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    Ostheim

    Musikverein Ostheim ist auch in Zukunft bestens aufgestellt

    Stadtmusikmeister Walter Bortolotti (Zweiter von rechts) wurde für 35 Jahre Dirigententätigkeit und 50 Jahre Mitgliedschaft in der Stadtkapelle ausgezeichnet. Glückwünsche gab es von der Kreisvorsitzenden des NBMB Renate Haag (rechts) sowie von der Musikvereinsvorsitzenden Monika Weber und ihrem Stellvertreter Gisbert Hander. Foto: Eva Wienröder

    Beim Musikverein-Stadtkapelle Ostheim ziehen alle an einem Strang. Die Musik macht ganz offensichtlich Spaß, verbindet Frauen und Männer und das über alle Generationen hinweg. Das harmonische Miteinander zeigte sich auch ganz deutlich bei der Generalversammlung, zu der mehr als 70 Musikfreunde im Rathaussaal erschienen waren. Im würdigen Rahmen gab es dann zum Abschluss auch noch zwei Überraschungs-Ehrungen. Die Jungmusiker mischen schon kräftig mit. Das Jugendorchester „ffortissimo“ umrahmte unter der Leitung von Stadtmusikmeister Walter Bortolotti den Versammlungsabend. 

    2019 war wieder ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr für den Musikverein, wie der Bericht der Vorsitzenden Monika Weber vor Augen führte. Man hatte sich auch bereits gut vorbereitet auf das Osterkonzert, das in der Schulaula stattfinden sollte, aber wegen Bauverzögerungen ausfallen musste. Heuer dient die Kirche St. Michael als Ausweichquartier für das Konzert. Die anderen Veranstaltungen verliefen überaus erfreulich, so die Vorsitzende mit Hinweis auf den „Fränkisch-Böhmischen Abend“ und den Ehrenabend. Weber stellte in ihrem Vortrag das gute Klima im Verein heraus. Erfreut zeigte sich die Vorsitzende über die Mitgliederstatistik. Mit 413 Musikfreunden ist die Zahl der Mitglieder konstant geblieben.

    Ungezählte Auftritte für das große Orchester und die kleineren Besetzungen

    Dass man musikalisch bestens aufgestellt ist, davon berichtete Stadtmusikmeister Walter Bortolotti. Die große Kapelle und die verschiedenen Ensembles hatten unzählige Auftritte. Das Können stellte man unter anderem beim Pavillonkonzerten in Ostheim, beim Kirchenjubiläum, beim Stadtfest, beim Gemeinschaftskonzert mit Heufurt und Hohenroth und einer Benefizveranstaltung in Irmelshausen unter Beweis. Das große Orchester zählt zur Zeit 56 Aktive, von denen 21 die zweite Gruppe des Vereins bilden, die sog. „Egerländer-Besetzung“. Dann gibt es noch die kleinen Formationen. Die sogenannte „Sportplatzbesetzung“, das Blechbläserquintett, die Kirchweihmusikanten, die Trompeter und Fanfarenbläser und die Gruppe „Blech & Co“. 

    Bortolotti war voll des Lobes über seine Musiker. Ein Sonderlob ging an Manfred Schneider und Julian Weber, die ihn zwischenzeitlich als Dirigenten vertreten hatten. „Bei uns in der Stadtkapelle ist aufeinander Verlass“, so Bortolotti dankbar.

    Hoffnungsvoll präsentiert sich der Nachwuchs und man freut sich im Verein schon darauf, heuer das 20jährige Bestehen des Jugendorchesters „ffortissimo“ zu feiern. Die Nachwuchskapelle, in der zurzeit 28 Mädchen und Jungen mitspielen, hatte im vergangenen Jahr ebenfalls eine ganze Reihe von Auftritten. Der Stadtmusikmeister nannte unter anderem das Osterbrunnenkonzert. Jüngst im Januar stellten 20 „ffortissimos“ beim Kreisjugendblasorchester des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) die größte Gruppe.

    Beste Ergebnisse bei der erstmals durchgeführten Juniorenprüfung

    Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wurde im Juni eine Juniorprüfung durchgeführt, die laut Bortolotti von allen beteiligten 15 Musikern in Theorie und Praxis bestens abgeschlossen wurde. Die Organisation lag in den Händen der Jugendvertretung der Stadtkapelle. Auch bei den Leistungsprüfungen des NBMB konnte man wieder Erfolge vorweisen. Lukas Henkel, Nils Hohmann (beide Schlagzeug) und Paul Schuhmann (Bariton) absolvierten das D1-Abzeichen in Bronze. Die D3-Prüfung (Gold) meisterte Leah Schneider (Es-Altsaxophon) mit der Note 1,5. Der Nachwuchs ist auch außermusikalisch eine gute Gemeinschaft. Sophia Weisenseel von der Jugendvertretung berichtete unter anderem von einer gemeinsamen Theaterfahrt nach Meiningen.

    Mit Stolz könne man feststellen, dass, wenn man Stadtkapelle und Jugendorchester zusammenzählt, aktuell 84 Musiker den Verein musikalisch repräsentieren, so Bortolotti. „Wir sind gerne Stadtkapelle Ostheim“ schloss er seinen Bericht. Dabei dankte er wie die Vorsitzende Weber herzlich allen Musikfreunden, der Vorstandschaft und den Stadtvertretern, allen voran Bürgermeister Waldsachs, für die stets gute Zusammenarbeit.

    Bürgermeister Ulrich Waldsachs (Mitte) erhielt bei der Generalversammlung des Musikvereins von den Vorsitzenden Monika Weber und Gisbert Hander die Ernennung zum Ehrenmitglied. Foto: Eva Wienröder

    Am Ende der Versammlung gab es zwei Überraschungen: Da Bortolotti am Ehrenabend nicht anwesend sein konnte, wurde seine Ehrung nachgeholt. Für 35 Jahre als Dirigent der Stadtkapelle gebührte ihm die Ehrennadel in Gold des NBMB: „Die Stadtkapelle Ostheim wäre heute ohne Walter Bortolotti nicht das, was sie ist“, sagte die Kreisvorsitzende Renate Haag bei der Übergabe.

    Mit 14 Jahren eingetreten ist Bortolotti, der zudem seit 50 Jahren aktives Mitglied beim Musikverein ist, wofür ihm seitens der Vorstandschaft aus den Händen von Monika Weber und Gisbert Hander eine Ehrung zukam. Eine besondere Würdigung sollte auch Ulrich Waldsachs erfahren. Waldsachs, der ein letztes Mal in seiner Eigenschaft als Bürgermeister der Versammlung beiwohnte und dabei in seinem Grußwort noch einmal ausdrücklich die Verdienste des Vereins als „klingendes Aushängeschild“ der Stadt unterstrich, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. 

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