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    Strahlungen

    Närrisches Strahlungen: Nach den Störchen kommt der Babyboom

    Herzige Störche, die einen Babyboom ankündigen, stellte die Kleine Garde beim Faschingsabend in Strahlungen dar. Foto: Brigitte Chellouche

    "Strahlungen Helau", dieser Ruf schallte oft und laut durch die Günter-Burger-Halle in Strahlungen, um den ausgezeichneten Garden, den lustigen Büttenrednern und den großartigen Schauspielern für ihre wunderbaren Darbietungen zu danken. 

    Die Strahlunger zogen alle Register. Es wurde ein lustiger und abwechslungsreicher Abend. Sei es bei Phil (Phil Müller), der erklärte, "dass es Kinder nicht leicht haben". Sie müssen die Küsse von Oma aushalten, sich bei den Hausaufgaben ihrer Aufsicht unterwerfen, sich zwischen Fußballtraining und Lernen entscheiden. In neun Monaten wird ein Babyboom einsetzen, sagten die Moderatoren Jochen Müller und Bernhard Nöth, die souverän durch den Abend führten, voraus. 

    Babys im Schlepptau

    Erster tänzerischer Höhepunkt war die Darbietung der Kleinen Garde. Als putzige rot beschnäbelte Störche hüpften die Kleinsten zu wummernden Techno-Beats über die Bühne und hatten die Babys gleich im Schlepptau. Mit ihren wunderbaren Kostümen und ihren grandios geschminkten Storchgesichtern sahen sie zauberhaft aus. Das Publikum war begeistert.

    Über die Probleme zwischen der Schreibmaschinen- und der PC-Generation diskutierten ein älterer Herr (Leon Fietz) und zwei Jungs (Julian Kirch, Johannes Becker). "Mein f hängt". Daher sollte die Schreibmaschine repariert werden, doch die Jungs suchten vergebens den Akku, Word und die Disc. "Schmeißen sie das Ding weg und kaufen sie sich einen PC", war ihr Ratschlag.

    Über die "Wechseljahre" ihrer Mutter tauschten sich Cosima Löhr und ihr Vater Andreas Hein aus. Sie wechselt das Geld von Scheinen in Münzen, sie wechselt die Frisur, den Job, stellten sie lakonisch fest. 

    Begnadete Ottilie

    Erste Hilfe-Ohrringe präsentierte Ottilie (Carolin Pretscher) von ihrem Spanien Urlaub Foto: Brigitte Chellouche

    Eine begnadete Darstellerin ist Carolin Pretscher. Sie glänzte als Ottilie, die mir ihrer Freundin Anneliese nach Spanien in Urlaub fuhr und dort auf der Suche nach einem Wasserball in einen Sex-Shop geriet. Schließlich seien im Schaufenster viele Plastikartikel zu sehen gewesen. Am Ende enthielt der Einkauf einen Milchaufschäumer aus Edelstahl und pinkfarbene Erste-Hilfe-Ohrringe. Der ganze Saal tobte vor Begeisterung. Etwas Ruhe brachte anschließend die Gastgarde aus Steinach mit ihrem großartigen Marschtanz in die Halle.

    Der andere Part der Familie Pretscher-Kapp stellte sich als "Gustav von der Rhüe"  (Ronny Kapp) dar und erzählte von seinem Heimatdorf Langenleiten, das nur eine geradeaus führende Hauptstraße besitzt. Daher kaufte er sich ein "Vacinationsgerät", um nach Strahlungen zum Fasching zu fahren. Da er die Chinesin im Gerät nicht verstand, drückte er ganz lang auf den Menuknopf, bis das deutsche Mädel sich meldete. Er wollte sie auf die Probe stellen, ob sie sich auskennt, wenn er nach Premich über den Kreisel fährt. Tatsächlich, sie lotste ihn richtig durch die Rhön. Allerdings babbelt sie so viel, dass er auch seine Frau mitnehmen kann, so sein Resümee. Köstlich auch der Langenleitener Dialekt, der nicht immer für alle verständlich war.

    Getanzter Kaffee

    Mhmm lecker – getanzter Kaffee in schönster Form, gezeigt von der Großen Garde in Strahlungen Foto: Brigitte Chellouche

    Nicht minder glänzend war die Darbietung "ohne Worte". Pantomimisch exzellent spielten Jürgen Hein, Jussy Hein, Gerald Beck, Sebastian Hein, Andrea Kiesel und Babett Fietz Kinobesucher in der ersten Reihe. Ein altes Ehepaar, ein Junggeselle, ein junge Frau und ein verliebte Pärchen zeigten, was bei einem Kinobesuch so alles geschehen kann. Herrlich. Eine Augenweide waren die Tänzerinnen der Großen Garde. Schicke Kostüme und eindrucksvoll geschminkt stellten sie "meine heiße Liebe" dar. Kaffeebohnen, Kaffeetassen, Zucker und Milch vermischten sich in einem mitreißenden Tanz zu Espresso, Kaffee und Latte.

    Das Dorfgeschehen nahmen die Gebrüder Narr (Jochen Müller, Stefan Halbig, Bernd Müller) auseinander und hofften, dass die Bürgermeisterin, nachdem sie bereits viel politische Prominenz in den Ort geholt hat, nun auch noch Markus Söder präsentieren wird. Die Feuerwehr und ihr neues Haus waren ein Thema und die privaten Missgeschicke bei einem Ausflug der Alten Herrn wurde besungen. Den krönenden Abschluss machte das Männerballett, dass als Bergsteiger in Lederhosen auftrat.

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