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    Neue Ideen für die Tour von Nessi 4

    Schon 23 Jahre alt ist das Konzept für die Stadtbuslinie Nessi. Es stammt vom Verkehrsspezialisten Frieder Voigt, und war von Anfang an eine Erfolgsgeschichte. Vier Touren fährt Nessi. Eine davon fällt allerdings ein wenig aus dem Rahmen. Es ist die Linie vier. Deren Route führt vom Busbahnhof aus über die Borsigstraße, macht im Gegensatz zu Nessi 2 in Herschfeld einen großen Bogen und endet dann in Dürrnhof. Der Bus fährt danach aber weiter – dann allerdings nicht mehr als Nessi 4 der Stadtbuslinie, sondern im normalen öffentlichen Personennahverkehr. Es geht weiter bis nach Eichenhausen. Dort ist das Busunternehmen beheimatet, das die Linie Nessi 4 bedient, und die Konzession für die Strecke Eichenhausen–Bad Neustadt hat. Es ist das Omnibusunternehmen Pfister aus dem Wülfershäuser Ortsteil.

    Sonderstatus von Nessi 4

    Fünf mal am Tag, das erste Mal um 9.28 Uhr und das letzte Mal um 17.39 Uhr, und samstags zweimal um 10.28 und 11.18 Uhr bedient ein Bus von Pfister die Linie vom Busbahnhof aus nach Dürrnhof und weiter nach Eichenhausen – und auch die Gegenrichtung. Allerdings wird damit Ende März 2019 Schluss sein.

    Die Stadtwerke Bad Neustadt haben die Linie vier von Nessi neu ausgeschrieben. Die Ausschreibung läuft seit 31. Juli. Bis 17. September können interessierte Busunternehmer ein Angebot abgeben. Das Unternehmen, das dann ab 1. April 2019, die Linie fahren wird, wird dies laut Ausschreibungsunterlagen bis Ende 2024 tun – ebenso lange wie der Omnibusverkehr Franken (OVF) die drei anderen Stadtbuslinien im Auftrag der Stadtwerke bedient. Eine Verlängerung ist möglich, heißt es in den Ausschreibungsunterlagen.

    Omnibus Pfister stellt den Betrieb ein

    Der Grund für die Neuausschreibung ist: Das Omnibusunternehmen Pfister aus Eichenhausen stellt den Betrieb ein und steht daher nicht mehr für die Fahrten von Nessi 4 zur Verfügung und natürlich auch nicht mehr für den Linienverkehr nach Eichenhausen.

    Doch die Verbindung nach Eichenhausen dürfte wohl nicht das große Problem werden. Ronald Ziegler, der am Landratsamt in Bad Neustadt für den öffentlichen Personennahverkehr zuständig ist, versucht gerade, Eichenhausen ab April 2019 in die Busverbindung Bad Königshofen–Bad Neustadt zu integrieren und führt deswegen Gespräche mit den Konzessionsnehmern auf dieser Strecke. Die Änderung hätte dann sogar Vorteile für die Eichenhäuser. Denn dann bekämen sie einen Stundentakt für die Verbindung nach Bad Neustadt. Einen Stundentakt gäbe es dann auch für Dürrnhof.

    Integriert in die Bad Königshofen-Tour

    Wenn es Ziegler gelingt, Eichenhausen und Dürrnhof in den einstündig getakteten Linienverkehr von Bad Königshofen nach Bad Neustadt zu integrieren, dann hat man bei der Stadt eine Idee, wie man das Stadtbusangebot in Bad Neustadt erweitern könnte. Denn, wenn Eichenhausen und Dürrnhof vom normalen ÖPNV und zu Nessi-Preisen bedient werden, dann müsste die Nessi 4 ja nicht mehr bis nach Dürrnhof fahren. Bis Herschfeld würde dann reichen.

    Anschluss der Saalestraße

    Mit dieser frei werdenden Kapazität könnte man einen anderen Bereich Nessi-mäßig erschließen und damit den ÖPNV in der Stadt verbessern, so die Überlegungen bei der Stadt. Der bisherige Schlenker von Nessi 4 Richtung Dürrnhof würde dann einfach in westliche Richtung verlagert, so Bürgermeister Bruno Altrichter. Damit wäre es möglich, die Saalestraße in das Stadtbusnetz zu integrieren, um die dortigen Geschäfte zu erreichen. Danach hätten Bürger schon oft gefragt, so Ullrich Leber, Geschäftsführer der Stadtwerke. Haltestellen wären dann an der Einfahrt in Saalestraße nach dem Preh-Gelände und in der Nähe der beiden Wohncontainer für Obdachlose in der Saalestraße. Danach fährt der Bus über die Schweinfurter Straße zurück in Richtung Busbahnhof.

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