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    Stockheim

    Nach Brand: Wie geht es weiter mit dem Pfarrhaus Stockheim?

    Gemeinderat Bernd Ullrich legte sein Gemeinderatsmandat nieder. Bürgermeister Martin Link dankte ihm für seine Arbeit. Eine offizielle Verabschiedung wird im Rahmen der Jahresschlusssitzung noch stattfinden. Foto: Brigitte Gbureck

    Ein Tagesordnungspunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung in Stockheim betraf Gemeinderat Bernd Ullrich, der aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat als Gemeinderat niedergelegt hat. Bürgermeister Martin Link bedauert Ullrichs Rücktritt und blickte noch einmal dessen Verdienste zurück. Von 1984 bis 1990 und seit 2008 bis heute war er ununterbrochen Mitglied des Gemeinderates und in dieser Zeit auch Verbandsrat in der VG-Verbandsversammlung. Mit Ullrich gehe ein großer Erfahrungsschatz verloren, die Verabschiedung im würdigen Rahmen soll in der Jahresschlusssitzung stattfinden.

    Ein Stockheimer Landwirt möchte im Kirschfleck (Gemarkung Stockheim), eine Photovoltaikfreiflächenanlage errichten und richtete eine formlose Frage an die Gemeinde. Die Gemeinderäte diskutierten kontrovers darüber, unter anderem auch, weil ihnen die Lage nicht gefällt. Es folgte der einstimmige Beschluss, dass die Gemeinde prinzipiell keine Einwendungen gegen das geplante Bauvorhaben hat.

    Schützenverein Stockheim erhält Zuschuss

    Der Schützenverein Stockheim hat für Ausstattung einen Zuschuss zur Jugendarbeit beantragt. Einstimmig wurde Zuschuss für die Jugendarbeit in Höhe von 800 Euro bewilligt.

    Eine Baubewerberin möchte auf einem Anwesen in der Waldstraße in Stockheim einen Carport errichten und stellte hierzu einen Antrag auf isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "Hinterm Dorf". Das Bauvorhaben füge sich gut in den Bestand ein, daher hatte der Gemeinderat keine Einwendungen. Auf ihrem Anwesen Am Grasberg plant eine weitere Baubewerberin in Stockheim die Errichtung eines Carports mit Geräteschuppen. Auch hiergegen bestanden keine Einwendungen. Die notwendigen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Am Grasberg“ wurden erteilt.

    Bauruinen am Rothhauptgelände sollen beseitigt werden

    Im Zuge der Aktivitäten der Streutal-Allianz hat die Gemeinde Stockheim über das Programm „Kleine Städte und Gemeinden“ nun auch Zugriff auf Städtebauförderung. Eine Beseitigung der Bauruinen im Rothhauptgelände als städtebaulicher Mangel wäre grundsätzlich förderfähig. Der Abbruch würde mit 60 bis 80 Prozent gefördert, Konzepte sowie pauschale Planungskosten mit 12 bis 14 Prozent.

    Fördervoraussetzung ist, dass eine mit den Förderrichtlinien vereinbare Nachnutzung vorliegt. Das kann auch eine Renaturierung sein. Diana Pachovsky sagte, sie könne sich auf dem hinteren Teil des Geländes Bebauung vorstellen. Der Gemeinderat nahm die Ausführungen zur Förderfähigkeit und zu den Fördervoraussetzungen zur Kenntnis und sprach sich einstimmig für den Rückbau der Bauruinen im Rothhauptgelände im Rahmen der Städtebauförderung aus. Eine Mittelanmeldung an die Regierung von Unterfranken soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt erfolgen. Verwaltung und Bürgermeister wurden beauftragt, die notwendigen Planungsleistungen für die Antragstellung zu beauftragen.

    Sechs Bauflächen am Grasberg sind reserviert

    Für die Veräußerung der neuen Bauflächen am Grasberg muss zur weiteren Bearbeitung ein Bauplatzpreis festgelegt werden. Bei vier Gegenstimmen wurde der Verkaufspreis auf 45,00 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Bisher gebe es schon sechs Reservierungen. Für die Erschließung des weiteren Bauabschnittes am Grasberg muss eine neue Straßenbezeichnung vergeben werden. Bei einer Gegenstimme entschied man sich für die Bezeichnung „Kreuzbergblick“.

    Aus nichtöffentlicher Sitzung gab der Bürgermeister Informationen zum Mobilfunkmast. Es war angeregt worden zu prüfen, ob es einen Alternativstandort geben würde und ein Mast gegebenenfalls durch die Gemeinde errichtet werden könnte. Weiter musste mit Mobilfunkanbietern geklärt werden, ob sie sich bereit erklären, einen Mast zu bauen. Der Gemeinderat sollte festlegen, ob die Gemeinde auf eigene Kosten tätig werde oder nicht.

    Neues Fahrzeug für den Bauhof

    Die Gegner waren nicht gegen den Bau an sich, sondern an der Errichtung des Mastes an einem anderen Standort interessiert. Der Beschluss, ein Immissionsgutachten bei Hans Ullrich in Auftrag zu geben, wurde abgelehnt. In der Bürgerversammlung im November war nachgefragt worden, ob ein Immissionsgutachten gewünscht wird und dieser Weg weitergegangen werden wird oder ob generell ein Funkmast abgelehnt wird. Es wurde mit acht zu drei Stimmen beschlossen, die Bürgerinitiative gegen den Funkmast noch einmal einzuladen.

    Für den Bauhof muss ein neues Fahrzeug angeschafft werden. Der Gemeinderat beschloss, einen Dreiseitenkipper zum Höchstpreis von 34 000 Euro zu beschaffen. Der Bürgermeister darf die Beschaffung vornehmen und wird den Gemeinderat über das Ergebnis informieren. Das Landratsamt hat den Haushalt 2019 rechtsaufsichtlich gewürdigt und keine Bemerkungen dazu gemacht. Das Gremium nahm es zur Kenntnis.

    Eine Lesezelle für die Orstmitte?

    Bürgermeister Link informierte zum Sachstand des brandgeschädigten Pfarrhauses. Die Brandversicherung hatte in der letzten Woche alle Beteiligten zusammengerufen, um die weitere Vorgehensweise abzusprechen. Die Brandversicherung wollte nur die beschädigten Balken ausbessern. Dann wurde festgestellt, dass die Sparren doch recht verbrannt sind, sie werden entfernt. Der historisch liegende Dachstuhl bleibt bestehen. Im Spätherbst soll das Dach gedeckt und neue Fenster eingebaut werden.

    Sabine Hartmann schlug vor, eine Lesezelle bzw. Telefonzelle mitten im Ort einzurichten, bestückt mit Restbeständen aus der Bücherei oder von privaten Spendern. Jeder kann sich bedienen. Als Platz schlug sie den Kemmerplatz neben der großen Bank vor. Sie hätten Lesetürme in der Schule, berichtete Karmen Wille, das würde gut funktionieren.

    Wie es mit den öffentlichen Toiletten aussehe, fragte sie weiter. Auf den Einwurf von Diana Pachovsky, dass die Einrichtung am Bahnhof geschlossen sei, berichtete der Bürgermeister, dass dort randaliert worden sei, das Tretbecken wurde beschädigt, Hauswände wurden beschmiert. Der Gemeinderat solle jemanden suchen, der sich um die Öffnung und Schließung der Toiletten kümmert. Ebenso soll angeregt werden, bei den Gottesdiensten und bei Beerdigungen die Toilette in der Alten Schule zu öffnen.

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