "Ich verstehe die Diskussion nicht. Ich verstehe das Misstrauen nicht", so Erb. Caroline Borst versuchte klarzustellen, dass es nicht um Misstrauen oder Kontrolle gehe, sondern um Offenheit und Unterstützung, da die DJK-Führung doch eine sehr junge Truppe sei. "Das wird vertraglich alles festgelegt und dem Gemeinderat vorgelegt", blockte die Bürgermeisterin ab.

    Zu den weiteren Anregungen aus den Bürgerversammlungen gehört die Bitte von Annerose Denzel, den Geh- und Radweg zwischen Sondernau und Weisbach zu begrünen. "Bitte mit Hagebutten", so Borst.

    In Oberelsbach soll es wieder einen Altpapiercontainer geben. Um für die Sicherheit des Platzes zu sorgen, werde dieser künftig videoüberwacht, darauf einigten sich die Gemeinderäte einstimmig. Der entsprechende Antrag für einen Container wird beim Landratsamt gestellt.

    Fotos

      Kommentare (1)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!