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    RHÖN

    Neue Extratour im Weinberg

    Gut ausgeschildert führt der Weg vorbei an der Kapelle in Richtung Schlegelwarte. Foto: Ludwig Euring

    Immer mehr Gemeinden in der Region entdecken die touristischen Chancen, die eine Extratour des Hochrhöners mit sich bringt. In diesem Jahr werden deshalb zwei neue Extratouren eröffnet, 2019 sind schon die nächsten beiden in Planung.

    Ab September tangiert der „Strahlunger“ den östlichen Landkreis Bad Kissingen. 2019 wird mit einer Extratour von Waldfenster zur Platzer Kuppe ein weiterer Premiumwanderweg für Naturfreunde zur Verfügung stehen.

    Fast abgeschlossen ist die Einrichtung der Extratour Strahlungen. „Es wird ein super Weg“, stellt Thomas Städtler vom Naturpark Bayerische Rhön anerkennend fest. Als Vorarbeiter ist er seit April schon mit einem Team immer wieder im Raum Strahlungen unterwegs, um das Wegenetz herzurichten.

    Gemeinden werden aktiv

    Extratouren können ausgewiesen werden, wenn die Initiative von Kommunen ausgeht und die Umgebung in das Profil eines Premiumwanderweges passt. Der Naturpark selbst werde nicht aktiv, sagt Thomas Lemke, der Koordinator in der Arbeitsgemeinschaft Wanderwelt Rhön innerhalb des Naturparks/Biosphärenreservates. In Strahlungen war es die Dorfgemeinschaft, von der der Wunsch nach einem solchen Wanderweg kam, erläutert Bürgermeisterin Karola Back. Völlig neu ist, dass auf einer Extratour auch ein Weinberg tangiert wird. Den haben die Strahlunger vor einiger Zeit an einem Sonnenhang angelegt. Eigens für die Extratour wurde der Hang wandertechnisch erschlossen. Neue Holz-Treppen führen zu den Reben. Imposant soll der Blick in den nahen Steinbruch werden.

    Deshalb gibt es dort wie am Weinberg eine Aussichtsplattform. Rhönklub-Regionalwanderwart Ludwig Euring spricht von einem „echten Naturerlebnis“, das die Wandersleute auf der Tour erwartet. An der Münnerstädter Schlegelwarte trifft der neue Wanderweg auf den Landkreis Bad Kissingen. Dort wartet auf die Wanderer ein historischer Wartturm. Egbert Haut, Vorsitzender des Münnerstädter Rhönklubs, hat ein Stück des neuen Weges mit markiert.

    Die Schlegelwarte ist für ihn ein schöner Aussichtspunkt. Durchaus anspruchsvoll findet der Rhönklub-Mann das Profil des neuen Weges mit einer Länge von gut 13 Kilometern und einigem Auf und Ab.

    Für 2019 gibt es ebenfalls neue Extratouren-Projekte. Auf Initiative von Heinrich Schlereth wird ein Vorzeigeweg von Waldfenster zur Platzer Kuppe entwickelt. Hier sei man gerade dabei, den genauen Verlauf zu erarbeiten, erklärt Thomas Lemke. Die Platzer Kuppe wird damit zu einem kleinen Knotenpunkt von Extratouren, denn dort führt bereits der Kuppenweg vorbei. Und nicht weit entfernt davon gelangt der Wanderer zum Premiumwanderweg „Hüttentour“. Auch die Extratour Waldfenster soll wieder typische Rhöner Landschaftsbilder zeigen. Es werde ein Wechsel zwischen waldigen Wegen und Fernsichten geben, erklärt Thomas Lemke.Eine weitere Extratour wird 2019 noch in der Gemeinde Hünfeld ausgewiesen, ergänzt der Rhöner-Wanderwelt-Experte.

    Neue Wanderrouten rechts und links des Hochrhöners bedeuten aber nicht gleich eine Ausdehnung des Wegenetzes, erklärt Thomas Lemke. „Wir wollen eine qualitative Aufwertung“, betont er. So wird bei Ausweisungen von Extratouren immer hinterfragt, ob andere, weniger attraktive Strecken dafür aufgelassen werden.

    Heuer werde im Landkreis Rhön-Grabfeld zwischen Mellrichstadt und Strahlungen das Wegenetz überarbeitet, erklärt Lemke. Ein Kraftakt, weil es Überzeugungsarbeit kostet, wenn Wanderwege nicht mehr beschildert werden. Naturpark und Rhönklub sowie die Kommunen müssten immer im Blick haben, dass der Wege-Unterhalt noch leistbar ist.

    eik

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